Schlagwort: Kirche

  • Die Altstadt von Amalfi und ihr schöner Dom

    Die Altstadt von Amalfi und ihr schöner Dom

    Die schöne Altstadt von Amalfi mit Bogengängen, einladenden Plätzen und bunten Souvenirgeschäften ist das beliebteste Reiseziel an der Amalfiküste. Ihr Herz ist der eindrucksvolle Dom Sant’Andrea.

    Amalfi ist einer der berühmtesten Orte Italiens und der Namensgeber der gesamten Küste. Es ist genau wie Positano eine feste Etappe jeder Rundreise an der Costiera Amalfitana (Amalfitanische Küste).

    Seine größte touristische Attraktion ist der Dom Sant’Andrea mit seiner einladenden Freitreppe. Vom Dom blickt man auf die belebte Piazza mit dem Barockbrunnen des Hl. Andreas, dem Stadtpatron von Amalfi. Seine Reliquie wird in der beeindruckenden Krypta des Doms aufbewahrt. Fast mystisch wirkt der Kreuzgang Chiostro del paradiso. Auf dem Platz vor dem Dom gibt es viele Cafés, von denen man einen Blick auf das schöne Bauwerk und seine wunderbare Mosaikfassade aus dem 18. Jh. hat.

    Bogengänge spenden Schatten

    Die Besonderheit der kleinen Altstadt sind die mit Häusern überbauten Bogengänge (supportico), unter denen es im Sommer angenehm kühl ist. Unter dem Supportico Rua lockt die Dolceria dell’Antico Portico mit leckeren Süßspeisen und Kuchen. In vielen Geschäften wird Limoncello verkauft, ein erfrischender und aromatische Zitronenlikör. Ein beliebtes Souvenir ist die bunte Vietri-Keramik aus Vietri sul mare, DEM Keramikort an der Costiera Amalfitana.

    Amalfi war im frühen Mittelalter eine der vier italienischen Seerepubliken

    und berühmt für die Pasta-Produktion und Papierherstellung. Bis Mitte des 19. Jh. waren alle Orte an der Küste nur über den Seeweg zugänglich, bis schließlich die weltberühmte Küstenstraße Amalfitana den weißen Steilhängen abgerungen wurde. In der Hauptsaison wird die Stadt von vielen Touristengruppen mit Reisebussen besucht, deshalb eine Besichtigung besser abends oder in der Nebensaison einplanen.

    Tipp: Papiermuseum „Museo della carta“ in Amalfi

    Beim Besuch des Papiermuseums in einer ehemaligen mittelalterlichen Papierfabrik kann man Arbeitsgeräte und antike Bücher über die Papierherstellung besichtigen. Highlight für Familien: Bei der Führung dürfen die Kinder selbst Papier schöpfen.

    Hoteltipps im Zentrum von Amalfi

    Residenza Luce – Charmante Pension an der Piazza del Duomo in Amalfi
    Hotel La Bussola* – 4-Sterhne-Hotel in der Nähe vom Dom mit herrlichem Blick

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  • Die schönsten Bauwerke und Museen auf der Insel Capri – Kirchen, Villen und Ausgrabungen

    Die schönsten Bauwerke und Museen auf der Insel Capri – Kirchen, Villen und Ausgrabungen

    Schon die Römer der Antike schätzten Capri als Urlaubsort und haben dort ihre Spuren hinterlassen. Eindrucksvolle Villen, interessante Museen und charakteristische Kirchen in Capri und Anacapri warten darauf, entdeckt zu werden.
    Hier einige der schönsten Bauwerke und Sehenswürdigkeiten auf Capri.

    Kirchen, antike Villen, Ruinen, Museen und eine Karthause in Capri und Anacapri

    Villa Jovis

    Diese Villa wurde einst vom Kaiser Tiberius erbaut. Noch heute kann man die eindrucksvollen Ruinen des Gebäudes auf dem Monte Tiberio besichtigen. Die Legende besagt, dass der Kaiser seine Feinde von dem Felsvorsprung (Belvedere del Salto di Tiberio) neben dem Eingangstor hinabwerfen ließ. Das Bauwerk auf Capri hatte ungefähr 300 Zimmer, die sich auf einem Areal von 7000 m² verteilten. Hier befanden sich die Häuser der Bediensteten, Gärten, Terrassen, Brunnen und Bäder. Die Villa war mit Marmor und Mosaikfußboden reich dekoriert. Einige Dekorationen wurden genutzt, um die Kirche S. Stefano an der Piazza Umberto und die Kirche S. Costanzo (Marina Grande) auszuschmücken. In der Nähe gab es den Turm Torre del Faro, von dem man sagt, dass er nur einige Tage vor Tiberius Tod eingestürzt sei.
    Via Tiberio, 80073 Capri, www.capritourism.com

    Villa San Michele – Anacapri

    Sie ist eines der Highlights und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Capri! In der weiß getünchten Villa in großartiger Lage ist ein Museum mit Kunstsammlungen und Antiquitäten des schwedischen Arztes und Schriftstellers Axel Munthe (1857 – 1949) untergebracht. Munthe wurde berühmt durch sein in 50 Sprachen übersetztes Werk „Buch von San Michele“. Er lebte mit Unterbrechungen mehr als 56 Jahre auf Capri. Die Villa war das Wohnhaus Munthes mit der er seinen Traum verwirklichte. Dazu gehört ein herrlicher Terrassengarten. Von dort und vom zugehörigen Café Casa Oliv auf dem Dach hat man einen wunderbaren Blick auf den Golf von Neapel.
    V.le Axel Munthe 34, 80071 Anacapri, villasanmichele.eu

    Kirche San Michele – Anacapri

    Kleine Barockkirche in Anacapri. Der farbenfrohe Majolikafußboden von Leonardo Chiaiese ist eines der schönste Werke der neapolitanischen Architektur des 18. Jh. Er zeigt die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies.
    Piazza San Nicola, 80071 Anacapri, www.chiesa-san-michele.com

    Kirche San Costanzo (Maria Santissima della Libera)

    Diese Kirche ist San Costanzo, dem Schutzpatron von Capri, geweiht. Sie wurde zwischen dem 10. und 11. Jh. erbaut und vereinigt die Baustile drei verschiedener Epochen.
    Via Marina Grande, 80076 Capri

    Ehemalige Kathedrale San Stefano

    Die Barockkirche wurde 1685 erbaut. Am Altar befindet sich ein schöner Marmorfußboden aus der Villa Jovis.
    Via l’Abate, 80076 Capri

    Certosa di San Giacomo

    Die Karthause aus dem 14. Jh. ist mehrmals wieder aufgebaut worden. Sehenswert ist der kleine Kreuzgang mit byzantinischen und römischen Kapitellen sowie der große Kreuzgang aus dem 16. Jahrhundert. Vom wilden Garten kann man einen Blick auf die Faraglioni erhaschen. Das dort untergebrachte Museum Diefenbach beherbergt eindrucksvolle und mystisch anmutende Gemälde.
    Via Certosa 1, 80073 Capri, www.beniculturali.it/luogo/certosa-di-san-giacomo

     

  • Neapel: Blutwunder von San Gennaro hat sich ereignet – September 2022

    Am 19.09.2022, dem Festtag des San Gennaro, hat sich im Dom von Neapel wieder das Blutwunder ereignet.

    In Neapel ist man glücklich darüber, dass sich auch in 2022 am Festtag des San Gennaro das sogenannte Blutwunder ereignet hat. Am 19. September 2022, um 9.26 Uhr, hat sich das Blut des Heiligen im Dom von San Gennaro in seiner Ampulle verflüssigt.

    Vom Altar bestätigte es der Bischof unter dem Applaus von 2000 Gläubigen. „Viva San Gennaro“ riefen sie freudig! In der überfüllten Kathedrale waren unter anderem auch der Außenminister Luigi di Maio und der Kulturminister Dario Franceschini anwesend.

    Die Verflüssigung des Bluts des in Neapel innig verehrten Stadtpatrons San Gennaro (dt. Heiliger Januarius) bedeutet Glück für die Zukunft der Stadt Neapel. Bleibt es hingegen aus, gilt dies traditionell als schlechtes Omen.

  • Die Evangelische Kirche auf der Insel Capri

    Die Evangelische Kirche auf der Insel Capri

    Die berühmte Insel Capri war bereits im 19. Jahrhundert ein beliebtes Touristenziel der Mittel- und Nordeuropäer. Die vielen Besucher von Capri, berühmte Persönlichkeiten, Industrielle und Touristen, haben auch ihre Religion auf die Insel mitgebracht.

    Katholische Christen können Ihre Andacht in den einheimischen Kirchen halten, die alle der Erzdiözese Sorrent zugehören. Für alle anderen Christen steht die Evangelische Kirche in der Via Tragara (Ecke Via Giuliana) offen, eingeweiht am Heiligen Abend 1899.

    Der Kirchbauverein für die Urlaubsorte der gut situierten Deutschen war in der wilhelminische Ära dafür zuständig, die Deutschen an Ihren Sonnenzielen mit Gottesdiensten zu versorgen. Der Großteil der Kosten für die kleine Evangelische Kirche in Capri wurde von zwei Frankfurter Bankiers gespendet.

    In den Sommermonaten entsendet die Evangelische Kirche in Deutschland Urlaubsseelsorger nach Capri.

    Infos über die Evangelische Kirche auf Capri:
    Comunità Evangelica Luterana di Napoli, Via Pontano 1, 80122 Napoli
    und
    Verein Freunde der Deutschen Evangelischen Kirche auf Capri e.V., 68161 Mannheim

    Fotos mit freundlicher Genehmigung der Comunità Evangelica Luterana di Napoli.

  • Schätze Italiens: UNESCO-Weltkulturerbe in Kampanien

    Schätze Italiens: UNESCO-Weltkulturerbe in Kampanien

    In Kampanien gibt es viele Sehenswürdigkeiten und Orte, die zum Welterbe der UNESCO gehören. Besonders bekannt sind die Amalfiküste, die Ausgrabungen von Pompeji und das Schloss von Caserta.

    Die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) verleiht den Titel Weltkulturerbe an weltbedeutende Stätten und Naturlandschaften. Nach Definition der UNESCO sind sie „Zeugnisse vergangener Kulturen, künstlerische Meisterwerke und einzigartige Naturlandschaften, deren Untergang ein unersetzlicher Verlust für die gesamte Menschheit wäre.“ Italien und die Region Kampanien erfreuen sich zahlreicher solcher wunderbarer Stätten.

    Diese Sehenswürdigkeiten, Regionen und Orte in Kampanien gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe (World Heritage):

    Altstadt von Neapel (centro storico)
    Schloss von Caserta und Schlosspark (Reggia di Caserta), Aquädukt von Vanvitelli und San Leuco
    Nationalpark Cilento mit Valle di Diano, Velia, der Certosa di Padula und die antike Tempelstadt Paestum
    Amalfiküste, eine der schönsten Küstenlandschaften der Welt
    Archäologische Ausgrabungen von Pompeji und Herculaneum (Ercolano). Die beiden antiken Städte wurden vor fast 2000 Jahren beim Ausbruch des Vesuvs verschüttet. Ihre Ausgrabungen zählen zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Italiens.
    Kirche Santa Sofia in Benevento

    Zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe gehört die großartige Kunst der neapolitanischen Pizzabäcker („pizzaiuoli“)!

  • Zeitreise durch eine antike Einkaufsstraße in Neapel: Die Ausgrabungen von San Lorenzo Maggiore

    Zeitreise durch eine antike Einkaufsstraße in Neapel: Die Ausgrabungen von San Lorenzo Maggiore

    Eine Besichtigung der unterirdischen Ausgrabungen von San Lorenzo Maggiore (Scavi di San Lorenzo Maggiore) ist ein absolutes Highlight einer Städtetour nach Neapel. Hier kannst du eine faszinierende Zeitreise in eine antike Marktstraße unternehmen, die unter der Altstadt verläuft.

    Mitten in der Altstadt von Neapel gelangt man eine andere Zeit. Neben der wunderschönen Kathedrale San Lorenzo Maggiore befindet sich der Eingang zu den unterirdisch gelegenen Resten eines römischen Markts des antiken „Neapolis“, den Besucher bei einer Führung besichtigen können.

    Die Scavi di San Lorenzo Maggiore liegen im Zentrum der Altstadt

    An der Piazza San Gaetano befindet sich der Eingang zu den 10 Meter unter der Erde liegenden Ausgrabungen. Zu sehen sind ein römischer Markt und faszinierende Überreste einer antiken Straße mit Läden. In dieser von Bögen überrankten „Fußgängerzone“ gibt es eine Bäckerei mit einem gut erhaltenen Kuppelofen und Gegenstände des damaligen Alltags zu bestaunen. Der Markt wurde im fünften Jahrhundert n. Chr. bei einer Überschwemmung unter Schlamm begraben und blieb – wie so viele Geheimnisse unter den Straßen Neapels – lange Zeit vor den Augen der Menschen verborgen.

    Die Ausgrabungen sind Teil des Komplexes „La Neapolis Sotterratta“,

    zu dem auch ein Museum und eine der ältesten Kirchen von Neapel gehört: Die wunderschöne Chiesa di San Lorenzo Maggiore (kostenlos zugänglich). Unter der Kirche sind Baureste einer im sechsten Jahrhundert entstandenen frühchristlichen Basilika, die dem heiligen Laurentius geweiht wurde. Teile dieser Reste kann man durch Glasscheiben im Boden der Kirche sehen.

    Der Zugang zur Kirche und den archäologischen Ausgrabungen ist an der Piazzetta San Gaetano.

    Tipp: Eine Besichtigung lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die Altstadt und die bekannte Krippenstraße Via San Gregorio Armeno verbinden.

    Eintrittskarten

    Tickets gibt es hier:

    Scavi di San Lorenzo Maggiore und Neapolis Sotterrata Ticket

    Anreise

    Die nächsten U-Bahn-Stationen der L1 sind Piazza Dante oder Duomo. Von dort geht es zu Fuß zu den Ausgrabungen an der Piazzetta San Gaetano, die an einer Abzweigung der Via dei Tribunali liegt.

    Adresse
    Scavi di San Lorenzo Maggiore, Via Tribunali 316, 80138 Napoli, www.laneapolissotterrata.it

     

  • Das Blutwunder des San Gennaro in Neapel

    Jedes Jahr hofft man im Dom von Neapel darauf, dass sich das Blut des Stadtpatrons San Gennaro verflüssigt. Das Blutwunder tritt nach dem Volksglauben nur auf, wenn für Neapel eine glückliche Zukunft zu erwarten ist. Tatsächlich ist es vor dem schweren Erdbeben im Jahr 1980 ausgeblieben, bei dem über 2000 Menschen ihr Leben verloren.

    San Gennaro (dt. „Heiliger Januarius“) ist der Stadtpatron von Neapel und die wichtigste Heiligenfigur der Einheimischen. Sie pflegen ein sehr persönliches Verhältnis zu San Gennaro, das nicht von religiöser Demut geprägt ist und tragen ihm ihre Wünsche mit Liebe vor. Doch wehe er erfüllt sie nicht!

    Nach der Legende wurde das Blut des im Jahr 305 enthaupteten Märtyrers nach seinem Tod von einer Frau in einer Phiole aufgefangen. Schon in früheren Jahrhunderten soll es sich verflüssigt haben. Bis heute gilt das Eintreten des Blutwunders als glücksverheißendes Omen für den Golf von Neapel. Vor Katastrophen ist es tatsächlich einige Male ausgeblieben, etwa beim Ausbruch der Cholera 1973 oder vor dem schweren Erdbeben im Jahr 1980.

    Die Messen im Dom S. Gennaro von Neapel folgen seit Jahrhunderten dem gleichen Ritual

    Die silberne Büste des Stadtpatrons wird neben dem Altar aufgestellt. Vom abate del tesoro wird die Phiole mit dem Blut den Gläubigen gezeigt und dabei gedreht. Kurz danach beginnen die traditionellen Gebete der parenti di San Gennaro. Das sind die sogenannten Verwandten des San Gennaro, eine Gruppe gläubiger Frauen auf den vorderen Bänken.

    Die Gebete steigern sich in ekstatischer Form, bis sich das Blut verflüssigt. Unter dem Jubel und Applaus der Gläubigen beginnen die Domglocken zu läuten. Viele Kirchenbesucher drängen sich um den Altar, um die Ampulle mit dem Blut zu küssen.

    Religion oder Aberglaube?

    Am stets überfüllten Gottesdienst im Dom von Neapel nehmen hohe kirchliche und politische Würdenträger teil. Bis heute wurde das Blutwunder aber nicht offiziell von der katholischen Kirche anerkannt. Sie toleriert jedoch den tief verwurzelten Volksglauben der Neapolitanerinnen und Neapolitaner.

    Messen für das Blutwunder finden am 19. September, am ersten Mai-Wochenende und am 16. Dezember statt. Das Blutwunder am 19. September, dem Festtag des San Gennaro, hat für die Gläubigen die größte Bedeutung.

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  • Dom des Heiligen Januarius: Ort des Blutwunders von Neapel (Duomo di San Gennaro)

    Dom des Heiligen Januarius: Ort des Blutwunders von Neapel (Duomo di San Gennaro)

    In der historischen Innenstadt von Neapel erhebt sich der beeindruckende Dom. Jährlich finden dort feierliche Gottesdienste statt, die das faszinierende Blutwunder zelebrieren. Voller Hingabe sprechen die Gläubigen ihre Gebete, um die Verflüssigung des kostbaren Märtyrerblutes zu erbitten.

    Der prachtvolle Dom von Neapel wird von den meisten Neapolitanern Duomo di San Gennaro genannt, nach dem vom Volk verehrten Schutzpatron der Stadt. Eigentlich heißt die bekannteste Kirche von Neapel aber Cattedrale di Santa Maria Assunta. Denn als sie am Ende des 13. Jh. unter Karl D’Angiò erbaut wurde, hat man sie eigentlich der Madonna dell’Assunta gewidmet.

    Die prächtige Struktur des Doms besteht aus drei Schiffen

    und ist reich mit barocken Elementen verziert. Innerhalb der Mauern des Bauwerks ruhen die Gräber sowohl geistlicher als auch weltlicher Herrscher. Besonders beeindruckend ist die geschmückte Kapelle Santa Restituta, erbaut im Jahr 320 als erste christliche Basilika in Neapel. Von dieser Kapelle aus kann man zu den archäologischen Ausgrabungen unter dem Dom gelangen sowie zum Taufbecken, das von einer eindrucksvollen Kuppel mit kunstvollen Mosaiken bedeckt ist.

    An der Inschrift vor dem rechten Seitenschiff an der Kapelle des Schatzes von San Gennaro erkennt man die Liebe des Volkes zu seinem Stadtpatron:
    „Dem heiligen Januarius, durch das Wunder seines Blutes vor Hunger, Krieg, Pest und dem Feuer des Vesuvs gerettet, Neapel, seinem Mitbürger, Patron, Beschützer.“

    Seit 1646 befindet sich die Ampulle mit dem getrockneten Blut des San Gennaro in dieser Domkapelle (Cappellla del tesoro di San Gennaro) am rechten Seitenschiff. Sie ist seit Ende des 15. Jh. der Ort des von einer ekstatischen Zeremonie begleiteten Blutwunders. Jedes Jahr im Dezember, Mai und September am wichtigen Festtag des San Gennaro beten Gläubige für die Verflüssigung des Blutes. Tritt es ein, ist das nach dem Volksglauben ein glücksverheißendes Zeichen für Neapel.

    Auch toll: Spaziergang auf dem Dach des Doms mit Traumblick

    Das Blutwunder soll sich erstmals 313 n. Chr. ereignet haben

    San Gennaro war Bischof von Benevent und wurde während der Christenverfolgungen im Jahr 305 n. Chr. von Diokletian enthauptet. Nach der Legende fing eine Frau das Blut des Märtyrers direkt nach seinem Tod in einer Ampulle auf. Die Gebeine und das Blut des Märtyrers wurden in den Katakomben San Gennaro beigesetzt. Im 9. Jh. befanden sich seine sterblichen Überreste und das Blut in einer Kapelle neben einer Kirche, an deren Stelle im 14. Jh. der Dom errichtet wurde.

    Tipp: Neben dem Dom kann das einzigartige Museum mit dem Schatzes des Heiligen Januarius besichtigt werden.

    Der Eintritt in den Dom von San Gennaro ist kostenlos. Für die Schatzkapelle „Cappella del tesoro di San Gennaro“ muss man eine Eintrittskarte kaufen. Info: www.cappellasangennaro.it

    Adresse
    Duomo di San Gennaro, Via Duomo, 147, 80138 Napoli

  • Neapel: Fest des San Gennaro (Hl. Januarius) am 19. September

    Neapel: Fest des San Gennaro (Hl. Januarius) am 19. September

    Am 19. September jeden Jahres feiert Neapel seinen Stadtpatron San Gennaro. Im Dom von Neapel warten gespannt die Gläubigen auf das Blutwunder, das nach dem Volksglauben eine glückliche Zukunft für die Stadt verspricht.

    Das Fest von San Gennaro ist ein wichtiger Festtag für Neapel. Im Dom von Neapel beten die Gläubigen für das Eintreten des Blutwunders des Heiligen Januarius (ital. San Gennaro). Nach dem Volksglauben verspricht es Glück für den Golf von Neapel, sein Ausbleiben wird als schlechtes Omen gewertet.

    Der Stadtpatron San Gennaro ist die wichtigste Heiligenfigur Neapels

    Nach einer Legende wurde das Blut des im Jahr 305 enthaupteten Märtyrers von einer Frau direkt nach seinem Tod aufgefangen. Es wird in der größten Kirche Neapels, dem Duomo di San Gennaro, aufbewahrt.

    Vor dem Gottesdienst werden in einer Prozession Heiligenfiguren durch die Altstadt von Neapel getragen. Angeführt wird die Prozession von der Silberbüste des San Gennaro, gefolgt von der Heiligen Teresa, Lucia und Patrizia und anderen Heiligen. Die Neapolitaner versuchen die Reihenfolge der Statuen zu erraten. Dem persönlichen Lieblingsheiligen wird besonders laut applaudiert und man hofft, dass er so einen vorderen Platz in der nächsten Prozession einnehmen wird.

    Rund um den Dom gibt es Verkaufsstände mit Süßigkeiten, Maiskolben und Maronen. Zwischen allerlei Kuriosem und Kitschigem gibt es überall kleine Figuren des Heiligen. Beliebt ist süße Torrone, eine Gebäck aus gerösteten Nüssen und Mandeln in karamellisiertem Zucker.

    Der Gottesdienst wird sehr gut besucht. Wer daran teilnehmen möchte, sollte frühzeitig kommen.
    Der 19. September war früher ein offizieller Feiertag in Neapel. Heute schließen manche Geschäfte halbtags.

    San Gennaro wird auch in New York – Manhattan gefeiert

    Die italienischen Einwanderer des 20. Jahrhunderts haben ihre Traditionen mitgebracht – und San Gennaro durfte dabei auf keinen Fall fehlen! Im September wird seit 1926 in Little Italy mit Paraden, Musik und Festen dem Stadtpatron von Neapel gedacht.

    Adresse des Doms:
    Via Duomo 147, 80138 Napoli

  • Besuch der Katakomben des San Gaudioso in Neapel

    Entdecke die  mit Fresken verzierten Katakomben des San Gaudioso unter der schönen Kirche Santa Maria della Sanità in Neapel. Tauche ein in die Geschichte dieser geheimnisvollen unterirdischen Stätte, eine einzigartige Verbindung von Spiritualität und Schönheit. 

    Die Katakomben des San Gaudioso liegen in Neapel im Stadtviertel Sanità unter der Basilika Santa Maria della Sanità und führen in die geheimnisvolle Welt unter den Straßen der Stadt. Mit den berühmten Katakomben des San Gennaro gehören sie zu den bedeutendsten in Neapel. Bestaunen kann man dort gut erhaltene typische frühchristliche Fresken und Mosaike, die schöne Darstellungen von Weinreben und Fischern zeigen. Sehr makaber sind hingegen die Ruhestätten der hier im 17. Jahrhundert beerdigten Adeligen. Bei einer Führung erfährt man, wie Totenschädel damals in den Wänden des Gewölbes ausgestellt wurden.

    Zu den Katakomben gelangt man über die wunderschön ausgestattete Kirche Santa Maria della Sanità, in der man auch neapolitanische Gemälde bewundern kann. Die Ursprünge der Anfang des 17. Jahrhunderts erbauten Kirche Santa Maria della Sanità stehen in Verbindung mit der Verehrung des San Gaudioso, einem heilig gesprochenen afrikanischen Bischof. Er ist etwa im Jahr 451 n. Chr. im Exil in Neapel gestorben. Bei den Einheimischen ist die Kirche auch bekannt als San Vincenzo „‚O Munacone“ („der große Mönch“). San Vincenzo ist der Schutzheilige des Viertels.

    Eintritt für die Katakomben von San Gaudioso

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    Anreise zu den Katakomben – wie kommt man hin?

    Am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
    Bus: Haltestelle Via s. Teresa – Ponte della Sanità, dann mit dem Aufzug runter. Alternativ: Linie C51 oder C52 (Haltestelle Piazza Sanità). Oder “Citysightseeing”-Bus, Abfahrt Piazza Municipio – Largo Castello, Linie A. Bis Haltestelle 5 (Sanità). Aufzug.
    U-Bahn L2: Haltestelle Cavour + Bus C51; C52. Haltestelle P.zza Sanità.
    Oder L 1 Haltestelle Museo + Bus R4; C63; 178 Haltestelle Via S. Teresa – Ponte della Sanità + Aufzug.
    Auto: Schnellstraße (Tangenziale), Ausfahrt Capodimonte. Parkplätze in der Nähe der Brücke “Ponte della Sanità”. Aufzug in der Mitte der Brücke nehmen (Corso Amedeo di Savoia).

    Adresse
    Catacombe di San Gaudioso, Piazza Sanità 14 (unter der Basilica Santa Maria della Sanità)
    www.catacombedinapoli.it