Filme mit Drehorten am Golf von Neapel und Amalfiküste

Der Golf von Neapel und die Amalfiküste haben schon viele Filmemacher inspiriert. Von unvergesslichen Klassikern bis zu zeitlosen Komödien – die atemberaubende Landschaft wurde zur Bühne für unvergessliche Filmmomente mit Stars wie Sophia Loren und dem unvergleichlichen Jack Lemmon.

Entdecke romantische, bewegende und lustige Filme, die vor der spektakulären Kulisse Kampaniens gedreht wurden – und auch ein paar Comic-Filme.

Avanti, Avanti

In der Komödie „Avanti, Avanti“ reist der sittenstrenge Geschäftsmann Wendell Armbruster (Jack Lemmon) reist nach Ischia, um nach dem Unfalltod seines Vaters die Formalitäten zu regeln. Dort begegnet er Pamela (Juliet Mills), deren Mutter ebenfalls bei dem Unglück starb. Bürokratische Hindernisse zwingen beide zu einem längeren Aufenthalt – und der puritanische Amerikaner entdeckt plötzlich seine süditalienische Seite.

Wilder karikiert meisterhaft amerikanische und italienische Mentalitäten der 1970er Jahre. Jack Lemmon brilliert als neurotischer Geschäftsmann (Golden Globe 1973) vor der traumhaften Kulisse von Ischia und Sorrent. Ein Schauplatz ist die herrlich gelegene Chiesa dell Soccorso in Forio (Ischia), die im Film als Leichenhalle dient.
Ein zeitloser Klassiker mit wunderbaren Drehorten auf Ischia und in Sorrent – absolut sehenswert!

Cappuccino zu dritt

Die deutsche Komödie spielt in dem wunderbaren Ort Amalfi. Jan Steiner wird von seiner Firma dorthin gesendet, um sich um die Renovierung eines Hotels zu kümmern. So lernt er Maria kennen, die ihn bittet, seinen Verlobten zu spielen. Dafür will sie ihn beim Wiederaufbau des Hotels unterstützen.
Der Spielfilm wurde im Jahr 2003 gedreht. Jan wird von Kai Wiesinger und Maria von Liane Forestieri gespielt.

Der große Stau

Ein Filmklassiker aus 1978 ist „Der große Stau“, der den Verkehr um ganz Rom lahm legt. In dem Durcheinander auf der Autobahn treffen völlig verschiedene Charaktere aufeinander, dargestellt von Stars wie Marcello Mastroianni oder Gérard Depardieu.

„Der große Stau“ (in italienisch „L’ingorgo, una storia impossible“) zeigt, wie in einem endlosen Stau während 36 Stunden ganz verschiedene Menschentypen aufeinander stoßen: Da ist beispielsweise ein egoistischer Unternehmer mit seinem Luxuswagen, ein dauernd streitendes Silberhochzeitspaar, ein betrogener Ehemann mit Selbstmordabsichten und ein manisch-depressiver Kettenraucher. Und außerdem gibt es noch die Familie aus Neapel, die ihre schwangere Tochter in Rom zur Abtreibung überreden möchte. Die kleinen dramatischen Geschichten erschaffen einen Gesamtplot, der die negativen Auswirkungen der Konsumgesellschaft zeigt.

Der Film von Luigi Comencini ist mit internationalen Stars wie Gérard Depardieu, Patrick Dewaere, Annie Girardot, Marcello Mastroianni, Miou-Miou, Angela Molina, Alberto Sordi und Ugo Tognazzi besetzt.
Italien/Frankreich/Deutschland, 1978

Ein Tag in Neapel

Der Spielfilm „Ein Tag in Neapel“ erzählt von den Teenagern Veronica und Salvatore, die in einem von der Camorra vereinnahmten Gebiet am Rand von Neapel leben. Salvatore soll in einem verlassenen Anwesen auf Veronica aufpassen, die dort vom örtlichen Camorra-Boss wegen eines vermeintlichen Vergehens eingesperrt wurde.

Der schüchterne Salvatore ist 16 Jahre alt und verkauft Getränke von einem Karren, den er auf einem unbewohnten Anwesen am Rand von Neapel unterstellt. Eines Tages wird ihm von Camorra-Leuten aufgetragen, dort auf ein junges Mädchen aufzupassen. Es handelt sich um die hübsche Veronica, die den Camorra-Boss vor den Kopf gestoßen haben und dafür bestraft werden soll. Während des langen Wartens nähern sich die Beiden in Gesprächen über ihre Träume und Ängste immer mehr aneinander an. Bis abends die Camorristi eintreffen …

„Ein Tag in Neapel“ ist der erste Spielfilm des auf der Insel Ischia geborenen Regisseurs Leonardo Di Costanzo, der vorher Dokumentarfilme gedreht hat. Der Film wurde im Jahr 2012 auf dem Internationalen Filmfestival in Venedig mit sieben Preisen ausgezeichnet.

Schauspieler: Francesca Riso: Veronica, Alessio Gallo: Salvatore, Carmine Paternoster: Bernardino, Salvatore Ruocco: Mimmo, Antonio Buil: Salvatores Vater, Jean Yves Morard: der Slawe

Go Trabi go

Kurz nach der deutschen Wiedervereinigung macht sich die Famile Stuutz aus Bitterfeld mit ihrem himmelblauen Trabi auf zu einer Italienreise. Auf den Spuren Goethes fahren sie nach Neapel und entdecken bei einer abenteuerlichen Reise das Land. Von Sachsen bricht der Deutschlehrer Udo Struutz mit seiner Frau und der siebzehnjährigen Tochter zur Reise auf – und zwar mit „Schorsch“, seinem himmelblauen Trabi. Unterwegs erlebt die Familie Autopannen, übernachtet an zwielichtigen Plätzen und fährt sogar auf dem Laster eines LKW mit.

Doch damit nicht genug: Zusammen mit jungen Italienerinnen rollt Udo mit dem überladenen Trabi eine Treppe hinunter, die Familie behilft sich mit westdeutschen Karosserieteilen von einem Schrottplatz. Und dann verfolgt die Tochter auch noch gemeinsam mit der Mutter in Rom den Dieb ihrer geliehenen Kamera. Nach einer abenteuerlichen Reise mit zahlreichen Katastrophen, kommen die Struutz endlich in Neapel an und möchten ein Foto mit Schorsch und dem Vesuv im Hintergrund machen. Doch dann rollte der Trabi auch noch eine Klippe hinunter und verliert sein Dach.

Anmerkung: Leider ist von Neapel im Film nichts zu sehen und auch den Vesuv erkennt man nur schwer. In Rom hingegen gibt es einige schöne Drehorte.

Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra

Der Film nach dem Roman „Gomorra“ von Roberto Saviano zeigt den Einfluss der Camorra auf das Leben in einem sozialen Brennpunkt bei Neapel. Ohne jegliche Romantisierung wird geschildert, welche eingeschränkten Möglichkeiten den Menschen dort bleiben: Mitmachen, flüchten oder sterben. Gedreht wurde der Film nach dem dokumentarischen Roman „Gomorra“ des Journalisten und Autors Roberto Saviano aus dem Jahr 2006, der zum Bestseller wurde. Im Buch schildert Saviano den Einfluss des organisierten Verbrechens auf das alltägliche Leben in seiner Heimatregion.

Der Roman wurde für die Verfilmung auf fünf Handlungsstränge reduziert und erzählt verschiedene Geschichten aus dem kriminellem Millieu. Dazu gehört der 12-jährigen Totò, der ganz naiv endlich bei den Camorristi „mitmachen“ möchte. Als er aber die Mutter seines besten Freundes ermorden soll, beginnt ein Albtraum. Traurig ist die Geschichte des talentierten Schneiders Pasquale, der für eine von der Camorra kontrollierten Modefirma ausgebeutet wird. Als er beginnt für die Konkurrenz zu arbeiten, bekommt er die Folgen zu spüren. Außerdem wird das Leben des Mafia-Buchhalters Don Ciro geschildert, der zwischen die Fronten feindlicher Clans gerät. Und das ist da noch Franco, der für Unternehmen aus dem Norden die illegale Entsorgung des Giftmülls vermittelt.

Der Film von Regisseur Matteo Garrone wurde mit dem Großen Preis des Festivals in Cannes sowie fünf weiteren europäischen Filmpreisen ausgezeichnet. Er wurde fast nur mit Laiendarstellern an Originalschauplätzen in Sozialbausiedlungen bei Neapel gedreht.

Regie: Matteo Garrone, Drehbuch: Matteo Garrone, Roberto Saviano, Maurizio Braucci

Küsse à la carte

Die Kulisse der romantischen Komödie „Küsse à la carte“ ist die Amalfiküste. Die Köchin Regina arbeitet in einer Raststätte. Als der attraktive Italiener Marco auftaucht, beginnt sie mit ihm über die Speisenzubereitung zu diskutieren. Allerdings weiß sie nicht, dass sie es mit einem Starkoch zu tun hat. Schließlich lädt Marco die Köchin in sein Gourmet-Restaurant an der Amalfiküste ein.
Drehorte sind diverse Plätze an der Amalfitana (z.B. die Orte Atrani, Ravello und Erchie).

Love is all you need

Diese bittersüße und pointierte Liebeskomödie mit Pierce Brosnan und Trine Dyrholm spielt vor der Kulisse des Golfs von Neapel. Als Ida ihren Ehemann Leif zu Hause mit seiner Geliebten ertappt, steht sie vor den Scherben ihrer langjährigen Ehe. Doch nicht nur das: Erst kurz zuvor hat sie die Therapie ihrer Brustkrebserkrankung abgeschlossen, die Heilung ist noch ungewiss. Da kommt die Reise zur Hochzeit ihrer Tochter Astrid an die wunderschöne Amalfiküste gerade richtig.

Alleine unterwegs zu dem Fest in einer lange unbewohnten Villa ist auch der verwitwete Philip, der Vater des Zukünftigen (Patrick) von Astrid. Ida und Philip treffen sich zufällig im Flughafenparkhaus, wo es einen Blechschaden gibt. Während sich Philip in der alten Villa, dem ehemaligen Ferienhaus seiner Familie, den Erinnerungen an seine verstorbene Frau nicht entziehen kann, wird Ida durch die gemeinsame Ankunft ihres Mannes mit seiner Geliebten überrascht. Gleichzeitig macht Benedikte, die Schwägerin von Philip, Annäherungsversuche und versucht ihn für sich zu gewinnen. Um nicht zu viel vorwegzunehmen: Die Feier verläuft anders als geplant und die Zeit an der Amalfiküste verändert das Leben aller Beteiligten für immer!

Mit ihrem Koautor Anders Thomas Jensen schrieb Susanne Bier diese Tragikomödie, Originaltitel „Die kahle Frisöse“.
Anmerkung: Ach wenn in der Filmbeschreibung anders angegeben, wurden die meisten Aufnahmen an der Küste von Sorrent und in Sorrent gedreht. Toll sind die Aufnahmen vom Vesuv, gesehen von Sorrent, und Sorrent by night. Auch in Neapel gibt es einige Szenen. Von der Amalfiküste ist die kurvige Amalfitana zu sehen.

Scooby-Doo! Abenteuer in Pompeji (What’s new , Scooby-Doo? – Pompeii and circumstance) – Folge 12

In dieser Folge begibt sich Sccoby-Doo zum Vesuv in Pompeji. Eigentlich wollten Scooby-Doo und seine Freunde einen ganz normalen Urlaub in Italien verbringen. Doch Untaten im antiken Pompeji ändern ihre Pläne.
Ein Tipp für Kinder und Junggebliebene, die sich Pompeji einmal ganz anders nähern wollen…

Tessa Hennig: Elli gibt den Löffel ab

In der Reihe „Herzkino“ zeigte das ZDF den Film „Elli gibt den Löffel ab“, der auf der traumhaften Insel Capri spielt. Dort erbt die vom Leben enttäuschte Eleonore eine kleine Pension. Ellis Mann ist schon seit Jahren tot und sie ist fast pleite. Aber plötzlich verändert ein unerwarteter Brief aus Italien ihr Leben: Elli hat eine Pension auf Capri geerbt, in der sie als Kind die Ferien verbracht hat. Ohne zu zögern reist Elli mit ihrem alten Wagen Richtung Golf von Neapel. Unterwegs gibt ihr Auto seinen Geist auf und sie lässt sich von Heinz in dessen Wohnmobil mitnehmen. Auf der Insel trifft Elli auf ihre ältere Schwester Doro, die es auf die Pension abgesehen hat. Es beginnt ein Familienstreit, bei dem es schließlich um mehr als die Pension geht.

Das Melodram wurde nach dem gleichnamigen Roman gedreht. Es gibt schöne Impressionen vom Drehort Capri.

Tom und Jerry (Episode: „Tom und ich in Neapel“)

Fans von „Tom und Jerry“ und Neapel werden begeistert sein: In der Episode „Tom und ich“ gehen die beiden auf Kreuzfahrt und entdecken die Metropole am Vesuv. Eine „Neapolitan Mouse“ zeigt Tom und Jerry die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

In „Tom und ich in Neapel“ (im Original: „Neapolitan Mouse“) reisen Tom und Jerry mit dem Kreuzfahrtschiff nach Neapel und verleben dort ein paar schöne Tage. Trotz fröhlicher Urlaubsstimmung kommt es zu den üblichen Streitereien. Eine italienische Maus mit dem Namen „Topo“ verteidigt Jerry vor Toms Attacken. Sie erklärt, dass es ihr nicht gefällt, wenn ein größeres Tier ein kleineres ärgert. Das beweist Topo, als er Tom vor dem Angriffen eines großen italienischen Hundes rettet. Als Topo erkennt, wer Tom und Jerry sind, offenbart er sich als großer Fans ihrer Cartoons und freundet sich mit ihnen an. Er zeigt ihnen die Sehenswürdigkeiten von Neapel und führt sie zu den lokalen Spezialitäten. Aber der italienische Hund holt Verstärkung und folgt ihnen.
Die Episode stammt aus dem Jahr 1954 und zeigt Napoli einmal auf eine ganz andere Weise.

In der Folge gibt es noch zwei weitere lustige Geschichten: In „Der kleine Specht“ wird Jerry von einem kleinen Specht als Mutter angesehen und „In einer anderen Nacht“ antwortet Tom auf eine Zeitungsanzeige, in der eine ältere Dame eine Katze als Reisebegleitung sucht. Aber sie entpuppt sich als gruselige Hexe.