Schlagwort: Fleisch

  • Rinderrouladen in Tomatensoße (Braciole napoletane al ragù)

    Diese Rouladen in Tomatensoße sind ein typisches Sonntagsessen in Neapel. Sie haben eine Füllung aus Petersilie, Parmesan, Pecorino romano und Pinienkernen. Mit der Soße werden Makkaroni angerichtet.

    Braciole al ragù gehören zu den traditionellen neapolitanischen Sonntagsspeisen, genau wie das klassische Ragù napoletano. Sie werden als zweiter Gang serviert. Vorher gibt es Makkaroni (ital. Maccheroni), die mit der Tomatensoße der Rouladen angerichtet werden. So spart man sich das Kochen einer zweiten Soße.

    Das Wort braciola bedeutet nur in Neapel und anderen süditalienischen Regionen Roulade. In Norditalien ist damit ein Kotelett oder ein Grillsteak gemeint. In traditionellen neapolitanischen Rezepten wird lardo, ein besonders gereifter fetter Speck, in die Füllung gegeben. Er gibt ein besonders intensives Aroma, macht das Gericht aber etwas schwer.Tipp: Es darf nur wenig Knoblauch zur Füllung gegeben werden, damit der Knoblauchgeschmack nicht dominiert. Wer keinen Knoblauch mag, kann ihn auch weglassen.

    Zutaten:

    (6 Personen)

    6 dünne Rinderrouladen (kein Kalbfleisch verwenden)

    Für die Füllung
    100 g rohen Schinken oder Speck in dünnen Scheiben
    1 Knoblauchzehe
    3 EL geriebenen Parmesan und Pecorino romano
    50 g Rosinen
    50 g Pinienkerne
    Glatte Petersilie
    Salz, Pfeffer

    Für die Tomatensoße:
    1 Flasche passierte Tomaten (700 ml)
    Olivenöl
    Tomatenmark
    1 Zwiebel
    1 Gläschen Rotwein

    Zubereitung:

    Füllung:
    1. Schinken in schmale Streifen schneiden, Knoblauchzehe fein hacken und Petersilie klein schneiden.
    2. Schinken, Knoblauch, Rosinen, Pinienkerne und die gehackte Petersilie gleichmäßig auf den Rouladen verteilen.
    3. Pecorino romano und Parmesan reiben oder in kleine Stückchen hacken und auf den Rouladen verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
    4. Rouladen einrollen und mit Klammern oder Stäbchen schließen.

    Zubereitung der Tomatensoße und des Fleischs:
    1. Zwiebel hacken und Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel ins Olivenöl geben und glasig dünsten
    2. Rouladen zu den Zwiebeln geben und zehn Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Dabei zwei Mal wenden. Mit einem kleinen Gläschen Rotwein ablöschen.
    3. Die passierten Tomaten, einen EL Tomatenmark und etwas Salz hinzugeben.
    4. Rouladen in der Tomatensoße bei geschlossenem Topf ca. 1,5 Stunden auf niedrigster Stufe köcheln lassen.
    5. Rouladen aus der Soße nehmen und die Tomatensoße mindestens noch zwei Stunden köcheln lassen (siehe ragù napoletano), bis die Soße dunkel und glasig wird. Danach die Rouladen wieder zur Soße geben und zehn Minuten erwärmen.

  • Rindsschnitzel nach Pizzaiola-Art (Fettine alla pizzaiola)

    Für dieses neapolitanische Rezept werden typische Pizza-Zutaten (Tomaten, Oregano, Olivenöl) zur Zubereitung von Rindfleisch in Tomatensoße verwendet.

    Es empfehlen sich dünne Rouladenscheiben vom Rind. Die Zubereitung der „Fettine alla pizzaiola“ ist sehr einfach und gelingt auch Kochanfängern mühelos.

    Zutaten

    (6 Personen)

    1 kg (ca.) dünne Rindfleischscheiben (geeignet sind dünne Rouladenscheiben)
    500 g geschälte und in Stücke geschnittene Tomaten aus der Dose oder frische Tomaten
    3-4 Knoblauchzehen
    3-4 EL Olivenöl
    Salz, Pfeffer
    Oregano

    Zubereitung

    1. Tomaten in Stück schneiden und die Knoblauchzehen halbieren.
    2. Tomatensoße zubereiten: Knoblauch in Olivenöl in großer Pfanne anbraten, bis er eine blonde Farbe bekommt.
    3. Tomaten, Salz und Pfeffer hinzufügen und bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen.
    4. Rouladenscheiben halbieren (je nach Größe) und zur Tomatensoße hinzugeben. Bei größerer Hitze 15 – 25 Minuten kochen lassen und öfters wenden (die Kochzeit hängt von der Dicke der Fleischscheiben ab).
    5. Eine großzügige Brise Oregano zu den Fettine alla pizzaiola hinzufügen. Gut umrühren und noch einige Minuten köcheln lassen.

    Buon appetito!

  • Hühnchen nach Jägerart – Pollo alla cacciatore

    Hühnchen nach Jägerart – Pollo alla cacciatore

    l pollo alla cacciatore ist eine Spezialität aller italienischen Küchen, von Norden bis Süden. Die Zubereitungsart variiert leicht von Region zu Region.

    Die Grundprozedur des Rezepts ist immer dieselbe: das in Stückchen geschnittene Hähnchen wird in Olivenöl angebraten und mit Kräutern, Gemüse und einem Spritzer Wein aromatisiert. In Kampanien und vielen südlichen Regionen werden noch Tomaten hinzugegeben.

    Wenn Sie dieses Gericht in der Speisekarte eines städtischen Restaurants suchen, werden Sie es wahrscheinlich kaum finden: es ist vor allem zwischen Lazio, Kampanien und Apulien eine Spezialität der ländlichen Trattorien. Auf diese Trattorien wird man oft nur mit einem Pappschild an einem Baum aufmerksam, das die Besucher über unasphaltierte Feldwege führt. Beim Essen wird man jedoch durch den ursprünglichen Geschmack und den Duft entschädigt.

    Dieses Rezept ist eine (persönliche) Variante aus Kampanien.

    Zutaten:

    (6 Personen)

    1 Huhn 1,5 Kg
    500 g geschälte Tomaten oder frische reife Tomaten
    3 EL Olivenöl
    1 mittelgroße Zwiebel
    1 Knoblauchzehe
    1 Zweig Rosmarin
    1/2 Blatt Loorbeer
    2 Blätter Salbei
    Salz, Pfeffer
    1/2 Glas trockener Weißwein

    Zubereitung:

    1. Hähnchen in 8-10 Stücke schneiden, waschen und trocknen.
    2. Das Öl, die dünn geschnittene Zwiebel, den zerdrückten Knoblauch, Rosmarinzweig, Salbei und Lorbeer in eine Pfanne geben.
    3. Das Fleisch einige Minuten auf hoher Stufe anbraten, bis es Farbe annimmt.
    4. Wein hinzugeben und völlig verdampfen lassen.
    5. Die Temperatur herunterschalten, die Tomaten, Salz und Pfeffer hinzugeben und mit einem Deckel abdecken. 20-25 Min. kochen lassen und dann weitere 5 Min. ohne Deckel kochen, um die Reste des Wassers verdampfen zu lassen.

    Buon appetito!

    Varianten:

    1. Wein und Salbei geben dem Gericht einen delikateren und raffinierteren Geschmack, aber in der rustikalen Variante gibt es diese beiden Zutaten nicht. Wer also das Rezept der Trattorien probieren möchte, kann diese Zutaten weglassen und das Fleisch einige Minuten länger anbraten.

    2. In vielen Zubereitungsarten des Nordens verwendet man oft auch Butter, Rotwein statt Weißwein sowie Pilze statt Tomaten.

    3. Das Gericht kann mit Rosmarin-Kartoffeln als Beilage serviert werden. Im Norden wird es oft mit Polenta gereicht.