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  • Nach Italien mit dem Wohnmobil

    Nach Italien mit dem Wohnmobil

    Malerische Landschaften, weltbekannte Kunststädte und ein großes Angebot an Campingplätzen machen Italien zu einem beliebten Reiseziel für Wohnmobilurlauber. Wer Italien von Südtirol bis Sizilien durchquert, erlebt überraschende landschaftliche Kontraste und eine große kulturelle Vielfalt.

    Anhalten, wo es am schönsten ist und unabhängig sein von festen Essenszeiten: Keine andere Urlaubsform verspricht so viel Freiheit und Flexibilität wie ein Wohnmobilurlaub. Mit einem milden Klima, unzähligen Sehenswürdigkeiten und einer riesigen Auswahl an Campingplätzen ist Italien ein ideales Land für einen Wohnmobilurlaub.

    Die lieblichen Hügel der Toskana und karibisch anmutenden Strände Sardiniens lassen sich mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen besonders gut entdecken. Im Süden Italiens locken Kalabrien und der Nationalpark Cilento mit unentdeckten Buchten abseits des Massentourismus.

    Auch die Einheimischen wissen die Schönheit ihres Landes zu schätzen: Vor allem bei Norditalienern ist der Urlaub mit dem Reisemobil sehr populär. Genau wie bei den Deutschen, wo Camping-Urlaub laut dem ADAC derzeit einen Boom erlebt. Viele große Plätze in Italien reagieren darauf mit einer Aufrüstung zum 5-Sterne-Komfort. Die zunehmende Beliebtheit dieser selbst bestimmten Urlaubsform liege auch in einer Sehnsucht nach Einfachheit, meinen Marktforscher: „Camping ist gelebtes Life-Zipping!

    Italien ist ein Land für Camping-Fans

    Es gibt eine hervorragende Infrastruktur mit gut ausgestatteten Campingplätzen. Ob auf gemütlichen Stellplätzen direkt am See oder in komfortablen Ferienanlagen an der Adria: Italien bietet für Wohnmobile und Caravans idyllische Plätze für jeden Geschmack.

    Eine beliebte Alternative zum Campingplatz ist der Agricampeggio. Manche italienische Bauernhöfe und Weingüter bieten gegen eine geringe Gebühr Stellplätze mit Stromanschluss, Waschgelegenheit und Toilette an. Mit etwas Glück findet man einen Bauernhof mit eigener Trattoria, meistens mit hervorragender lokaler Küche. Auch manche Gasthäuser stellen nach einem Abendessen gerne ihren Parkplatz zur Verfügung.

    Tipp: Campingplätze vorher reservieren

    August ist der Hauptreisemonat der Italiener. Für diesen Monat ist eine frühzeitige Buchung sehr empfehlenswert und für manche Campingplätze gelten Mindestaufenthaltsdauern. Für einige Campingplätze in Italien ist eine Online-Reservierung möglich, z.B. bei unserem Partner Booking.com.

    Gute Planung ist das A und O

    Die Online-Reservierung eines Wohnmobils erlaubt einen übersichtlichen Vergleich von Ausstattungen und Preisen. Zur Verfügung stehen zumeist leicht manövrierbare Campervans (ideal für den Urlaub zu zweit), klassische Wohnmobile, Landyachting, Pick-ups und Allrad-Camper für schwieriges Gelände. Egal, ob Online-Anmietung oder Reservierung vor Ort: In jedem Fall sollte man sich vor Abreise gut mit der technischen Ausstattung des Campers vertraut machen.

    Außerdem gilt es, die Route gut zu planen und sich über die Verkehrsregeln im Ausland zu informieren. Es ist besser, sich nicht ausschließlich auf den Navigator zu verlassen. Viele italienische Straßen sind schmal und für Wohnmobile ungeeignet. Außerdem liegen manche Rastplätze versteckt und ihre Adresse ist vom Navigationssystem nicht eindeutig auffindbar. Wer Italien abseits der Hauptstraßen erkunden möchte, kann sich die Beschaffenheit der Straßen und die genaue Lage der Stellplätze mit Google Streetview anschauen.

    Der Austausch mit anderen Wohnmobilfahrern über schöne Stellplätze, etwa im Wohnmobilforum erleichtert die Planung.

    Besser vermeiden

    Stellplätze in der Nähe von Nachtclubs sollten besser nicht angefahren werden. Ein abends noch leerer Parkplatz kann sich nach Mitternacht schnell füllen. Auch große Plätze im Ort können sich als nächtlicher Treffpunkt entpuppen – oder gar als Veranstaltungsort des Wochenmarkts.

    Mit Staus und viel Verkehr ist in Italien am Ostermontag und 15. August (Ferragosto) zu rechnen. Kritisch sind auch das erste und letzte Wochenende im August. An diesen Tagen ist es besser, an Ort und Stelle zu bleiben.

    Verkehrsregeln und Maut für Wohnmobile in Italien

    Für schwere Wohnmobile mit einem Gewicht von 3,5 bis 7,5 Tonnen zGG gelten folgende Tempolimits: 50 km/h in Ortschaften, 80 km/h außerorts und auf Schnellstraßen und 100 km/h auf Autobahnen.
    Leichtere Caravans unter 3,5 Tonnen dürfen schneller fahren: 90 km/h außerorts, 110 km/h auf Schnellstraßen (bei Regen/Schnee 90 km/h, Fahranfänger (Führerschein unter 3 Jahre) 90 km/h) und 130 km/h (bei Regen/Schnee 110 km/h, Fahranfänger 100 km/h) auf Autobahnen. Alle Fahrzeuge müssen auch tagsüber das Licht einschalten. Achtung: Das Befahren einiger italienischer Straßen, etwa der kurvigen Amalfiküste, ist für Wohnmobile und Wohnwagen nur sehr eingeschränkt erlaubt. (Angaben ohne Gewähr)

    In Italien sind Autobahnen, einige Pässe und Tunnels gebührenpflichtig. Für Doppelachser kann eine höhere Straßengebühr fällig werden.

    O‘ sole mio: Damit es nicht zu heiß wird

    Im Hochsommer ist eine Klimaanlage unbedingt empfehlenswert. In Süditalien klettert das Thermometer im August schnell über vierzig Grad und selbst nachts bleibt es sehr warm. Im eigenen Wohnmobil können Klimaanlagen auch nachgerüstet werden.

    Besichtigung von Städten mit dem Wohnmobil

    Es ist nicht ratsam, mit einem Wohnmobil durch italienische Großstädte zu fahren. Viele Straßen sind für den Durchgangsverkehr gesperrt (zona traffico limitato). In einigen Städten wurden neue Umweltzonen mit unterschiedlichen Regeln eingerichtet, etwa für Mailand (Ecopass), Rom, Venedig und Bozen. Außerdem werden die Verkehrsregeln in Süditalien großzügig interpretiert, was den Stadtverkehr schnell anstrengend macht.

    Für Wohnwagenfahrer und Camper ist es ratsam, ihr Fahrzeug auf einem bewachten Parkplatz abzustellen und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. In Rom gibt es eine Vielzahl von Campingplätzen, etwa den Camping Flaminio im Norden der Stadt.

    Lesetipps: Reiseführer, Zeitschriften und Websites für Womo-Fans

    Der WOMO-Verlag hat sich auf Wohnmobilurlaube spezialisiert und gibt Wohnmobil-Reiseführer über verschiedene italienische Regionen heraus.
    Wohnmobil-Tourguides veröffentlicht auch der Reise Know How-Verlag, darunter auch das Wohnmobil-Handbuch.
    Der ADAC publiziert jährlich einen Stellplatzführer für Deutschland und Europa, in dem getestete Wohnmobilplätze beschrieben werden.
    Auf der Website der Zeitschrift Promobil gibt es nützliche Tipps über Stellplätze und Wohnmobil-Touren in Italien.
    Das Portal www.wohnmobil-stellplaetze.net informiert über Stellplätze in allen Regionen Italiens.

    Weiterführende Informationen

    Detaillierte Infos über internationale Verkehrsregeln und Campingplätze gibt es bei den Automobilclubs.

    Anreisetipps für Italien mit dem Auto
    » Mit dem Auto in Italien: Straßenverkehr und wichtige Verkehrsregeln
    » Autobahngebühren Italien
    » Mautgebühren in Österreich
    » Vignette in der Schweiz

  • Rundreise Amalfiküste und Golf von Neapel: Was man vor der Reise wissen sollte

    Rundreise Amalfiküste und Golf von Neapel: Was man vor der Reise wissen sollte

    Der Golf von Neapel und die Amalfiküste gehören zu den beliebtesten Reisezielen für Rund- und Studienreisen. Kein Wunder: Nirgends sonst in Italien findet man so dicht beieinander eine derartige Fülle an Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten. Doch was sieht man im Rahmen einer Rundreise an der Amalfiküste, für wen ist sie geeignet und gibt es auch noch andere Möglichkeiten interessante Orte mit kundiger Führung zu erleben?

    Der Golf von Neapel ist ein traditionelles Ziel für Rundreisen und Studienreisen. Und das nicht erst seit Goethe während seiner „Italienischen Reise“ mit der Kutsche über den Brenner nach Neapel gefahren ist. Im 18. Jh. war Kampanien ein fester Bestandteil der Grand Tour, der Bildungsreise für Künstler und Adelige und noch heute zieht der Zauber dieses wunderbaren Fleckens Reisende aus aller Welt an. Sie erliegen der magischen Schönheit von Capri, begeben sich in Pompeji auf eine Zeitreise ins römische Reich, entdecken in den Gassen Neapels das authentische Italien und verlieben sich in die fantastische Amalfiküste.

    Wer eine Studien- oder Rundreise macht, erlebt die schönsten Sehenswürdigkeiten mit einem geschultem Reiseführer und Kenner der Region. Wir verraten Ihnen, was Sie über eine Studienreise an den Golf von Neapel wissen sollten.

    Welche Etappen gehören zu einer klassischen Golf von Neapel-Rundreise?

    Typische Rundreise-Etappen am Golf von Neapel und an der Amalfiküste sind:

    Neapel – Pompeji- Herculaneum – Vesuv – Sorrent – Capri – Amalfi – Positano – Paestum. Auf einigen Reisen erlebt man auch die Inseln Ischia und Procida.

    Neapel

    In der Altstadt von Neapel warten zauberhafte Kirchen, Museen und die unterirdische Stadt auf ihre Entdeckung: Eine 3000 Jahre lange Geschichte hinterlies nahezu überall lebendige Spuren. Es gibt großartige Museen, Klöster, eine unterirdische Stadt, unzählige kleine Kirchen, eine U-Bahn mit großartigen Kunststationen, eine schöne Promenade, Pizza wie nirgends sonst und eine unwiderstehlich gute Küche. Und so starten auch die meisten Rundreisen genau dort: in Napoli. Zu den klassischen Orten eines Neapel-Besuchs gehören ein Bummel durch die Altstadt, ein Abstecher ins unterirdische Neapel, ein Besuch des Archäologischen Nationalmuseums und der Gemäldegalerie von Capodimonte sowie der Promenade mit dem Borgo Marinari. Oftmals wird auch eine Panoramatour zu den schönsten Aussichtspunkten, etwa nach Posillipo oder auf den Vomero (San Martino), unternommen. Den Besuch einer traditionellen Pizzeria sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen.

    Pompeji

    Zu jeder Rundreise am Golf von Neapel gehört die Besichtigung von Pompeji. Im Jahr 79 n. Chr. wurde die Stadt beim Ausbruch des Vesuvs verschüttet, alle Bewohner und Tiere fanden damals ein tragisches Ende. Ihre gut erhaltenen Straßen, Häuser, Thermen und Theater waren schon Inspiration für viele Filme und Romane.

    Herculaneum (Ercolano)

    Einige Studienreisen haben auch die archäologischen Ausgrabungen von Herculaneum auf ihrem Programm. Die kleinere Stadt wurde 79 n. Chr, beim Ausbruch des Vesuvs vom selben Schicksal wie das nahegelegene Pompeji ereilt. Ihre Villen mit Fresken und schönen Innenhöfen sind sehr gut erhalten und geben ein beeindruckendes Zeugnis vom damaligen Alltagsleben.

    Fahrt zum Vesuv

    Eine Tour zum Vesuv mit Besichtigung des Kraters ist ein beliebte Etappe von Rundreisen. Unterhalb des imposanten Vulkankraters gibt es einen großen Parkplatz, von dem man hinauf zum Krater laufen kann. Bei schönem Wetter wird man außerdem mit einem unvergesslichen Blick über den Golf von Neapel belohnt.

    Sorrent

    Die Halbinsel von Sorrent hat viele schöne Flecken. Am bekanntesten ist Sorrent mit einer schönen Altstadt, wo man ausgiebig durch Geschäfte bummeln kann. Vom Park Villa Comunale kann man den Blick auf den Golf genießen, in Trattorien am malerischen Fischerhafen Marina Grande schaut man den Fischern beim Reparieren der Netze zu. Oft wird im Rahmen einer Rundreise vom Hafen Marina Piccola ein Bootsausflug zur Insel Capri organisiert, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

    Rundreise an der Amalfiküste

    Highlight jeder Rundreise in Kampanien und am Golf von Neapel ist ein Besuch der Amalfitanischen Küste, was mit dem Bus gleich ein doppeltes Erlebnis ist. Die enge und kurvige Straße lässt die Busfahrt zu einem Abenteuer in einer unvergleichlichen Landschaft werden. Feste Etappen von Busrundreisen sind in der Regel die hübsche Altstadt von Amalfi mit ihrem wunderschönen Dom und das pittoreske Positano an einem Steilhang.

    Capri

    Sie gilt als eine der schönsten Insel Italiens und besticht durch wunderbare Natur. Auch wenn die Insel im Sommer tagsüber von Touristen bevölkert wird, findet man bei einem Spaziergang abseits der Touristenpfade viele ruhige Plätze. Oft wird im Rahmen von Studienreisen nach einem Abstecher zur Piazzetta die Villa San Michele in Anacapri besucht.

    Paestum

    Falls die Route noch weiter in den Süden führt, steht die antike griechische Tempelstadt Paestum im Cilento auf dem Programm von Kulturreisen. Drei mächtige dorische Tempel überragen das Ausgrabungsgelände.

    Welches sind die Anbieter von Rundreisen in Italien und Kampanien?

    Bekannte Veranstalter von Studienreisen und Erlebnisreisen sind Studiosus, Gebeco und SKR. Außerdem gibt es noch eine Reihe weiterer Veranstalter, die sich auf bestimmte Themen spezialisiert haben (z.B. Weinreisen, nachhaltiges Reisen oder Wanderreisen).

    Welche sind die Vorteile einer organisierten Rundreise am Golf von Neapel?

    Professionell organisierte Rundreisen in Kampanien haben viele Vorzüge:

    • man sieht mehr Orte in weniger Zeit
    • keine zeitaufwändige Urlaubsplanung
    • kein Warten auf oft überfüllte öffentliche Verkehrsmittel und bequemes Fahren mit dem klimatisierten Bus oder einem privaten Chauffeur
    • von den ausgebildeten Reiseleitern (oft Kunsthistoriker oder Archäologen) erfährt man eine Menge über die neapolitanische Kultur und Geschichte und kann Fragen stellen
    • man lernt andere Leute kennen, geht zusammen wandern oder essen und schließt wertvolle Bekanntschaften
    • um Hotels, Routenplanung, Parkplätze, Fahrpläne bzw. Mietwagen und Straßenkarten muss man sich nicht kümmern, alles ist schon geplant und gebucht
    • Zum Mietauto bzw. der Anreise mit dem eigenen Auto ist zu sagen: Wer sich als Fahrer auf engen kurvigen Straßen unsicher oder schnell gestresst fühlt (Amalfiküste), sich nicht gerne um rare Parkplätze in einer verkehrsreichen Stadt kümmert (Neapel) oder beim Anpassen an den süditalienischen Fahrstil unentspannt ist, liegt mit einer organisierten Rundreise an der Amalfiküste und am Golf von Neapel richtig.

    Allerdings gibt es auch Nachteile: Bei individuellen Reisen kann man anhalten, wo man möchte. Das Tempo bestimmt man selbst und man hat Zeit für spontane Besichtigungen und zum Innehalten an Panoramaplätzen. Viele lieben gerade die Reiseplanung und das Stöbern in Reiseführern sehr (manche sagen, dass sei der schönste Teil der Reise). Und natürlich ganz wichtig: Man kann Geld sparen, indem man günstige Unterkünfte, Flüge und Mietauto selbst bucht und einen Online-Preisvergleich macht.

    Gibt es preiswerte Alternativen zur Studienreise?

    Ja, es gibt einen Mittelweg zwischen organisierter Rundreise und individueller Planung: Urlaub mit vorgebuchten Ausflügen bei lokalen Veranstaltern. So kann man eine Standortreise machen und dennoch komfortabel und mit kompetenten Reiseführern zu beliebten Points of Interest kommen.
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    Fazit: Rundreise-Paket oder individuelle Reise?

    Es ist eine Frage der vorhandenen Urlaubszeit, des Geldbeutels und der persönlichen Präferenzen (Gruppe oder alleine), ob man sich für eine organisierte Rundreise an der Amalfiküste oder eine individuelle Tour entscheidet. Individualisten, die gerne mehr über die Kultur erfahren möchte, können bei Ausflügen mit lokalen Guides, bei Kursen oder Kurztouren viel über die Region erfahren.

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