Schlagwort: Konditoreien

  • Süßes Neapel: Die besten Konditoreien und Cafés

    Konditoreien, Eisdielen und Espresso-Bars
    Neapel ist bekannt für seinen hervorragenden Espresso, der hier einfach „caffè“ genannt wird. Es ist üblich, eine Tasse caffè zwischendurch stehend in einer Bar zu trinken. Aber nicht nur das: Die Metropole unter dem Vesuv ist auch berühmt für süße Leckereien.

    Neapolitanische Spezialitäten sind das Gebäck Sfogliatella aus Blätterteig mit süßer Ricottafüllung und der Rumkuchen Babà. Aber auch die kleinen bunten Dolci aus der Pasticceria (Konditorei) mit Creme und Obst sind einfach lecker. An Ostern wird in Neapel der traditionelle Kuchen Pastiera verkauft. In der Weihnachtszeit sieht man in jeder Pasticceria den bunten Struffoli aus kleinen frittierten Teigkügelchen.

    Neapolitaner trinken ihren caffè am liebsten stehend in einer Bar. Doch es gibt auch Cafés, in denen man gemütlich sitzen und eine süße Leckerei genießen kann.

    Das bekannteste Café in Neapel ist das historische Gran Caffè Gambrinus

    www.grancaffegambrinus.com
    Piazza Trieste e Trento, Neapel
    Dieses elegante Café im Stil der Belle Époque ist ein Stück der Geschichte Neapels. Es liegt schräg gegenüber von der Piazza Plebiscito. Das Gambrinus wurde 1860 während des Untergangs der Bourbonen gegründet und ist seitdem Treffpunkt vom Literaten, Politikern und Künstlern. Oscar Wilde war einer der bekannten Gäste. 1938 wurde es unter Mussolini wegen antifaschistischer Opposition geschlossen und nach dem zweiten Weltkrieg wieder eröffnet.
    Beeindruckend ist die meterlange Theke mit einer riesigen Pasticceria-Auswahl: Köstliche Dolci, Sfogliatelle, Mehlspeisen und Obstsalate erfreuen das Auge und den Gaumen. Die Inneneinrichtung ist mit Stuck, Marmor und Gold verziert.

    Schöne Cafés in der Altstadt von Napoli

    Intra Moenia

    www.intramoenia.it
    Piazza Bellini 70, Neapel
    Gemütliches Literaten-Café, das in Neapel sehr bekannt ist. Köstliche Kaffeekreationen, wie etwa Caffè Nocciola – ein caffè mit Haselnussgeschmack. Viele Cocktails, Biere, Teesorten. Wintergarten mit Blick auf Piazza Bellini und die Ausgrabungen der griechisch-römischen Mauern. Das Café hat einen eigenen Verlag und bietet Bücher zum Verkauf an. Kulturelle Veranstaltungen.

    Scaturchio

    www.scaturchio.it
    Piazza San Domenico Maggiore 19, Neapel
    Referenzpunkt in Neapel für süße klassische und innovative Leckereien. Antikes Lokal, das seit dem 18. Jahrhundert für seine traditionellen neapolitanischen Dolci (sfogliatella, babà (kleine Rumkuchen), La Pastiera, Weihnachtsgebäck ) bekannt ist. Scaturchio hat mehrere Cafés in Neapel und eröffnet derzeit weitere in Panorama-Spots.

    Hier gibt es besonders leckere Sfolgiatella

    Antico forno delle sfogliatelle calde

    www.sfogliatelleattanasio.it
    Warme Sfogliatelle frisch aus dem Ofen – geht es noch leckerer?
    Allein ein Besuch der Website lohnt sich, denn dort wird in mehreren Videos die Herstellung von sfogliatelle gezeigt.

    Sfogliatella Mary

    Am Eingang der Galleria Umberto I (Seite zur Via Toledo)
    Der bekannte Stand verführt mit ofenwarmer sfogliatella in vielen Variatonen, babà (Rumkuchen) und anderen dolci.

    Pintauro

    Via Toledo 275, Neapel
    Historische Konditorei. Hier wurde einst die sfogliatella, so wie wir sie heute kennen, geboren. Erfunden wurde das Gebäck ursprünglich von Nonnen in einem Kloster an der Amalfiküste als „sfogliatella di Santa Rosa“ mit einer Amarenakirsche obendrauf. Pintauro brachte es 1818 nach Neapel, veränderte es und kreierte die heutige sfogliatella.

    Scaturchio (siehe oben).

    Die berühmte Pasticceria hat mehrere Cafés in Neapel.

    Himmlische Schokolade und Eis

    Gay Odin

    www.gay-odin.it
    Mehrere Filialen, etwa Via Toledo 214 und 427 sowie Via Luca Giordano 21
    Zwar kein Café, aber wer unterwegs ein leckeres Eis schlecken möchte oder ein süßes Mitbringsel sucht, ist hier richtig. Traditionelle Schokoladenfabrik mit vielen Geschäften in Neapel. Köstliche Schokoladenspezialitäten, Liköre und Eissorten. Sogar den Vesuv aus Schokolade gibt es.

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  • Stadtviertel: Rione Sanità in Neapel – volkstümlich und authentisch

    Stadtviertel: Rione Sanità in Neapel – volkstümlich und authentisch

    Wer Neapel gerne abseits touristischer Pfade erleben möchte, ist im Rione Sanità genau richtig. Das lebhafte Stadtviertel von Neapel hat nicht nur einen aufregenden Markt und authentische Trattorien zu bieten, sondern begeistert auch mit wunderbaren Kulturschätzen. Berühmt sind die geheimnisvollen Katakomben von San Gennaro, aber es gibt noch viel mehr zu entdecken!

    Neapels Stadtviertel sind äußerst vielseitig und keines gleicht dem anderen. Besonders beliebt bei Reisenden sind die Altstadt, das mondäne Chiaia und der Vomero. Wer Neapel hingegen gerne abseits touristischer Pfade erleben möchte, sollte das volkstümliche Rione Sanità besuchen.

    Zu den 12 TOP-Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen im Sanità-Viertel von Neapel

    Es erstreckt sich in einem Tal am Fuße des Capodimonte-Hügels und hat eine Menge Attraktionen zu bieten: Geheimnisvolle Katakomben, die wunderschöne Kirche Santa Maria della Sanità, hervorragende Pizzerien, Konditoreien und Trattorien. Dazu noch den typischen Straßenmarkt dei Vergini, tolle Streetart und das alles gepaart mit einer Prise 50er Jahre-Filmflair. Immer wieder dient das Viertel nämlich als Filmkulisse, so wie etwa für „Das Gold von Neapel“ mit Sophia Loren.

    Am Puls des Sanità-Viertels in der Via dei Vergini

    In der lebhaften Via dei Vergini ist immer etwas los. Knatternde Mopeds und hupende Autos fahren durch die enge Straße, in der sich auf dem Gehweg der „Mercato dei Vergini“ ausbreitet. Dort wird so ziemlich alles angeboten, von reizvoller Unterwäsche bis zu bunten Tellern, frischem Fisch und Pasta. Der Markt ist das Herz des von Traditionen geprägten Rione, in dem man schicke Boutiquen vergeblich sucht. Dafür gibt es hier alles, was den Gaumen glücklich macht: Familiengeführte Trattorien, in denen man die neapolitanische Küche kosten kann, ausgezeichnete Pizzerien und Bäckereien. Auch die Pasticcerie sind eine Verführung, allen voran die bei den Einheimischen beliebte Konditorei Poppella, wo die köstliche „fiocco di neve“ (Schneeflocke) erfunden wurde: ein himmlisch fluffiges süßes Stückchen, gefüllt mit Ricottacreme.

    Bekannt als „Rione di Totò“

    Überall im Viertel stößt man auf Kunstwerke mit dem markanten Gesicht des Prinzen Antonio de Curtis, auch bekannt als „Totò“. Der in Neapel beliebte Schauspieler wird auch „Prinz des Lachens“ genannt und wurde in „La Sanità“ geboren. Viele Häuserfassaden werden von seinem Konterfei geziert, etwa an der Fassade gegenüber der Taverna di Totò. Der mittlerweile verstorbene Totò hat in den 1950er und 1960er-Jahre in vielen lustigen Filmen und Theaterstücken mitgespielt, die in Neapel unvergessen bleiben.

    Wie erreicht man das Rione Sanità in Neapel mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

    U-Bahn Line 1 Haltestelle “Museo” oder U-Bahn Linie 2 Haltestelle „Cavour“
    Bus: Es gibt mehrere Buslinien, die an den Haltestellen „Museo „, „Costantinopoli“ oder „Foria Metropolitana“halten.

    La Sanità ist reich an Kulturschätzen und Geschichte

    Die meisten Reisenden kommen, um die berühmteste Attraktion von La Sanità zu besichtigen: Die Katakomben von San Gennaro. Doch das Rione hat noch viel mehr zu bieten! Die barock ausgestattete Kirche Santa Maria della Sanità ist ein Geheimtipps für Malerei-Fans. Darunter zeigen die Catacombe di San Gaudioso wunderschöne Fresken und geheimnisvoll makabre Gräber aus dem 17. Jahrhundert. Ein Juwel ist die Cappella dei Bianchi, wo seit 2019 die Skulptur des Street Artist Jago aufbewahrt wird. Inspiriert wurde sie vom „Cristo Velato“ von Giuseppe Sanmartino in der Cappella Sansevero. Wunderschöne Palazzi gibt es zu entdecken, wie den Palazzo dello Spagnuolo mit seiner beeindruckenden Treppe. Faszinierend und makaber zugleich ist der Cimitero delle Fontanelle am Rande der Sanità. In dem Friedhof stapeln sich in einer düsteren Atmosphäre Totenschädel, er ist ein Ort des tief in Neapels Kultur verwurzelten Totenkults.

    Ein Viertel im Aufschwung dank der Initiative „La Paranza“

    Trotz seiner überbordenden Fülle an Attraktionen kommt das Rione in Reiseführern oft ein bisschen kurz. Das liegt wohl daran, dass es bis vor einigen Jahren immer wieder mit Berichten über Kriminalität und die Camorra in die Schlagzeilen geriet. Doch glücklicherweise erfährt es seit einigen Jahre immer mehr Wertschätzung, vor allem dank der Cooperative Sociale „La Paranza“. Seit ihrer Gründung durch den Priester Don Antonio Loffredo in 2006 erlebt das pittoreske Viertel eine spürbare Wende zum Besseren. Viele zuvor arbeitslose Jugendliche helfen dank der Kooperative heute dabei mit, bisher verschlossene Attraktionen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und bekommen so eine Perspektive. Sie arbeiten als Reiseführerinnen, verwalten neue Bed&Breakfasts oder helfen bei Renovierungen von Sehenswürdigkeiten. Und so trifft man mittlerweile mehr Reisende im Rione Sanità als früher, auch wenn ihre Zahl noch immer überschaubar ist.

    Tour „Il Miglio Sacro“ („Die Heilige Meile“) durch das Rione Sanità in Neapel

    Wer die Attraktionen des Sanità-Viertels bestmöglich erleben möchte, kann an der 3-stündigen Führung „Il Miglio Sacro“ (in Italienisch) teilnehmen. „Die Heilige Meile“ ist eine Tour durch das Rione Sanità mit sieben faszinierenden Stationen. Darunter sind nicht nur die Catacombe di San Gennaro, sondern auch wunderschöne Kirchen und Bauten wie z.B. der Palazzo Spagnuolo und das antike Stadttor Porta San Gennaro.

    Hier man die Tour buchen: Neapel 3-stündige Führung „Die Heilige Meile“*

    Buchtipp: „Glücksorte in Neapel – Fahr hin und werd‘ glücklich“

    In unserem alternativen Reiseführer Glücksorte in Neapel, erschienen im Droste-Verlag, findet ihr tolle Ausgehtipps für das Rione Sanità – von der besten Pizzeria bis zur leckersten Konditorei. Und weil für uns das ganze Sanità-Viertel ein Glücksort ist, haben wir ihm gleich einen eigenen Beitrag gewidmet. Bestellen könnt ihr das Buch z.B. bei Amazon: „Glücksorte in Neapel“*. Über euer Feedback oder eine kurze Rezension würden wir uns sehr freuen! „Wir“, das sind die Autoren Stefanie (Herausgeberin von Portanapoli.de) und Giovanni Buommino.

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