Schlagwort: Erster Gang (primo piatto)

  • Rezept für hausgemachte Nudeln aus Italien (Pasta fatta in casa)

    Rezept für hausgemachte Nudeln aus Italien (Pasta fatta in casa)

    Pasta selbst herzustellen ist nicht schwierig und lohnt sich. Ihr Geschmack ist einfach himmlisch!

    Pasta wird in Italien oft selbst gemacht, denn ihr Geschmack ist nicht mit dem von fertigen Nudeln zu vergleichen. Dies gilt vor allem, wenn man sie mit einer guten Pasta-Maschine (z.B. von Imperia) herstellt. Die herkömmliche und schwierigere Methode ist die Zubereitung mit den Händen, wobei der Teig mit einem Messer in die gewünschte Form gebracht wird.

    Für die Zubereitung sollten die Eier Zimmertemperatur haben und die Zutaten nicht mit kalten Händen verarbeitet werden. Man rechnet für jedes Ei etwa 100 g Mehl. Der Teig wird weicher, wenn man nicht sofort das ganze Mehl einarbeitet, sondern es nach und nach zu den Eiern gibt. Der Teig muss so lange geknetet werden, bis er weich und elastisch wird und nicht mehr an der Arbeitsfläche klebt.

    Falls die Nudeln nicht sofort verzehrt werden sollen, muss man den aufzubewahrenden Teil der zugeschnittenen Nudeln einen ganzen Tag trocknen lassen. Dann kann man sie im Kühlschrank etwa eine Woche aufheben oder einfrieren. Soll die hausgemachte Pasta länger als eine Woche ohne Einfrieren aufbewahrt werden, muss man sie einige Tage vollständig austrocknen lassen.

    Übrigens: Der klassische Nudelteig von hausgemachter Pasta besteht nur aus Mehl, Eiern und Salz. Nach der Tradition aus Emilia-Romagna wird ausschließlich Weichweizenmehl verwendet, was jedoch ohne Erfahrung durch das Fehlen von Ei zum Zerfallen der Pasta beim Kochen führen kann. Nudeln aus Hartweizenmehl gelten in Italien als hochwertiger, denn sie bleiben auch beim Kochen bißfest.

    Zutaten für hausgemachte Pasta

    (5 Personen)

    500 g Hartweizenmehl
    5 Eier
    1/2 – 1 Teelöffel Salz

    Zubereitung

    1. Das Mehl sieben und mit dem Salz vermischen.
    2. Das Mehl auf einer Arbeitsplatte häufen und eine Mulde hinein drücken.
    3. Die Eier langsam in die Mulde gleiten lassen und mit den Händen mit dem Mehl vermischen. Die Eier können auch vorher mit einer
    4. Gabel in der Mulde verquirlt werden.
    5. Den Teig etwa 15-20 min kneten und darauf achten, dass er nicht zu weich ist. Falls dies der Fall ist, muss noch etwas Mehl hinzugegeben werden. Sollte der Teig zu hart sein, kann man etwas lauwarmes Wasser hinzufügen.
    6. Den Teig in eine Schüssel geben und mit einem Tuch bedecken. Etwa 30 min gehen lassen.
    7. Nun kann der Teig ausgerollt und mit einer Nudelmaschine oder einem Messer in die gewünschte Form (Fettucine, Lasagne, Tagliatelle,…) gebracht werden.
    8. Nach dem Schneiden für einige Stunden auf einer bemehlten Arbeitsplatte unbedeckt trocknen lassen.
    9. Die hausgemachte Pasta in kochendes Salzwasser geben und bissfest kochen.

    Buon appetito!

  • Lasagne Bolognese (mit Hackfleisch und Tomatensoße)

    Lasagne Bolognese (mit Hackfleisch und Tomatensoße)

    Lasagne Bolognese wird in ganz Italien gerne gegessen und ist ein Klassiker der italienischen Küche. Ein trockener italienischer Rotwein, wie ein Chianti oder Barolo, unterstreicht den herzhaften Geschmack dieses beliebten Gerichts.

    Lasagne mit Bolognese-Soße zählt zu den bekanntesten Gerichten der italienischen Küche. Die Lasagne-Blätter können fertig gekauft werden und das Gericht lässt sich gut für Gäste vorbereiten.

    Zutaten (6 Personen)

    250 g Lasagne-Blätter

    Für die Bolognese-Soße:

    40 g durchwachsener Speck
    4-5 EL Olivenöl, kalt gepresst (extravergine d’oliva)
    1 Zwiebel
    1 Knoblauchzehe
    400 g Rinderhackfleisch
    1 kleine Dose geschälte Tomaten
    1 kleines Glas trockener Rotwein
    1 Teelöffel Tomatenmark
    Salz, frisch gemahlener Pfeffer, Zucker

    Für die Béchamelsoße:

    75 g Butter
    75 g Mehl
    3/4 l Milch
    Salz, Muskat
    100 g frisch geriebener Parmesan
    Salz, Pfeffer

    Zubereitung

    1. Lasagneblätter nach Packungsanweisung vorbereiten.
    2. Für das Fleischragout den gewürfelten Speck in Olivenöl auslassen. Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin glasig dünsten.
    3. Hackfleisch zugeben und unter Rühren krümelig anbraten.
    4. Rotwein hinzufügen und rühren, bis der Rotwein verdunstet ist.
    5. Tomaten mit Flüssigkeit und Tomatenmark zugeben. Mit Salz, Pfeffer und einer Brise Zucker würzen.
    6. Im geschlossenen Topf bei kleiner Hitze ca. 30 Minuten garen.
    7. Für die Béchamelsoße Butter zerlassen und das Mehl darin andünsten. Milch dazugeben und bei kleiner Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Hin und wieder umrühren.
    8. Die Béchamelsoße mit Salz und Muskat abschmecken.
    9. Eine rechteckige Form mit Lasagneblättern auslegen. Abwechselnd Fleischragout, Soße, Käse und Lasagneblätter einschichten. Die obere Nudelschicht dünn mit Bechamelsoße bestreichen und mit dem restlichem Parmesan bestreuen.
    10. Form in den vorgeheizten Backofen schieben und bei 200 Grad ca. 30-40 Minuten backen.

    Buon appetito!

  • Casarecce-Pasta mit Zucchini Pinienkernen, Rosinen und Zimt (Casarecce alle zucchine)

    Casarecce-Pasta mit Zucchini Pinienkernen, Rosinen und Zimt (Casarecce alle zucchine)

    Die Kombination aus Zucchini, Rosinen, Pinienkernen und Zimt verleiht dem Gericht eine sizilianisch-arabische Note.

    Unsere Redaktion liebt dieses vegetarische Gericht, weil es schnell zubereitet werden kann und sehr lecker schmeckt. Während die Pasta kocht, kann man die Zucchini anbraten und zaubert in kurzer Zeit ein tolles italienisches Essen. Casarecce sind kleine gerollte Nudeln, die besonders in Sizilien sehr beliebt sind. Wer keine Casarecce-Pasta bekommt, kann das Gericht aber auch mit einer anderen Pasta-Sorte zubereiten.

    VeganerInnen können einfach den Parmesan weglassen.

    Zutaten:

    (für 4 Personen)

    ca. 320 g Casarecce-Pasta
    300 g kleine Zucchini
    1 EL Pinienkerne
    2 EL Rosinen
    Olivenöl extravergine
    Peperoncino
    1 Knoblauchzehe
    Parmesan (am Stück)
    Zimt

    Zubereitung:

    1. Wasser für die Nudeln zum Kochen bringen und Salz hinzugeben.
    2. Pasta ins kochende Wasser geben und nach Packungsanweisung kochen.
    3. Rosinen in einer kleinen Schüssel mit lauwarmem Wasser einweichen.
    4. Zucchini in runde, ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden.
    5. Die Knoblauchzehe in einer Pfanne mit ausreichend bemessenem Olivenöl anbraten bis sie blond wird, dann herausnehmen.
    6. Pinienkerne, Peperoncino und Zucchini ins Olivenöl geben und für drei bis vier Minuten auf höherer Stufe anbraten. Dabei kontinuierlich umrühren, andernfalls bleiben sie am Boden haften und könnten anbrennen. Die Zucchini von der Herdplatte nehmen (falls die Pasta noch nicht fertig sein sollte).
    7. Gekochte Pasta und Rosinen zu den Zucchini hinzufügen und alles einige Sekunden anbraten.
    8. Mit etwas Zimt würzen.
    9. Den Parmesan in dünne Scheiben hobeln und vor dem Servieren über die Pasta geben.Anmerkung:
      Dieses Rezept ist auch für Veganer (ohne Parmesan) und Vegetarier geeignet.
      Mehr dazu im Italien-Blog: Vegetarisch unterwegs in Neapel
  • Pennette mit frischem Lachsfilet (Pennette al salmone fresco)

    Pennette mit frischem Lachsfilet (Pennette al salmone fresco)

    Raffiniertes und schnelles Rezept, das immer gelingt und schön aussieht (außerdem hat es die Farben Italiens!)

    Dieses Rezept ist schnell gekocht und kann auch mit anderen Fischarten zubereitet werden. Die Zubereitung der Soße dauert nur fünf bis sechs Minuten.

    So geht es ganz fix: Das Wasser für die Pasta bereits vor der Zubereitung der Soße zum Kochen bringen. Sobald die Pasta in das kochende Wasser gegeben wird, kann man mit der Zubereitung der Soße beginnen.

    Auf jeden Fall sollte man glatte Petersilie (keine gekräuselte) verwenden, denn sie gibt ein ganz besonderes Geschmacksaroma.

    Zutaten:

    Frisches Lachsfilet
    Kirschtomaten (pachino)
    Olivenöl extravergine
    Peperoncino, Salz
    Pennette rigate oder Mezzepenne rigate
    Glatte Petersilie
    Knoblauch

    Zubereitung:

    1. Den Knoblauch bei mittlerer Temperatur in einer Pfanne mit Öl anbraten, bis er blond wird und dann aus der Pfanne nehmen.
    2. Das Lachsfilet in Würfelchen schneiden und bei mittlerer Temperatur im Öl anbraten. Etwas Peperoncino hinzufügen. Öfters umrühren, damit der Fisch nicht am Boden der Pfanne anhaftet.
    3. Sobald der Lachs goldfarben geworden ist (nach 3-4 Minuten) die geviertelten Tomaten und etwas Salz hinzugeben. Die Tomaten für etwa eine Minute anbraten.
    4. Die al dente gekochte Pasta direkt aus dem Topf in die Pfanne geben und die fein gehackte Petersilie hinzufügen. Vor dem Servieren auf höherer Stufe kurz anbraten.
    5. Mit einer geviertelten Tomate und Petersilienblättern dekorieren.

    Anmerkung:

    Variante 1:

    Wenn man einen etwas raffinierteren Geschmack bevorzugt, kann man zum Lachs im Schritt 3 einen Spritzer trockenen Weißwein geben und verdunsten lassen (bevor man die Tomaten hinzufügt)

    Variante 2:

    Die Tomaten weglassen, mehr Knoblauch hinzugeben und anstelle des Lachs gemischte Fischfilets verwenden (Lachs, Kabeljau, Barsch, Seeteufel).

     

  • Farfalle-Pasta mit geräuchertem Lachs (Farfalle al salmone)

    Farfalle-Pasta mit geräuchertem Lachs (Farfalle al salmone)

    Dieses Gericht kann schnell zubereitet werden und schmeckt köstlich. Besonders dekorativ ist die Verwendung bunter Farfalle-Nudeln, die wie kleine Schmetterlinge aussehen.

    Als Variante kann man zusätzlich etwas Sahne unter die Nudeln mischen. Die Zugabe von Sahne empfiehlt sich insbesondere bei der Verwendung der Nudelsorte Farfalle (Schmetterlingsnudeln) und bei der Zubereitung mehrerer Portionen.

    Falls man die Sorte Pennette Rigate (geriffelte Röhrchennudeln) bevorzugt, kann auf die Sahne verzichtet werden.

    Zutaten

    (4 Personen)

    320 g Pennette Rigate
    150 g geräucherter Lachs
    1 Knoblauchzehe
    Olivenöl kalt gepreßt
    Pfeffer, Salz
    Glatte Petersilie zum Anrichten

    Zubereitung

    1. In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen.
    2. Knoblauchzehe vierteln und im Olivenöl anbraten, bis der Knoblauch „blond“ wird (nicht bräunen!). Aus dem Öl herausnehmen.
    3. Wasser für die Pasta in einem Topf zum Kochen bringen.
    4. Salz und Pasta hinzugeben und umrühren.
    5. In der Zwischenzeit den Lachs klein schneiden und in die Pfanne geben. Bei mittlerer Temperatur 3-4 Minuten anbraten.
    6. Die fertig gekochte Pasta (al dente und gut abgetropft) in die Pfanne geben und gut mit dem Lachs verrühren.
    7. Mit einer Brise Pfeffer servieren und mit Petersilienblättern dekorieren

    Anmerkung

    Variante 1 – Wodka, Whiskey oder Rum

    In einigen modernen Varianten des Rezepts wird zum Lachs (am Ende des Schritts 5) ein Spritzer Wodka oder ein anderer Likör hinzugegeben, den man verdunsten lässt. Das gibt dem Gericht einen raffinierten Geschmack. Dies ist allerdings kein traditionelles Rezept; man kann es in jungen modernen Lokalen finden.

    Variante 2 – Sahne

    Die Zubereitung des Gerichts mit Sahne ist ein klassisches Rezept. Der Knoblauch wird durch Schalotten oder Lauch ersetzt und es kann Butter anstelle des Öls verwendet werden (aber da schon Sahne verwendet wird, bevorzuge ich Öl). Sobald der Lachs leicht angebraten ist (am Ende des Schritts 5), wird die Sahne hinzugegeben und danach verrührt. Dann wird die Pasta schnell in die Pfanne gegeben und alles gut vermischt. In Trend-Lokalen kann man das Rezept mit Wodka auch in dieser Variante finden!

     

     

  • Paccheri-Pasta mit Ricotta und Tomaten

    Dieses leckere Nudelrezept ist einfach und schnell zuzubereiten. Paccheri sind große Röhrchennudeln, die die Soße besonders gut aufnehmen.

    Die untenstehende Zubereitung für Pasta mit Ricotta und Tomaten ist eine vereinfachte Version des neapolitanischen Rezepts. Besonders gut schmeckt es mit der Pastasorte „Paccheri“.

    Zutaten:

    (4 Personen)

    360 g Paccheri-Pasta
    250 g Ricotta
    1 Zwiebel
    400 g passierte Tomaten
    3 EL Olivenöl, kalt gepresst
    Salz, Pfeffer
    Parmesan
    Basilikumblätter

    Zubereitung:

    1. Die Zwiebel in sehr kleine Stücke schneiden.
    2. In einem Topf das Olivenöl erhitzen und die Zwiebel auf niedriger Stufe für einige Minuten leicht anbraten.
    3. Die passierten Tomaten und eine Brise Salz in das Olivenöl geben und auf kleiner Flamme ca. 10 Min. köcheln lassen
    4. Wasser für die Pasta in einem Topf zum Kochen bringen. Salz und Pasta hinzugeben und umrühren. Die Pasta nach Packungsanweisung gar kochen.
    5. 3-4 Min. vor dem Servieren den Ricotta und 1/3 der Tomatensoße in einem anderen Topf mischen, gut verrühren und auf sehr niedriger Stufe kurz weiterköcheln lassen.
    6. Einige mit der Hand abgepflückte Basilikumblätter unter die andere Hälfte der Soße rühren.
    7. Die Pasta abgießen (ein bisschen Wasser aufheben) und dann die gekochte Pasta mit der Ricotta-Tomaten-Soße gut vermischen. Falls die Konsistenz etwas zu trocken sein sollte, kann man etwas von dem aufbewahrten Nudelwasser hinzugeben.
    8. Jede Portion mit einer Schöpfkelle der verbliebenen Soße anrichten, mit Parmesan bestreuen und einem Basilikumblatt dekorieren.

    Das Rezept „Pasta mit Ricotta und Tomaten“ hat leckere Varianten:

    Variante 1 – al concentrato di pomodoro (mit Tomatenkonzentrat)

    Um ein noch schnelleres Rezept zuzubereiten, kann man anstelle des Tomatenpürees einfach Tomatenkonzentrat verwenden: im Schritt 3 fügt man 3 EL Tomatenkonzentrat und ein Glas Wasser hinzu und lässt das ganze einige Minuten kochen. Im Schritt 5 mischt man diese Soße mit dem Ricotta und fügt einige Basilikumblätter hinzu. Wenn die Pasta fertig ist, mit der Ricottasoße vermischen und mit Parmesan und einem Basilikumblatt servieren.

    Variante 2 – alla salvia (nach Salbei-Art)

    Statt Tomatensoße kann man eine Ricottasoße zubereiten. 3-4 Minuten vor dem Anrichten wird in einem Topf auf niedriger Stufe der ganze Ricotta mit wenig Nudelwasser homogen verrührt. Dann gibt man zur Ricottasoße 2 EL Olivenöl, Pecorino, Parmesan, Pfeffer, Salz und Salbei und verrührt alle Zutaten gut, um ihre Aromen zu vermischen. Am Ende gibt man die al dente gekochte Pasta in den Topf. Gut vermischen. Falls das Gericht zu trocken sein sollte, kann man etwas Nudelwasser hinzugeben. Mit Parmesan bestreuen und mit einem Salbeiblatt dekorieren.

    Variante 3 – al pesto di basilico (mit Basilikumpesto)

    Wie Variante 2, aber ohne Pecorino und Salbei, mit nur 1 EL Öl und 2 EL Pesto. Falls man keine Paccheri-Pasta finden kann, sind auch andere große „Röhrchennudeln“ (z.B. Rigatoni, Penne rigate, Penne lisce, Tortelloni) geeignet. Die im traditionellen Rezept verwendete Soße ist das „ragù napoletano“ (neapolitanische Fleischsoße). Die Zubereitung dieser Soße benötigt allerdings Zeit.

  • Maccheroni mit Tomaten-Fleischsoße (Ragù napoletano)

    Wenn es still ist in Neapels engen Gässchen und nur der Duft von Ragù durch die Luft schwebt, weiß man es ist Sonntag…
    Ragù ist die neapolitanische Königin aller Pastasoßen und ein typisches Sonntagsessen. Jede Familie hat ihr eigenes Ragùrezept, das nicht selten über Familiengenerationen weitergegeben wird.

    Die Zubereitung erfordert etwas Zeit, denn das stundenlange Köcheln der Soße auf kleiner Flamme ist die Voraussetzung für ein gelungenes Ragù. In Neapel wird die Soße deshalb oft bereits am Samstagabend vorbereitet.

    Das beschriebene Rezept ist eine vereinfachte Version des Originalrezepts, das sehr viel Zeit und Erfahrung benötigt. Im Originalrezept wird ein ganzes Stück Fleisch genommen, das mit dem Dörrfleisch, etwas Schinken und Petersilie zusammengebunden wird. Außerdem benutzt man keine Tomaten, sondern zwei verschieden Typen Tomatenmark. Zusätzlich wird Schweineschmalz verwendet.

    Zutaten

    (4 Personen)

    300 g gemischtes Gulasch (Schwein und Rind), große Stückchen
    50 g Dörrfleisch
    1 Knoblauchzehe
    1 große Dose geschälte Tomaten (700 g)
    1 kleines Döschen Tomatenmark (70 g)
    1 große Zwiebel
    1 Glas trockener Rotwein
    2-3 EL Olivenöl, kalt gepresst
    Salz
    Pfeffer
    Parmesan
    ca. 400 g Makkaroni (ital. Maccheroni)

    Zubereitung

    Zubereitungsdauer: 3 Stunden oder länger

    1. Dörrfleisch in Würfel schneiden und Zwiebel und Knoblauchzehe klein hacken.
    2. Dörrfleisch, Zwiebel und Knoblauch im heißen Olivenöl anbraten, bis die Zwiebel glasig wird.
    3. Gulasch hinzugeben und anbraten.
    4. Auf kleiner Flamme etwa 1 Stunde köcheln lassen und öfter umrühren, bis das Wasser verdampft ist und nur Öl und Fett zurück bleibt.
      Herd etwas höher stellen und nach und nach ein bisschen von dem Glas Rotwein hinzugeben. Dazwischen immer abwarten bis der Wein verdampft ist.
    5. Herd wieder auf kleine Flamme schalten und die Tomaten und das Tomatenmark hinzufügen. Umrühren.
    6. Deckel halb auflegen und die Sosse auf niedriger Stufe mindesens 1,5 – 2 Stunden köcheln lassen. Zwischendurch hin und wieder umrühren. Die Soße wird nun cremig und intensiv im Geschmack. Je länger die Kochzeit ist, desto intensiver wird der Geschmack.
    7. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
    8. Nach Ende der Kochzeit die Maccaroni in einen Topf mit kochendem und gesalzenen Wasser geben. Umrühren und Temperatur etwas herunterstellen. Kochzeit nach Packungsaufschrift.
    9. Das Ragù über die Pasta geben und mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen.

    Buon appetito!

  • Kartoffelauflauf mit Salami, Schinken und Käse (Gattò di patate)

    Kartoffelauflauf mit Salami, Schinken und Käse (Gattò di patate)

    Der leckere Kartoffelauflauf besteht aus Kartoffelbrei, der mit typischen neapolitanischen Zutaten vermischt und Paniermehl überbacken wird. Man kann ihn warm oder kalt verzehren. Seine Zubereitung ist einfach, benötigt jedoch etwas Zeit (lohnt sich aber!).

    Das Vorkochen von größeren Portionen für den nächsten Tag bietet sich an. Die Schinkenwürfel kann man auch weglassen werden, wenn man es nicht zu üppig mag. Geschmack geben vor allem Provolone, Provola und die Salami.

    Vegetarische Variante

    Früher wurde der Kartoffelauflauf meistens nur mit Käse, ohne Salami und Schinken zubereitet. Nur reiche Familien konnten sich damals Fleisch leisten. Wir haben die Zubereitung ohne Salami und Schinken versucht und finden, auch die vegetarische Variante mit Käse schmeckt sehr lecker. Die würzigen Käsesorten geben dem Auflauf einen sehr aromatischen Geschmack.

    Zubereitungsdauer

    ca. 30 – 40 Minuten Kochzeit für die Kartoffeln, ca. 20 Minuten Zubereitung, 1/2 Stunde Backzeit, 1/4 Stunde Zeit zum Abkühlen

    Zutaten

    (6-8 Personen)

    2 kg Kartoffeln (mehlig kochend)
    80 g neapolitanische Salami (ersatzweise italienische aromatische Salami)
    80 g geräucherte Schinkenwürfel
    80 g gekochter Schinken in Würfeln
    50 g Provolone pikant
    80 g Provola, geräuchert (ersatzweise: geräucherter Scamorza)
    1 Mozzarella (oder Fiordilatte)
    20 g geriebener Parmesan
    20 g geriebener Pecorino romano
    Glatte Petersilie
    3 – 4 EL Olivenöl, kalt gepresst
    Milch
    3 – 4 Eier
    Pfeffer, Salz
    Paniermehl zum Überbacken

    Die Menge der Füllung (Käse und Schinken) kann man nach persönlichem Geschmack variieren. Die Angaben sind nur ungefähr.

    Zubereitung

    1. Ungeschälte Kartoffeln in einem Topf mit leicht gesalzenem Wasser gar kochen.
    2. Die Kartoffeln pellen und noch heiß durch eine Kartoffelpresse in eine große Schüssel pressen.
    3. Salami, Schinken und Käse in Würfel schneiden. Den Parmesan und Pecorino reiben. Die Petersilie waschen und klein schneiden.
    4. Salami, Schinken, Mozzarella, Parmesan, Provolone, Provola, Petersilie und Eier unter den Kartoffelbrei rühren.
    5. Ca. 5 EL Milch unter den Brei geben (Milch ist nur notwendig, wenn der Kartoffelbrei zu trocken ist. Menge hängt von der Konsistenz des Breis ab).
    6. Olivenöl unterrühren.
    7. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
    8. Den Brei in eine Auflaufform geben und mit Paniermehl bestreuen.
    9. Im Ofen erst 15 Minuten bei 180 Grad backen. Dann weiter 15 Minuten bei 200 Grad backen, bis die Oberfläche leicht braun ist.
      1/4 Stunde abkühlen lassen. Lauwarm schmeckt der Auflauf am besten.
  • Spaghetti mit frischer Tomatensoße und Basilikum (Spaghetti al pomodoro fresco)

    Spaghetti mit frischer Tomatensoße und Basilikum (Spaghetti al pomodoro fresco)

    Spaghetti mit einer Soße aus frischen Tomaten und Basilikum sind ein typisches italienisches Sommergericht. In manchen Restaurants werden sie auch „Spaghetti Napoli“ genannt.

    Das Geheimnis dieses köstlichen italienischen Klassikers liegt in der Güte seiner Tomaten. In Neapel werden vorzugsweise San Marzano-Tomaten verwendet, aber immer öfter auch Pachino- oder Ciliegino-Tomaten (Kirschtomaten). Nach der antiken Tradition wird dieses Rezept mit einem der ältesten und typischsten Produkte Kampaniens gekocht: der Tomate „Piennolo del Vesuvio DOP“.

    Die Tomatensoße kann auch zu anderen langen italienischen Nudeln, etwa Linguine oder Vermicelli, serviert werden. Aber auch mit kurzen Röhrchennudeln wie Pennette oder Mezze Penne lisce bzw. rigate (glatte oder geriffelte kleine Röhrchennudeln) schmeckt das Gericht köstlich. Frisches Basilikum gibt dem Gericht eine aromatische und sommerliche Note.

    Wie bei allen Grundrezepten können die Mengen der Zutaten nach Geschmack und Appetit variiert werden.

    Zutaten:

    (4 Personen)

    360 g Spaghetti
    400 g reife aromatische Tomaten (z.B. San Marzano)
    1-2 Knoblauchzehen
    5 EL Olivenöl, kalt gepresst
    8-10 Basilikumblätter und einige Blätter für die Dekoration
    Salz

    Zubereitung:

    1. Wasser für die Pasta zum Kochen bringen.
    2. Olivenöl erhitzen und den halbierten abgezogenen Knoblauch anbraten, bis er „blond“ wird.
    3. Tomaten waschen und halbieren oder vierteln (je nach Größe) und in dem Olivenöl für einige Minuten auf hoher Stufe anbraten. Dabei öfter mit einem Kochlöffel umrühren.
    4. Mit einer Gabel die Tomaten klein drücken, so dass eine Soße entsteht.
    4. Salz und die Hälfte der mit den Fingern zerteilten Basilikumblätter hinzugeben.
    5. Deckel auf den Topf geben und die Soße bei geringer Hitze für einige Minuten köcheln lassen.
    6. Spaghetti ins gesalzene kochende Wasser geben und nach Packungsanweisung al dente kochen. Am besten eine Minute weniger kochen als auf der Packung steht. Beim Vermengen der Soße mit der Pasta „kochen“ die Spaghetti noch ein bisschen weiter und können sonst zu weich werden.
    7. Die gekochten Spaghetti und die andere Hälfte der Basilikumblätter zur Tomatensoße geben. Eine halbe Minute lang rühren und die Soße gut mit den Nudeln vermischen.
    8. Die Pasta auf dem Teller mit Basilikumblättern dekorieren.

    Anmerkung:

    Dieses Rezept ist auch bei Veganern und Vegetariern beliebt.

    Mehr zur vegetarischen neapolitanischen Küche im Italien-Blog: Vegetarisch unterwegs in Neapel

  • Spaghetti mit Spinat, Oliven, Kapern und Sardellen

    Durch Oliven, Kapern und Sardellen bekommt dieses leichte Pastagericht mit Spinat ein besonderes Aroma.
    Falls man die Zubereitungsdauer dieses einfachen Rezeptes verkürzen möchte, kann man auch tiefgekühlten Spinat verwenden.

    Man benötigt Salzkapern (keine Essigkapern!). Sie sind in Feinkostgeschäften oder gut sortierten Supermärkten erhältlich.

    Zutaten:

    (2 Personen)

    400 g frischen Spinat (oder 250 g tiefgekühlten Spinat)
    160 g Spaghetti
    1 Knoblauchzehe
    4 – 5 Sardellen (gesalzen und in Öl eingelegt)
    ca. 8 schwarze Oliven
    ca. 5 – 6 Salzkapern
    Kalt gepresstes Olivenöl
    Salz, Peperoncino

    Zubereitung:

    1. Den frischen Spinat waschen, verlesen und die Wurzeln entfernen. In einem Topf mit gesalzenem Wasser gar kochen. Das Wasser abschütten und den Spinat in einem Sieb ausdrücken. Bei Verwendung von tiefgekühltem Spinat wird dieser nach Packungsanweisung aufgetaut.
    2. Einen großen Topf mit Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Salz in das kochende Wasser geben, die Spaghetti hinzufügen und kurz danach umrühren.
    3. Die Spaghetti laut Packungsanweisung al dente kochen.
    4. Während die Spaghetti kochen, erhitzt man das Olivenöl in einer tiefen Pfanne und gibt die geviertelte Knoblauchzehe hinzu. Den Knoblauch solange anbraten, bis er „blond“ (nicht braun) ist.
    5. Die klein geschnittenen Sardellen zum Olivenöl geben und anbraten.
    6. Den gekochten Spinat, die Oliven und Kapern in die Pfanne zum Knoblauch und den Sardellen geben. Mit Peperoncino würzen. Alles leicht anbraten.
    7. Die gekochten Spaghetti direkt mit einer Spaghettizange aus dem Topf nehmen und in die Pfanne zum Spinat geben. Alles gut vermischen und servieren.

    Buon appetito!