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  • Piazza Plebiscito – Platz mitten im Stadtzentrum von Neapel

    Piazza Plebiscito – Platz mitten im Stadtzentrum von Neapel

    Die Piazza Plebiscito vor dem Königspalast ist nicht nur der berühmteste Platz in Neapel, sondern auch der größte. Zwischen Fußgängerzone und Uferpromenade schlägt hier das Herz der Stadt, es wird gefeiert und flaniert.

    Unvorstellbar, aber bis Anfang der 1990er-Jahre wurde die Piazza Plebiscito als Großparkplatz genutzt und vor dem Königspalast (Palazzo Reale) war eine mehrspurige Straße. Glücklicherweise hat sich die Stadt mittlerweile besonnen und gab dem Platz seinen einstigen Glanz zurück. Heute gehört die Piazza Plebiscito in der Nähe des Opernhauses San Carlo und der Galleria Umberto zu den schönsten Plätzen in Neapel.

    Der Name „Piazza del Plebiscito“ („Platz der Volksabstimmung“) erinnert an eine Abstimmung am 21. Oktober 1860 in Süditalien, dem damaligen Königreich beider Sizilien, das sich danach mit Piemont vereinigte. Vor diesem Zeitpunkt wurde der Platz „largo del palazzo“(dt.“Vorplatz des Palastes“) genannt, weil er sich direkt vor dem Königspalast erstreckt.

    Der Platz wird von vier schönen Gebäuden umgeben: der Kuppelkirche San Francesco di Paola, dem prächtigen Palazzo Reale, Palazzo Salerno und Palazzo della Foresteria. Im Zentrum stehen zwei Reiterstatuen von Antonio Canova. Sie zeigen die Könige Ferdinando I. und Carlo III. di Borbone.

    Der Platz war schon immer ein Ort großer Feste

    Auf der Piazza Plebiscito wird alljährlich eine große Silvesterfeier veranstaltet. Es gibt Konzerte, Kundgebungen und auch das Fußballteam des SSC Napoli feiert dort seine Erfolge.

    Tipps für Hotels in der Nähe der Piazza Plebiscito

    Tipp
    Ferienwohnungen Alba Chiara*: Wohnen mit Blick auf die Piazza Plebiscito in Neapel
    Das Alba Chiara mit Studios zur Selbstverpflegung ist nur etwa 100 Meter von der Piazza entfernt.

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  • Piazzetta Nilo in Neapel: Wo der Nilgott wohnt

    Piazzetta Nilo in Neapel: Wo der Nilgott wohnt

    Die Piazzetta Nilo ist einer charakteristischsten Plätze in Neapel. Bei einem Spaziergang durch die geheimnisvolle Altstadt wird man dort von der antiken Marmorstatue des Gottes Nil begrüßt.

    In der Altstadt von Neapel kann man sie nicht verfehlen: die Piazzetta Nilo. Sie liegt direkt am Anfang der Via San Biagio dei Librai.

    Nicht zufällig wird der kleine Platz auch „Corpo di Napoli“ (dt. „Leib von Neapel“) genannt, denn wir sind hier mitten im Herzen des antiken Stadtzentrums. Seine Besonderheit ist, dass er seit über 2000 Jahren den selben Namen trägt: Der Name „Piazzetta Nilo“ bezieht sich auf die Statue des Gotts Nil und wurde ihm einst von Ägyptern aus Alexandria verliehen. Die bildeten damals in diesem Stadtbereich eine große Gemeinschaft, weit weg von zu Hause. Mit der Statue des Dio Nilo (dt. Nilgott) wollten sie an ihre entfernte Heimat erinnern.

    Eine Skulptur mit abenteuerlicher Vergangenheit

    Der Gott wird als bärtiger alter Mann dargestellt, der an seinem rechten Arm ein Füllhorn (antikes Symbol des Überflusses) hält. Er liegt seitlich auf einem Stein, seine Füße ruhen auf einem Krokodilkopf. Die Statue hat über die Jahrtausende schon einiges erlebt: Im 15. Jh. ist sie für einige Zeit verschwunden und im 17. Jh. verlor sie sogar ihren Kopf. Der wurde aber damals aber wieder rekonstruiert. Trotz allem steht die Statue heute noch immer dort, wo sie die Alexandriner vor über 2000 Jahren platzierten.

    Doch damit nicht genug: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Kopf der Sphinx gestohlen, der vorher rechts auf dem Marmorblock war. Er wurde erst kürzlich bei einem Sammler wieder gefunden und restauriert. Im November 2014 hat die Sphinx nun endlich wieder ihren Platz auf dem Podest eingenommen, wie man auf dem Foto sehen kann.

    Von der Piazzetta erreicht nach wenigen Gehminuten ein Highlight: die berühmte Krippenstraße Via San Gregorio Armeno.

  • Neapel sehen und erleben – Sehenswertes und Reisetipps

    Neapel sehen und erleben – Sehenswertes und Reisetipps

    Neapel ist eine reizvolle süditalienische Hafenstadt am Golf von Neapel. Ihre einzigartige Lage am Fuße des Vesuvs, das milde Klima und eine Fülle von Sehenswürdigkeiten haben schon im 18. Jahrhundert Touristen aus aller Welt angezogen. Die Hauptstadt der Pizza besticht mit einer charakteristischen Altstadt, kleinen Kirchen und interessanten Museen. Ein Highlight ist die Besichtigung des geheimnisvollen Höhlensystems im Untergrund.

    Infos über Neapel

    • Highlights
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    • Reiseinformationen (FAQ)
    • Anreise
    • Öffentliche Verkehrsmittel
    • Wetter und Klima

    Traumhafte Lage von Neapel

    Die Bucht von Neapel wird von der sorrentinischen Halbinsel, dem imposanten Vulkan Vesuv und den Hügeln des Vomero und Posillipo umgeben. Bei klarem Wetter öffnet sich ein Blick auf die wunderbaren Inseln Capri, Ischia und Procida. Am Golf von Neapel liegen einige der schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten Italiens. Weltbekannt sind die archäologischen Ausgrabungen von Pompeji und Herculaneum. Auch die traumhafte Amalfiküste mit den zauberhaften Orten Positano, Amalfi und dem Bergdorf Ravello ist ein beliebtes Reiseziel.

    Die Altstadt von Neapel ist UNESCO-Weltkulturerbe

    Das Herz Neapels sind die engen Gässchen der Altstadt, die zu geheimnisvollen Kirchen, Katakomben und unterirdischen Höhlen führen. Zwischen Kunsthandwerkern, flatternder Wäsche und Fischverkäufern offenbart sich noch heute die alte neapolitanische Volkskultur. Bezaubernd ist die Krippenstraße, wo man den Kunsthandwerkern bei der Arbeit zuschauen kann.

    In der Altstadt liegt zwischen vielen kleinen Kirchen einer der Eingänge ins unterirdische Neapel, eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Kapelle Sansevero mit der Marmorskulptur des verschleierten Christus lässt nicht nur das Herz von Kunstliebhabern höher schlagen. Bekannt ist der Dom San Gennaro, in dem Messen für das sogenannte Blutwunder abgehalten werden. Gleich nebenan ist das Museum des Schatzes von San Gennaro, in dem wertvolle Gaben für den Stadtpatron ausgestellt werden.

    Jeder Stadtteil hat seinen eigenen charmante Charakter

    Neapel beeindruckt nicht nur durch sein historisches Zentrum. Lohnenswert ist auch ein Ausflug auf den Vomero-Hügel mit der mächtigen Festung San Elmo und dem Kloster San Martino, von wo man einen phantastischen Blick über die Stadt und den Vesuv hat. Besonders elegante Stadtteile sind das mondäne Chiaia mit dem Yachthafen Santa Lucia und der von Villen geprägte Stadtteil Posillipo. Wer gerne auf Shoppingtour geht, ist in Neapel genau richtig. Auf typischen Märkten kann man in die Atmosphäre der Stadt eintauchen und Kleidung zu günstigen Preisen erstehen. Auf der Via Toledo und in Chiaia gibt es tolle Boutiquen, Schuhe und Antiquitäten.

    Zu einer Neapel-Tour gehört unbedingt ein Spaziergang auf der Promenade der Via Caracciolo. Am Beginn der Promenade (Via Partenope) liegt die Burg Castel dell’Ovo und der malerische Yachthafen Santa Lucia, um den sich viele Restaurants scharen.

    Ob B&B oder exklusive Hotels mit Meerblick: In Neapel fällt die Auswahl schwer

    Wer das charakteristische Neapel kennenlernen möchte, sollte sich am besten in den Altstadtgassen ein Bed&Breakfast oder Hotel nehmen. Besonders hübsch sind B&B mit Terrasse und Blick über die Kirchen des centro storico. Die Promenade an der Via Partenope ist hingegen ein idealer Hotelstandort für alle, die lieber sonnig am Meer wohnen möchten. Dort gibt es zauberhafte Hotels mit Blick aufs Castel dell’Ovo, manche Hotels haben sogar ein Dach-Schwimmbad mit Blick bis zum Vesuv.

    Eine immer beliebtere Unterkunftsmöglichkeit sind Ferienwohnungen in Neapel, die den Vorteil einer eigenen Küche bieten. Hobbyköche werden sich über das frische und günstige Angebot auf den bunten Lebensmittelmärkten freuen.

    Eine Ergänzung zur Besichtigung von Pompeji ist das Archäologische Nationalmuseum in Neapel

    In Neapel gibt es viele interessante Museen. Ein Highlight ist das Archäologische Museum mit gut erhaltenen Funden aus der Ausgrabungsstätte von Pompeji. Doch auch die kostbare Gemäldesammlung des Museums von Capodimonte ist einen Besuch wert.

    Neapel ist die Wiege der Pizza

    Unbedingt probieren sollte man in einer der vielen hervorragenden Pizzerien eine Pizza Margherita mit Tomaten, Mozzarella und Basiikum, denn schließlich wurde sie in Neapel erfunden! Zu Ehren der Pizza gibt es jedes Jahr ein großes Pizzafest, eines der bekanntesten Events der Stadt. Die neapolitanische Küche bietet aber auch köstliche Pasta-Gerichte sowie Fisch in vielen Variationen. Sehr aromatisch ist neapolitanischer Kaffee und der aus prächtigen Zitronen hergestellte Limoncello, ein köstlicher Likör.

    Sogar die U-Bahn ist eine Sehenswürdigkeit

    Neapel hat ein sehr gut ausgebautes Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Die U-Bahn-Stationen der Kunst-Metrò (Metrò dell’arte) zählen zu den schönsten Europas. Außerdem fahren in Neapel mehrere Standseilbahnen (Funicolare).

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    Besonders beliebte Touren am Golf von Neapel:

  • Stadtführungen Neapel, Tagesausflüge und Bustouren

    Erkunden Sie Neapel lieber auf eigene Faust, mit dem Sightseeing-Bus oder bei einem geführten Spaziergang? Alles ist möglich. Auch für organisierte Ausflüge nach Pompeji, zur Amalfiküste und Sorrent gibt es viele Angebote.

    Neapel hat ein gutes Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Alternativ kann man die Stadt auch gemütlich mit einem roten Doppeldeckerbus (Hop-on-Hop-off) besichtigen und an den interessantesten Orten ein- und aussteigen. Ein Highlight ist die Besichtigung des unterirdischen Neapels (mit Führung), zu dem unter anderem die großartige Galleria Borbonica gehört.

    Tipp: Während der Kulturveranstaltungen Mai der Monumente und in der Weihnachtszeit werden besondere Stadtführungen angeboten.

    Ausflüge nach Pompeji und Herkulaneum können einfach selbst organisiert werden: Mit der Circumvesuviana vom Hauptbahnhof in Neapel losfahren und bei den Ausgrabungen aussteigen. Nicht entgehen lassen sollte man sich auch den Ausflug zum Vesuv bei schönem Wetter. Für wunderbare Tagesausflüge bieten sich zudem die Inseln im Golf von Neapel an. Vom Hafen in Neapel fahren regelmäßig Fähren nach Ischia, Capri oder Procida.

    Organisierte Ausflüge am Golf von Neapel haben viele Vorteile

    Entdeckungen auf eigene Faust sind aufregend und man kann sich alles ohne Zeitdruck ansehen. Aber auch für organisierte Ausflüge spricht vieles:
    1. Die einheimischen Reiseleiterinnen können Fragen zu Kultur beantworten und Insider-Tipps geben.
    2. Um Abfahrtszeiten für öffentliche Verkehrsmittel oder Tickets braucht man sich nicht zu kümmern.
    3. Einer der größten Vorteile ist der einfachere Transport/Transfer. Gerade bei einem Ausflug von Neapel zur Amalfiküste oder ins Cilento (Paestum) ist eine organisierte Tour bequemer und zeitsparender. Dabei braucht man nicht unbedingt eine Bustour zu machen, sondern kann auch einen privaten Guide/Chauffeur wählen.
    4. Bei einer Online-Buchung von Eintrittskarten – Skip the line – entfällt das Schlange stehen am Ticketschalter.

    Tipps für Ausflüge und Stadtführungen am Golf von Neapel

    In Kampanien gibt es viele lokale Veranstalter, die Ausflüge und Stadtführungen anbieten. Viele sind über unseren Partner getyourguide buchbar. Dort gibt es ein großes Angebot an Bustouren, Ausflügen nach Pompeji und zur Amalfiküste und ins Cilento. Auch von Rom werden Fahrten nach Pompeji und Neapel angeboten. Es gibt Tagesausflüge, Rundfahrten und mehrtägige Ausflüge von Neapel und Rom. Die Veranstalter sind vor Ort und bieten Touren und Ausflüge in englischer und teilweise deutscher Sprache an.

    » Neapel Untergrund: Einlass-Ticket und Tour*
    » Naples by night: Sightseeing-Tour*
    » Tagestour Pompeji und Amalfiküste ab Neapel*
    » Pompeji und Neapel: Ganztagestour ab Rom*
    » Alle Ausflüge und Touren*

    Auch interessant:
    » Führungen durch das unterirdische Neapel
    » Ausflüge Golf von Neapel buchen: Pompeji, Vesuv, Amalfiküste und Sorrent
    » Neapel: Sightseeing-Tour mit dem Bus (Hop on Hop-off)

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  • U-Bahn Neapel: Metrò dell’Arte – Stationen der Kunst

    U-Bahn Neapel: Metrò dell’Arte – Stationen der Kunst

    In Neapel ist sogar die U-Bahn eine Sehenswürdigkeit! Entdecken Sie die faszinierenden Kunststationen, die mit Kunstwerken und kreativen Installationen gestaltet wurden.

    Sie gehört zu den schönsten U-Bahnen in Europa und ihre Stationen sind beeindruckende Sehenswürdigkeiten: die U-Bahn „Metrò dell’Arte“ in Neapel. Das Miteinander von Kunst und Urbanistik ist weltweit einzigartig und wurde bereits von anderen Städten, etwa London, als Anregung für die Umgestaltung ihrer U-Bahnen aufgegriffen.

    Langweilige U-Bahn-Stationen wurden in Neapel in „Stationen der Kunst“ verwandelt

    Deshalb heißt die Linie 1 „Metrò dell’Arte“ (dt. „Kunst-Metro“). Ihre Stationen beindrucken als „Metro-Museen“ mit wunderschönen zeitgenössischen Kunstwerken. Außerdem werden in einigen Stationen archäologische Stücke ausgestellt, die beim Tunnelbau ans Licht befördert wurden. So hat man beim Bau der im Jahr 2015 eröffneten Stazione Municipio am Hafen ein antikes Schiff ausgegraben, das dort gezeigt werden soll. Futuristisch ist hingegen der Eingang der U-Bahn-Station am Hauptbahnhof Garibaldi gestaltet.

    Hinter der Umgestaltung der Stationen steckt die Absicht, ihnen einen individuellen Charakter zu verleihen. Kunstwerke werden aus ihrer traditionellen Museumsumgebung herausgenommen, Kunst wird „alltäglich“ und bleibt nicht nur Museumsbesuchern vorbehalten. Die geräumigen und hellen Stationen machen den Aufenthalt in der U-Bahn von Napoli angenehm. Nebenbei wird durch ihre gesteigerte Attraktivität die Umweltbelastung der Stadt gesenkt.

    Tipp: Wer möchte kann die U-Bahn-Stationen auch im Rahmen einer „Führung“ mit einem lokalen Guide erleben. Informationen über den Treffpunkt gibt es auf metroart.anm.it unter dem Menü-Link „Metro art Tour“.

    Das sind die Künstler – für alle, die es genauer wissen wollen

    Die Künstler sind folgende Bildhauer, Maler und Fotografen:
    Marisa Albanese, Renato Barisani, Betty Bee, Maurizio Cannavacciuolo, Luca Castellano, Enzo Cucchi, Riccardo Dalisi, Lucio Del Pezzo, Santolo De Luca, Baldo Diodato, Sergio Fermariello, Massimo Jodice, Nino Longobardi, Umberto Manzo, Ugo Marano, Fulvia Mendini, Raffaella Nappo, Mimmo Palladino, Salvatore Paladino, Gloria Pastore, Augusto Perez, Perino & Vele, Gianni Pisani, Mimmo Rotella, Anna Sargenti, Ernesto Tatafiore.
    Architekten: Gae Aulenti, Alessandro Mendini und Domenico Orlacchio

    Infos: www.anm.it

    Das könnte Sie auch interessieren
    Verkehrsmittel in Neapel
    » U-Bahn
    » Seilbahn (Funicolare)
    » Busse
    » Zug Neapel-Pompeji-Sorrent
    » Taxis
    » Mietwagen

  • Pompeji: Freigelegt, zugeschüttet und wieder ans Tageslicht gebracht

    Pompeji: Freigelegt, zugeschüttet und wieder ans Tageslicht gebracht

    Die archäologischen Ausgrabungen von Pompeji begannen im 18. Jahrhundert. Nachdem sich der König Karl III. an den Schätzen von Pompeji bereichert hat, lies er den Fundort einfach wieder zuschütten. Erst ein Jahrhundert später wurde die ganze Tragödie ans Tageslicht gebracht.

    Nach dem schweren Erdbeben 62 n. Chr. konnten die Pompejaner nicht ahnen, was auf sie zukommt. Wer hätte gedacht, dass der Vesuv ausbricht und dabei ganz Pompeji unter sich begraben würde? Am 24. August 79 kam der Ausbruch so plötzlich, dass den Bewohnern von Pompeji keine Zeit mehr zum Fliehen blieb. Die, die flüchten wollten, wurden auf ihrem Weg von tödlichen Gasmassen erfasst.

    Der feurige Berg schloss mit gewaltigen Schlacke- und Aschemassen sämtliches Leben ein

    Nach der Tragödie war Pompeji unter einer acht Meter hohen Ascheschicht begraben. Auch die kleineren Nachbarorte Herculaneum und Oplontum traf das selbe Schicksal.

    Erst 1748 fanden erste Ausgrabungen unter dem Bourbonen Karl III. statt

    Angefacht von den gefundenen antiken Schätzen anderer freigelegter Orte sollte ihm nun auch Pompeji zu weiterem Reichtum verhelfen. Er wurde nicht enttäuscht und fand neben Kunstschätzen auch Schmuck und Münzen. Danach lies er den Ausgrabungsort wieder zuschütten.

    Nach der Gründung des italienischen Königreiches wurde der archäologische Fundort durch Giuseppe Fiorelli wieder freigelegt. Die wichtigsten Fundstücke wurden ins Archäologische Nationalmuseum in Neapel gebracht, aber leider fanden einige Teil auch ihren Weg in die Taschen privater Geschäftsleute.

    Bei seinen Grabungen erfand Fiorelli im Jahr 1863 die Methode, die mit Asche überzogenen Leichen mit Gips auszufüllen. Damit gelang es ihm, Menschen und Tiere für die Ewigkeit zu erhalten und so erhielt Pompeji seine traurige Berühmtheit. Ganze Familien, Mütter mit ihren Kindern, selbst Tiere kann man bei ihrem schrecklichen Todeskampf sehen. Eine der bekanntesten Szenen fand im Orto dei Fuggiaschi statt, wo man die Abdrücke von dreizehn Familienmitgliedern sieht. Auch Wohnhäuser und Werkzeuge der damaligen Zeit wurden unversehrt geborgen.

  • Was ist beeindruckender? Pompeji oder Herculaneum?

    Im Jahr 79 n. Chr. kam der Ausbruch des Vesuvs so plötzlich, dass die Einwohner von Pompeji und Herculaneum nicht mehr fliehen konnten. Der feurige Berg begrub beide Städte mit allen Bewohnern unter Schlamm und Aschemassen. Die archäologischen Ausgrabungsstätten von Pompeji und Herculaneum gehören zu den interessantesten Ausflugszielen am Golf von Neapel.

    Pompeji und sein kleiner Nachbarort Herculaneum (ital. Ercolano) ereilte beim Ausbruch des Vesuvs ein ähnliches Schicksal. Während die Pompejaner unter einer meterhohen Ascheschicht begraben wurden, fand Herculaneum unter einem riesigen Lava-Schlammfluss ein dramatisches Ende.

    Oft wird unsere Redaktion gefragt, welche Ausgrabungsstätte denn die interessantere oder schönere sei. Aber das kann man so pauschal nicht beantworten, denn die Atmosphäre in den beiden Ausgrabungen ist unterschiedlich. Während man im kleinen Dorf Herculaneum in das alltägliche Leben der Bewohner eintaucht, beeindruckt das größere Pompeji durch eine komplett erhaltene Städtestruktur mit Tempeln, Theatern, Thermen und Bordellen.

    Pompeji ist ein riesiges Freilichtmuseum

    Die Ausgrabungen von Pompeji zeigen eine komplett erhaltene wohlhabenden Stadt. Sie beeindruckt durch viele wunderbare Wohnhäuser mit Wandmalereien, Fresken, Läden mit Pizzaöfen und lange Straßen. Einige der wichtigsten Funde wurden in das Archäologische Nationalmuseum in Neapel gebracht.

    Antike Atmosphäre in Herculaneum

    Romantiker bevorzugen das sehr gut erhaltene Herculaneum, wo man noch heute die Atmosphäre des damaligen Lebens spüren kann. In der Villensiedlung am Golf von Neapel gibt es schöne Gärten mit Blumen. Teilweise ist sogar das obere Stockwerk der Wohnhäuser und die Holzmöblierung erhalten. Von einigen Villen hat man einen herrlichen Panoramablick auf den Golf von Neapel.

    Fazit: Wer Zeit mitbringt, sollte am besten beide Ausgrabungsstätten besichtigen

    Kreuzfahrttouristen und Erstbesucher des Golfs von Neapel bevorzugen meistens einen Ausflug zu den größeren Ausgrabungen von Pompeji. Als Ergänzung wird er gerne mit einer Besichtigung des Archäologischen Nationalmuseum in Neapel kombiniert. Wer Pompeji schon kennt, sieht sich bei einer zweiten Neapel-Reise dann oft Herculaneum an.

    Pompeji und Herculaneum können mit der Regionalbahn Circumvesuviana von Sorrent und Neapel schnell erreicht werden.

  • Lupanare: Antikes Freudenhaus von Pompeji

    Lupanare: Antikes Freudenhaus von Pompeji

    Das Bordell „Lupanare“ ist eines der bekanntesten Gebäude des antiken Pompeji. Nach schwierigen Restaurierungsarbeiten erstrahlt es nun wieder in seinem alten Glanz. Die kunstvollen erotischen Wandmalereien machen es zu einem Highlight einer Pompeji-Tour.

    Das antike Freudenhaus in Pompeji weckt die Neugierde vieler Touristen, die etwas über das erotische Leben der adligen Patrizier und Pompejianer in der römischen Epoche erfahren möchten.

    Im Lupanare konnte man sich am Golf von Neapel völlig der Wollust und dem exzessiven erotischen Vergnügen hingeben. Viele Kunden des Bordells hatten einen niedrigeren sozialen Stand. Sie waren Liberti (freigelassenen Sklaven), Sklaven und Gelegenheitshändlern, denn der Besuch im Freudenhaus war preisgünstig. Ihr „Alltagsvergnügen“ fanden die Männer damals also nicht nur im Palästra, Theater oder in den Thermen. Besonders die Orte, an denen die Menschen sich völlig dem Vergnügen ihrer Sinne hingeben konnten hatten einen enormen Zulauf: die Lupanare.
    Das Wort lupanare kommt übrigens von Lupa (Wölfin), dem lateinischen Wort für Prostituierte.

    Im Lupanare pompeiano wurden die architektonischen Komplexe und farbenprächtigen Dekorationen restauriert

    Die Wände des Gebäudes waren mit erotischen Gemälden in rot-braunen Farben, Mosaiken und Zeichnungen bedeckt, auf denen verschiedene erotische Positionen und obszöne Posen abgebildet waren. Die gewagtesten erotischen Gemälde befanden sich direkt am Zimmereingang. Sie dienten wahrscheinlich als Katalog der von der Prostituierten angebotenen Dienste.

    Manche der Lupanare waren klein und hatten nur ein Zimmer, oft im oberen Stockwerk einer Bottega oder Taverne. Es gab jedoch auch größere Bordelle mit zehn Zimmern auf zwei Stockwerken. Das Bordell verfügte über eine Osteria, eine Latrine und einfache fensterlose Zimmer mit gemauerten Betten und Matratzen. Damit die Kunden auch nachts ihren Weg zum Bordell finden konnten, wurde der Eingang durch eine Lampe in Form eines erigierten Penis beleuchtet.

    Der exzessive Realismus der erotischen Szenen wurde nicht nur in den Lupanare des antiken Pompeji, sondern auch auf vielen Mosaik-Fußböden, Gemälden und Gegenständen in Privatwohnungen dargestellt. Dadurch wird klar, welchen vitalen Teil der Eros am täglichen Leben der römischen und pompejanischen Gesellschaft des ersten Jahrhunderts nach Christus hatte.

    Die Pompejaner gingen sehr freizügig mit ihrer Sexualität um und haben offen über ihre erotischen Erfahrungen gesprochen. Die Männer waren stolz auf ihre erotischen Unternehmungen und die Frauen auf ihre erotischen Fähigkeiten.

    Das Archäologischen Nationalmuseum in Neapel zeigt Fundstücke und Malereien aus Pompeji

    Viele der Mosaike, Gemälde und Penis-Objekte kann man heute im Archäologischen Nationalmuseum in Neapel besichtigen. Dort sieht man im gabinetto segreto (Geheimkabinett) eine Sammlung, die früher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich war, z. B. Öllampen in Penisform, Marmorskulpturen in eindeutigen Positionen und großartige Fresken.

  • Die schönsten Villen in den Ausgrabungen von Pompeji

    Die schönsten Villen in den Ausgrabungen von Pompeji

    Ein Spaziergang durch die Villen von Pompeji ist wie eine Zeitreise. Säulenumrankte Innenhöfe und prächtige Wandmalereien zeugen von einer vergangenen Epoche.

    Die historisch wertvollen Wohnhäuser liegen im Nordwesten von Pompeji, zwischen der Via di Mercurio und der Via Stabianar. Typisch sind zwei Innenhöfe, Atrien und ein griechischer Blumengarten mit Säulen.

    Die Besichtigung folgender Villen in Pompeji sollten Sie auf keinen Fall verpassen:

    Casa dei Vettii

    Eines der berühmtesten Wohnhäuser. Errichtet durch zwei Freigelassene, die es zu erheblichem Wohlstand gebracht haben. Die Innenräume sind mit mythologischen Wandmalereien und Fresken ausgestattet. Ein Motiv zeigt zum Beispiel Hercules als Kind beim Erwürgen der Schlange. Im Innenhof befindet sich der Altar der Laren, der Hausgötter. Der Altar zeigt zwei Laren mit dem Geist des Pater familias über einer Schlange. Das Haus liegt direkt neben dem Casa degli Amorini Dorati.

    Casa degli Amorini Dorati

    Das Haus der Familie Poppäa weist entschiedene Merkmale der neronischen Zeit auf. Angeblich hat es der Geliebten von Kaiser Nero gehört. Durch Platzmangel ist es leicht ungleichmäßig gebaut. Der Name Amorini stammt von vergoldeten Amoretten, die man im Schlafzimmer findet. Ebenfalls sehenswert sind ein kleiner Larentempel und ein Tempel, welcher der ägyptischen Göttin Isis geweiht worden.

    Casa del Fauno

    Das Haus des Fauns ist das mit Abstand schönste Beispiel für ein antikes Haus. Es liegt auf der Via della Fortuna. Man nimmt an, es sei für Puplius Sulla errichtet worden, der sich als Organisator und Ratgeber für die Interessen Roms eingesetzt hatte. Der Name des Hauses stammt von einer Bronzestatue, die im Impluvium (dem Wasserbecken des Atriums) befestigt ist. Das Original steht im Museum Archeologico Nazionale in Neapel, ebenso wie viele berühmte Mosaiken des Hauses, etwa die Schlacht bei Issos. Das im zweiten Jahrhundert vor Christus erbaute Haus ist eines der größten Privatgebäude der Stadt.

    Casa di Menandro

    Das Casa di Menandro ist nach einem griechischen Dramatiker benannt, dessen Portrait man im Inneren des Hauses erblicken kann. Unter anderem schmücken auch weitere Bilder der griechischen Mythologie die Wände, unter anderem Odysseus im Trojanischen Krieg. Das Bad befindet sich auf der westlichen Seite des Säulenganges um ein säulenbestandenens Atrium. Ebenfalls kann man ein Caldarium (Wärmeraum) bestaunen. Um 1930 fand man in diesem Haus einen 115-teiligen Silberschatz.

    Casa del Labirinto

    Das Haus des Labyrinths liegt hinter dem Casa del Fauno. Es ist ein großer Wohnsitz aus der samnitischen Zeit. Es besitzt zwei Atrien, das Hauptatrium ist mit vier Säulen ausgestattet. Die Gemälde scheinen vom selben Maler wie die aus der Villa dei Misteri zu stammen. Besonders schön ist der dargestellte Rundtempel. Auf einem Fußbodenmosaik erkennt man Theseus in Labyrinth des Minotaurus, daher der Name.

    Villa dei Misteri

    Wegen ihrer Malereien ist diese Villa eine der wichtigsten der Antike. Vom zweiten Jahrhundert v. Chr. bis 67 n. Chr. wurde sie immer weiter vergrößert und umgebaut. Nach dem Erdbeben 67 n. Chr. fungierte sie sogar als Landgut. Ihr Haupteingang befand sich auf der gegenüberliegenden Seite vom Meer und war so prächtig angelegt, dass sogar Wagen hindurch fahren konnten.
    Die Dekorationen des Hauses orientieren sich an feinsten Miniaturen und einem ägyptisch angehauchtem Stil. Zum Teil waren die Wände auch architektonisch angemalt. Wunderschön anzuschauen sind die Portale, Bogengänge und Gemälde.
    Vor 2000 Jahren diente das Haus auch als Kultstätte für den Dionys-Kult, der damals in Italien verboten war. Zeuge ist ein Gemälde, in dem eine Frau in die „dionysischen Mysterien“ eingeführt wird.

    Mehr Infos: www.pompeiisites.org

     

  • Besuchermagnet in Pompeji: Wallfahrtskirche Madonna del Rosario

    Besuchermagnet in Pompeji: Wallfahrtskirche Madonna del Rosario

    Der kleine Ort Pompei am Golf von Neapel ist vor allem bekannt durch die Ausgrabungsstätte des antiken Pompeji. Doch noch ein anderes Ziel lockt jährlich Millionen Besucher in das Städtchen am Fuße des Vesuvs: Die Wallfahrtskirche Madonna del Rosario.

    Nicht nur für gläubige Neapolitaner und Neapolitanerinnen ist die katholische Marienkirche Santuario della Beata Vergine del Rosario (dt. „Heiligtum Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz“) eine sehr wichtige Gebetsstätte. Sie liegt im Zentrum des modernen Orts Pompeji im süditalienischen Kampanien und ist mit über vier Millionen Besuchern pro Jahr eine der meistbesuchten Wallfahrtskirchen der Katholiken. Auch der frühere Papst Johannes Paul II. besuchte sie bereits.

    Erbaut wurde sie 1876-1891 zu Ehren der Vergine del Rosario, der Rosenkranz-Jungfrau

    Die Initiative zum Bau der Kuppelkirche ging vom vermögenden Juristen Bartolo Longo (1841–1926) aus, der durch sie das Rosenkranzgebet fördern wollte. Für die Kirche wurde ihm das „Gnadenbild von Pompei“ geschenkt, dem schon bald Wunderheilungen zugeschrieben wurden. Es schmückt den Altar und zeigt Maria auf dem Thron mit dem Jesuskind im Arm. Zu ihren Füßen sitzen San Domenico und Santa Caterina, der sie einen Rosenkranz gibt; Jesus übergibt einen weiteren Kranz an San Domenico.

    Sehenswert sind die kunstvollen Fresken an der Decke der Basilika

    Lohnend ist auch ein Besuch des 80 Meter hohen fünfstöckigen Campanile, des Glockenturms mit Aufzug, von dem man einen schönen Rundumblick auf die Umgebung hat. Die Kirche wird von einem hübschen Park umgeben, ideal für eine Pause nach der Besichtigung der archäologischen Ausgrabungen.

    Die Festtage der Madonna von Pompei sind der 8. Mai und der 7. Oktober.

    Adresse:
    Piazza Bartolo Longo, 80045 Pompei (NA)
    Infos und Fotos: www.santuario.it