Schlagwort: Fisch

  • Fischfilets mit Tomaten, Oliven und Kapern

    Fischfilets mit Tomaten, Oliven und Kapern

    Das Rezept mit dem italienischen Namen „Filetti di pesce con pomodoro, olive e capperi“ eignet sich gut für Fischsorten, die keinen intensiven Geschmack haben und deshalb in einer würzigen Soße gekocht werden sollten. Deshalb kann man es auch gut für tiefgefrorenen Fisch verwenden.

    Auch allen Köchinnen und Köche, die keine Erfahrung mit der Zubereitung von Fisch haben, wird dieses einfache Rezept gelingen.

    Salzkapern kommen aus Süditalien und sind in Feinkostläden erhältlich. Sie sind nicht zu verwechseln mit Essigkapern. Will man auf sie verzichten, muss man Salz hinzugeben.

    Zutaten

    ( 4 Personen)

    4 Fischfilets (z.B. Kabeljau oder Rotbarsch)
    1 Dose geschälte Tomaten oder 500 g frische reife Tomaten (für 500 g Fisch)
    1 große Zwiebel Salzkapern (keine Essigkapern)
    10-12 schwarze Oliven
    Glatte Petersilie
    Olivenöl extra vergine
    Salz (falls keine Salzkapern vorhanden sind)
    Pfeffer
    Etwas trockener Weißwein (falls vorhanden)

    Zubereitung

    1. In einer großen Deckelpfanne ca. 4 Essl. Olivenöl erhitzen und die in halbe Ringe geschnittene Zwiebel darin glasig dünsten. Mit etwas Weißwein ablöschen.
    2. Die Dosentomaten mit ihrem Saft bzw. die geviertelten frischen Tomaten sowie Oliven und Salzkapern hinzufügen.
    3. Die Soße bei geschlossenem Deckel auf niedriger Stufe köcheln lassen, bis die Tomaten gar sind. Deckel abnehmen und das überschüssige Wasser verkochen lassen.
    4. Die Filets in die Pfanne legen und bei geschlossenem Deckel ca. 5 – 10 Min. (je nach Filetdicke) bei niedriger Stufe garen. Falls es notwendig sein sollte, kann man die Filets nach etwa 2 Min. umdrehen. Darauf achten, dass sie beim Wenden nicht zerfallen.
    5. Mit gehackter Petersilie bestreuen und servieren. Nach Geschmack mit schwarzem Pfeffer würzen.

    Wenn die Filets als einzige Speise serviert werden, kann man dazu Reis oder Salat und Weißbrot reichen.
    Falls sie als „secondo piatto“ serviert werden, genügt ein Salat als Beilage.

    Buon Apetito!

    Anmerkung

    Variante „Alla pizzaiola“

    Statt der Zwiebel verwendet man Knoblauch und 4 Sardellenfilets, um dem Öl mehr Geschmack zu geben. Man verzichtet auf den Wein. Zusammen mit dem Knoblauch wird auch etwas Peperoncino angebraten (natürlich wird dann kein schwarzer Pfeffer hinzugegeben). Bevor man die Fischfilets in die Tomatensoße gibt, wird die Soße mit einer Brise Origano gewürzt. Petersilie am Ende nicht mehr hinzufügen.

  • Farfalle-Pasta mit geräuchertem Lachs (Farfalle al salmone)

    Farfalle-Pasta mit geräuchertem Lachs (Farfalle al salmone)

    Dieses Gericht kann schnell zubereitet werden und schmeckt köstlich. Besonders dekorativ ist die Verwendung bunter Farfalle-Nudeln, die wie kleine Schmetterlinge aussehen.

    Als Variante kann man zusätzlich etwas Sahne unter die Nudeln mischen. Die Zugabe von Sahne empfiehlt sich insbesondere bei der Verwendung der Nudelsorte Farfalle (Schmetterlingsnudeln) und bei der Zubereitung mehrerer Portionen.

    Falls man die Sorte Pennette Rigate (geriffelte Röhrchennudeln) bevorzugt, kann auf die Sahne verzichtet werden.

    Zutaten

    (4 Personen)

    320 g Pennette Rigate
    150 g geräucherter Lachs
    1 Knoblauchzehe
    Olivenöl kalt gepreßt
    Pfeffer, Salz
    Glatte Petersilie zum Anrichten

    Zubereitung

    1. In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen.
    2. Knoblauchzehe vierteln und im Olivenöl anbraten, bis der Knoblauch „blond“ wird (nicht bräunen!). Aus dem Öl herausnehmen.
    3. Wasser für die Pasta in einem Topf zum Kochen bringen.
    4. Salz und Pasta hinzugeben und umrühren.
    5. In der Zwischenzeit den Lachs klein schneiden und in die Pfanne geben. Bei mittlerer Temperatur 3-4 Minuten anbraten.
    6. Die fertig gekochte Pasta (al dente und gut abgetropft) in die Pfanne geben und gut mit dem Lachs verrühren.
    7. Mit einer Brise Pfeffer servieren und mit Petersilienblättern dekorieren

    Anmerkung

    Variante 1 – Wodka, Whiskey oder Rum

    In einigen modernen Varianten des Rezepts wird zum Lachs (am Ende des Schritts 5) ein Spritzer Wodka oder ein anderer Likör hinzugegeben, den man verdunsten lässt. Das gibt dem Gericht einen raffinierten Geschmack. Dies ist allerdings kein traditionelles Rezept; man kann es in jungen modernen Lokalen finden.

    Variante 2 – Sahne

    Die Zubereitung des Gerichts mit Sahne ist ein klassisches Rezept. Der Knoblauch wird durch Schalotten oder Lauch ersetzt und es kann Butter anstelle des Öls verwendet werden (aber da schon Sahne verwendet wird, bevorzuge ich Öl). Sobald der Lachs leicht angebraten ist (am Ende des Schritts 5), wird die Sahne hinzugegeben und danach verrührt. Dann wird die Pasta schnell in die Pfanne gegeben und alles gut vermischt. In Trend-Lokalen kann man das Rezept mit Wodka auch in dieser Variante finden!

     

     

  • Fisch im verrückten Wasser (Pesce all’acqua pazza) – Rezept

    Das Rezept für „pesce all’acqua pazza“ ist in den letzten Jahrzehnten wieder in Mode gekommen. Es handelt sich dabei aber um ein sehr alte Zubereitungsart, die schon Cavalcanti vor 150 Jahren in seinem Kochbuch unter dem Namen „Pesce a lo tiano“ (Fisch in der Pfanne) beschrieben hat.

    Das Rezept hat seinen Ursprung auf der Insel Ponza und am Golf von Neapel, es ist aber typisch für die ganze süd-tyrrhenische Küste. Der Name kommt wahrscheinlich von einem Protest des meridionalen Volks gegen die Steuer auf Salz im 19. Jahrhundert. Salz hatte in der damaligen Epoche vor allen Dingen für das kleine Volk, das sich vorwiegend von Gemüse und wenig Fleisch ernährte, einen hohen Stellenwert.

    Der Protest bestand in einer „verrückten“ Lösung: man verwendete das salzige Meerwasser zum Kochen der Speisen! Die Verwendung von Meerwasser zur Speisenzubereitung oder für das „spugnare le freselle“ (einweichen der „freselle“ – einer für den Süden typischen trockenen Brotart) findet man in vielen Zeugnissen der alten neapolitanischen Kultur. Die Fischer haben vor ihren langen Reisen das Brot getrocknet und im Ofen geröstet. Während ihrer Reise haben sie es dann im Meerwasser eingeweicht und somit gleichzeitig gesalzen.

    Zutaten

    (4 Personen)

    1 kg Fisch oder 4 Fischfilets
    3-4 EL Olivenöl extra vergine
    1/2 Zwiebel
    1 Knoblauchzehe
    250 g Kirschtomaten
    1/2 Glas trockener Weißwein
    Salz, Pfeffer
    Glatte Petersilie

    Zubereitung

    1. Den Knoblauch in Olivenöl anbraten, bis er blond wird. Dann den Knoblauch herausnehmen.
    2. Die Zwiebel fein hacken und im Olivenöl glasig dünsten.
    3. Die Tomaten halbieren und hinzugeben.
    4. Wein, ein kleines Glas Wasser und Salz hinzufügen und 2-3 Minuten kochen lassen.
    5. Den Fisch zusammen mit der Petersilie und Pfeffer hinzugeben und 10-15 Minuten kochen lassen. Wasser zum Fertiggaren des Fischs hinzufügen, falls es notwendig sein sollte. Dabei aber darauf achten, dass die Soße nicht so flüssig wird.
    6. Mit frischer gehackter Petersilie bestreuen und servieren.

    Man kann zu diesem Gericht Bruschetta reichen, die in das Acqua Pazza eingetaucht wird. Als Getränk eignet sich gut gekühlter trockener Weißwein.

    Es gibt viele Varianten dieser Soße und ihre Wahl hängt auch von der verwendeten Fischsorte ab. Die Basis ist jedoch immer die Verwendung von Wasser, das zur Verlängerung der Soße und zum Fertiggaren des Fischs verwendet wird.

    Anmerkung

    Es gibt viele Varianten dieser Soße und ihre Wahl hängt auch von der verwendeten Fischsorte ab. Die Basis ist jedoch immer die Verwendung von Wasser, das zur Verlängerung der Soße und zum Fertiggaren des Fischs verwendet wird.

    Variante 1

    Das Wasser kann aus dem Sud von 1 kg gekochten und mit Weißwein abgelöschten Venusmuscheln gewonnen werden.

    Variante 2

    Wenn man Filets oder weniger geschmacksintensive Fische verwendet, kann der Fisch gleich nach dem Herausnehmen des Knoblauchs in den Topf gegeben werden. Den Fisch von beiden Seiten für 2-3 Minuten anbraten und dann mit Wein ablöschen. Danach die Tomaten zusammen mit Salz und Pfeffer hinzufügen und 2-3 Minuten umrühren. Danach gibt man ein kleines Glas Wasser hinzu, um das Garen der Fisches zu vervollständigen.

    Variante 3

    Wer keinen Knoblauch mag, kann nur die Zwiebel (in diesem Fall eine ganze Zwiebel) verwenden.