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  • Italienischer Blumenkohlsalat (Insalata di rinforzo)

    Italienischer Blumenkohlsalat (Insalata di rinforzo)

    Dieser Salat mit Blumenkohl und eingelegtem Gemüse ist ein typisches Wintergericht. Er gehört in Neapel unbedingt zum traditionellen Weihnachtsmenü und wird bis Silvester immer wieder mit neuen Zutaten angereichert.

    Insalata di rinforzo bedeutet soviel wie „Salat mit Verstärkung“, aber woher kommt dieser Name? Eine der vielen Erklärungen ist, dass er das ziemlich leichte Weihnachtsmenü des 24. Dezembers (Virgilia) verstärkt, also anreichert. Ursprünglich bestand das neapolitanische Weihnachtsmenü nämlich nur aus Spaghetti und einem Fischgericht. Der Volksmund behauptet hingegen, der Name käme von der „Anreicherung“ des übrig bleibendenden Salats mit immer weiteren Zutaten, von Weihnachten bis Silvester. In der Tat wird der übrig gebliebene Blumenkohlsalat in der Weihnachtszeit immer wieder mit schwarzen und grünen Oliven, in Essig eingelegten Gemüsestückchen oder Sardellen „verlängert“.

    Am besten schmeckt der Salat, wenn man ihn am Tag vorher zubereitet. In diesem Fall sollte man den Endiviensalat aber erst einige Stunden vor dem Anrichten dazu geben, denn er fällt sonst in sich zusammen. Falls man den Salat wieder mit neuen Zutaten anreichern möchte, sollte man die Endivienstückchen im Salat lieber vollständig verspeisen.

    Es gibt verschiedene Varianten dieses schmackhaften Salates, jede neapolitanische Familie hat ihre eigene. Ohne Sardellen ist er ein vegetarisches und veganes Gericht. Wer den intensiven Geschmack der Salzkapern und Sardellen nicht mag, kann sie einfach weg lassen. Der Salat schmeckt immer noch köstlich!

    Zutaten

    (für 4 – 6 Personen)

    1 mittelgroßer Blumenkohl
    1 großer Endiviensalat
    100 g schwarze Oliven
    100 g grüne Oliven
    100 g Paprika, in Essig eingelegt
    100 g Salzkapern
    100 g gemischtes in Essig eingelegtes Gemüse
    6-8 Sardellen in Salz eingelegt
    Pfeffer, Salz,
    Olivenöl extravergine
    Essig

    Zubereitung

    1. Blumenkohl waschen und in kleine Röschen zerteilen.
    2. Blumenkohl in reichlich gesalzenem Wasser nicht mehr als 15 Minuten bissfest kochen. Der Blumenkohl darf nicht weich werden.
    3. Wasser abschütten und Blumenkohl abkühlen lassen.
    4. Wenn die Blumenkohlröschen abgekühlt sind, werden sie in eine große Salatschüssel gegeben. Dann werden 4 Esslöffel Öl und 4 Esslöffel Essig, Salz und Pfeffer zum Blumenkohl gegeben und alles vorsichtig verrührt.
    5. Den Endiviensalat waschen, gut abtropfen lassen und mit der Hand in kleine Stückchen zerpflücken. Dann die Salatstückchen in die Schüssel zum Blumenkohl geben. Wird der Salat für den nächsten Tag zubereitet, den Endiviensalat erst einige Stunden vor dem Servieren hinzugeben.
    6. Die Sardellen in Filets schneiden und zusammen mit der Paprika und dem anderen eingelegten Gemüse zum Salat geben. Alles gut verrühren und für einige Stunden ziehen lassen.

     

  • Italienisches Zucchini-Gemüse (Zucchinielli)

    Italienisches Zucchini-Gemüse (Zucchinielli)

    Das Zucchini-Gemüse kann man als Beilage, als Antipasto oder auf Bruschetta servieren.

    Zuchinielli sind eine sehr vielseitige Beilage: Als Belag für Crostini, mit Bruschetta oder Focaccia schmeckt das bekömmliche Zucchini-Gemüse sehr köstlich.

    Über dieses leichte und gesunde italienische Rezept freuen sich auch Vegetarier und Veganer.

    Zutaten für Zucchinielli

    (4 Personen)

    3 mittelgroße Zucchini
    Olivenöl, kalt gepresst
    Salz und frisch gemahlener Pfeffer

    Zubereitung

    1. Zucchini waschen und in Würfel von 8-10 mm schneiden.
    2. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen.
    3. Zucchini ins Olivenöl geben und kochen lassen, bis das Gemüsewasser verdampft ist (etwa 5-7 Minuten). Dabei ständig umrühren, damit die Zucchini nicht am Topfboden haften bleiben.
    4. Herdtemperatur herunterstellen und die Zucchini bei geringer Hitze weitere 10 Minuten köcheln lassen.
    5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Bratkartoffeln mit Knoblauch und Rosmarin (Patate aglio e rosmarino)

    Bratkartoffeln mit Knoblauch und Rosmarin (Patate aglio e rosmarino)

    Die Bratkartoffeln mit Knoblauch und Rosmarin sind eine köstliche und herrlich duftende Beilage. Sie passen zu vielen Gerichten oder können auch allein mit einem Dip als herzhafte Mahlzeit genossen werden.

    Diese Kartoffeln mit Rosmarin und Knoblauch werden in der Pfanne zubereitet.

    Eine Variante sind Ofenkartoffeln mit Rosmarin, die im Backofen gemacht werden.

    Zutaten

    (2 Personen)

    1 Pfund kleine mittelfeste Kartoffeln
    2 Knoblauchzehen
    Frischer Rosmarin (falls nicht vorhanden: getrockneter)
    Olivenöl
    Salz

    Zubereitung

    1. Kartoffeln gut waschen.
    2. Kartoffeln ungeschält in Hälften schneiden und in Salzwasser kochen. Sie dürfen nicht zu weich gekocht werden, weil sie anschließend in der Pfanne angebraten werden.
    3. In einer großen Pfanne Olivenöl erhitzen und eine Knoblauchzehe blond anbraten.
    4. Den Knoblauch aus der Pfanne nehmen und die Kartoffeln, Salz und Rosmarin zu dem sehr heißen Olivenöl geben.
    5. Mit Pfeffer würzen und unter Rühren anbraten.
    6. Sobald die Kartoffel angebräunt sind, wird eine Knoblauchzehe durch eine Knoblauchpresse gedrückt und hinzugegeben.
    7. Die Kartoffeln noch einmal gut durchrühren und servieren.

    Buon appetito!

  • Pilze mit Öl, Knoblauch und Petersilie (funghi trifolati)

    Pilze mit Öl, Knoblauch und Petersilie (funghi trifolati)

    Die „Funghi trifolati“ sind eine Spezialität der norditalienischen Küche und vor allem im Piemonte sehr verbreitet. Sie sind einfach zuzubereiten und schmecken sehr köstlich.

    Die Pilze können als Beilage zu Fleisch, als Antipasto oder zum Anrichten eines Risottos oder auf Crostini gereicht werden.

    Das Rezept für die Funghi Trifolati ist eine klassische Zubereitungsart für Pilze und betont am besten ihren Geschmack. Deshalb findet man es so häufig in der italienischen Küche und kann es als eines der Grundrezepte im Repertorium des „cuoco italiano“ bezeichnen.

    Zutaten:

    1 Knoblauchzehe
    500 gr Pilze (Steinpilze oder Champignons)
    4 EL Olivenöl
    Glatte Petersilie
    Salz, Pfeffer

    Zubereitung:

    1. Die Pilze mit einem feuchten Tuch oder einem Pinselchen reinigen, dann in Scheibchen oder Würfel schneiden (je nach Geschmack oder Verwendung).
    2. Die (leere) Pfanne auf den Herd stellen und die Pilze hineingeben, sobald sie warm wird. Einen Deckel auf die Pfanne geben. Das erste Wasser verdampfen lassen und die Pilze herausnehmen und auf einen Teller geben.
    3. Das Öl und die halbierte Knoblauchzehe in die Pfanne geben und den Knoblauch blond werden lassen, dann herausnehmen.
    4. Die Pilze in das Öl geben, mit einem Deckel abdecken und langsam 15 Minuten auf niedriger Stufe kochen lassen, bis kein Wasser mehr in der Pfanne ist.
    5. Den Deckel abnehmen, Salz, Pfeffer und die gehackte Petersilie hinzugeben und weitere 5 Minuten auf niedriger Stufe kochen lassen.
    6. Vom Herd nehmen und kalt oder warm servieren.

    Anmerkung:

    Variante

    Wenn man Steinpilze hat (sie haben mehr Geschmack als Champignons), kann man Schritt 2 überspringen und die Pilze bei Schritt 4 für 20-25 Minuten kochen lassen. Auf dieses Weise wird der delikate Geschmack der Steinpilze unterstrichen.
    Die zweite Phase der Zubereitung dient dazu, den Champignons einen intensiveren Geschmack zu geben, denn sie haben von Natur aus kein starkes Aroma.

    Kochtipps

    – Die idealen Pilze für dieses Rezept sind Steinpilze, aber man kann auch Champignons verwenden.
    – Wenn man die Funghi Trifolati aufbewahren will, muß man sie nur die halbe Zeit kochen, ohne Petersilie, Salz und Pfeffer hinzuzufügen (der Kochvorgang wird erst abgeschlossen, wenn man die Pilze verwenden will. Erst dann werden Petersilie, Salz und Pfeffer hinzugefügt).

  • Pizza Marinara mit Tomaten, Knoblauch und Oregano (Pizza alla Marinara)

    Pizza Marinara mit Tomaten, Knoblauch und Oregano (Pizza alla Marinara)

    Die Pizza alla Marinara (Pizza Napoletana) gehört zu den beliebtesten neapolitanischen Pizzen. Sie hat einen ganz einfachen Belag: Tomaten, Knoblauch und Oregano genügen für einen Hochgenuss!
    Die Pizza Marinara und die Pizza Margherita sind klassische neapolitanische Pizzen.

    Pizza Marinara wird häufig auch Pizza Napoli oder Pizza Napoletana genannt. Sie wird in Deutschland manchmal mit einer Meeresfrüchte-Pizza verwechselt, ihr Belag besteht aber nur aus Tomaten, Knoblauch und Oregano.

    Zutaten:

    Für den Pizzateig: Grundrezept Pizzateig

    Für den Belag:
    300 g geschälte ganze Tomaten (aus der Dose)
    Salz, Oregano
    Olivenöl, kalt gepresst
    1 Knoblauchzehe

    Zubereitung:

    Teigzubereitung: Grundrezept Pizzateig

    Falls die Tomaten sehr viel Flüssigkeit enthalten, sollte man sie abgießen. Tomaten mit einer Gabel zerdrücken, in eine Schüssel geben und mit Salz und Oregano würzen.
    Die Tomatensoße auf dem Pizzateig verteilen und den gehackten Knoblauch darüber geben. Abschließend etwas Olivenöl über die Pizza geben.
    Bei maximaler Temperatur des Ofens (mindestens 250 Grad) ca. 20 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.

  • Frittierte Auberginen mit Tomaten – Melanzane a fungetiello

    Frittierte Auberginen mit Tomaten – Melanzane a fungetiello

    Rezepte mit Auberginen haben in Kampanien eine lange Tradition. Dieses neapolitanische Gericht kann als Antipasto oder Beilage mit Weißbrot, aber auch zu Pasta als Soße gegessen werden.

    Wichtig ist, dass die bittere Auberginenflüssigkeit vor dem Frittieren aus den Auberginen herausgepresst wird. Dazu werden die Auberginen gesalzen und in ein Sieb gegeben. Auf die Auberginen kann man einen Teller stellen, der mit einem Gegenstand beschwert wird. So wird die Flüssigkeit besser aus den Auberginen herausgepresst.

    Nach einer Stunde wird das restliche Wasser mit den Händen herausgedrückt und die Auberginenwürfel werden in sehr heißem Fett frittiert.

    Zutaten

    (4 Personen)

    1 kg Auberginen
    Öl zum Fritieren
    Salz
    6-7 Tomaten San Marzano
    1 Knoblauchzehe
    Basilikum
    Olivenöl, kalt gepresst

    Zubereitung

    1. Die Auberginen waschen und in Würfel schneiden. Mit Salz bestreuen, um das Wasser aus den Auberginen zu ziehen.
    2. Die Auberginen in ein Sieb geben, mit einem Teller bedecken und diesen mit einem Gegenstand beschweren.
    3. Nach einer Stunde das restliche Wasser aus den Auberginen durch Kneten mit den Händen herausdrücken.
    4. Die Auberginenwürfel in heißem Öl frittieren (am besten in einer höheren kleinen Spezialpfanne). Anschließend auf Küchenpapier legen und das Fett abtropfen lassen.
    5. In einem anderen Topf wenig Olivenöl erhitzen und den geviertelten Knoblauch „blond“ anbraten. Die Tomaten waschen, klein schneiden und hinzufügen. Mit Salz abschmecken und ca. 10 min köcheln lassen.
    6. Die fritierten Auberginen hinzugeben und auf kleiner Flamme nochmals etwa 5 Minuten köcheln lassen.
    7. Basilikumblätter dazugeben und umrühren.

    Anmerkung

    Variante

    Statt Basilikum kann man auch Salzkapern (keine Essigkapern), einige schwarze Oliven und geschnittene glatte Petersilie hinzugeben

    Buon appetito!

  • Salat aus gekochten Karotten (Insalata di carote)

    Salat aus gekochten Karotten (Insalata di carote)

    Köstlicher können Karotten nicht zubereitet werden. Dieses Rezept für Salat aus gekochten Karotten stammt aus der mediterranen Küche. Es kombiniert die Süße der Karotten mit der Frische von glatter Petersilie und dem würzigen Aroma von Knoblauch.

    Die einfachsten Rezepte sind oft die besten! Beachten solltest du bei diesem Rezept, dass die Möhren beim Kochen schön bissfest blieben. Gemüse wird in Italien übrigens als „Zwischengang“ serviert, eignet sich aber auch gut als Beilage zu Fisch oder Fleischgerichten.

    Tipp: Wichtig für einen aromatischen Geschmack ist das Verwenden von glatter Petersilie. Die Möhren vor dem Verzehr gut durchziehen lassen und Reste im Kühlschrank aufbewahren.

    Was das Gericht so gesund macht

    Der Salat enthält viele Vitamine und Antioxidantien. Diese unterstützen das Immunsystem und fördern die Verdauung. Karotten sind reich an Beta-Carotin, was gut für die Augen ist.

    Zutaten

    (2 – 3 Personen)

    1 Pfund Karotten
    1 Knoblauchzehe
    Glatte Petersilie
    Olivenöl
    Salz
    ½ Tasse Essig

    Zubereitung

    1. Topf mit Wasser und Essig zum Kochen bringen.
    2. Karotten schälen und in ca. ½ cm dicke Scheiben schneiden.
    3. Karotten und etwas Salz in das kochende Essigwasser geben und ca. ½ Std. bei mittlerer Hitze kochen lassen.
    4. Petersilie waschen, die Stiele entfernen und klein schneiden. Den Knoblauch in sehr kleine Stücke hacken.
    5. Sobald die Karotten gar sind, wird das Wasser abgeschüttet. Karotten abkühlen lassen und 2 – 3 EL Olivenöl, Knoblauch und die Petersilie darüber geben. Gut vermischen.

    Buon appetito!

  • Zucchini mit Minze (Scapece di zucchini)

    Zucchini mit Minze (Scapece di zucchini)

    Eine der köstlichsten italienischen Vorspeisen sind frittierte Zucchini. Durch die Zugabe von frischer Minze schmecken sie besonders delikat und lassen sich außerdem sehr gut für Gäste vorbereiten.

    Die Zucchini können auf einem Antipasti-Teller zusammen mit anderen Gemüsevorspeisen angerichtet werden (z.B. gegrillter Paprika und frittierten Auberginen), was sehr ansprechend aussieht. Dazu reicht man italienisches Weißbrot oder Baguette. Aber nicht nur als Vorspeise, sondern auch als (Grill-)beilage sind die Zucchini sehr gut geeignet.

    Ein Vorteil dieser Vorspeise ist, dass sie sich sehr gut für Gäste vorbereiten lässt. Die Zucchini sollten vor dem Verzehr etwa zwölf Stunden durchziehen, damit sie ihren vollen Geschmack entfalten. Sie können ungefähr fünf Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

    Zutaten:

    4 Personen

    1 kg mittelgroße Zucchini
    2 kleine Knoblauchzehen
    Frische Minzblätter
    Weinessig
    Öl zum Frittieren
    Salz und Pfeffer

    Zubereitung:

    Zucchini waschen und in mitteldicke Scheiben schneiden. Danach möglichst in der Sonne etwas trocknen lassen.
    Knoblauch sehr klein schneiden.
    In einer hohen Pfanne das Öl stark erhitzen.
    Einen Teil der Zucchini ins Öl geben und frittieren, bis die Zucchini bräunlich werden.
    Die Zucchini herausnehmen und auf Küchenpapier legen, damit das überschüssige Öl aufgesogen wird.
    Den Boden eines flachen Gefäßes mit den Zucchini bedecken.
    Die erste Lage der Zucchini mit klein geschnittenem Knoblauch, Minze sowie etwas Salz und Pfeffer bestreuen. Etwas Weinessig (ca. 1 EL) darübergeben.
    Diese Prozedur fortsetzen, bis alle Zucchini frittiert und im Gefäß aufgeschichtet sind. Jede Lage wird mit Knoblauch und Minzblättern bestreut, mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit Weinessig (ca. 1 Eßl.) beträufelt.
    Gut im Kühlschrank (nach Möglichkeit etwa 12 Std.) durchziehen lassen und 1-2 Std. vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.

    Dazu: Weißbrot

    Anmerkung:
    Lieblingsrezept unserer Redaktion 🙂

  • Spaghetti mit Knoblauch und Olivenöl – Rezept

    Spaghetti mit Knoblauch und Olivenöl – Rezept

    Spaghetti Aglio e Olio sind ein echtes Meisterwerk der italienischen Küche. Mit nur wenigen Zutaten zauberst du in kürzester Zeit ein köstliches Gericht, das dein Zuhause mit einem unwiderstehlichen Duft erfüllt. Kein Wunder, dass dieses einfache Rezept ein echter Klassiker ist!

    In der neapolitanischen Küche haben Spaghetti Aglio e Olio eine besondere Tradition: Sie sind das perfekte Gericht, wenn der Hunger nach einer durchfeierten Nacht erwacht. Doch auch bei unerwartetem Besuch sorgen sie für „allegria“ – eine fröhliche Atmosphäre am Esstisch.

    So wird dein Spaghetti Aglio e Olio-Erlebnis perfekt

    Einige Italiener mögen das Rezept lieber ohne Petersilie, doch wir finden, dass frische, glatte Petersilie der Pasta einen besonders aromatischen Geschmack gibt. Sie passt perfekt zum aromatischen Knoblauch und dem hochwertigen Olivenöl.

    Tipp: Wenn du es wie die Neapolitaner machen möchtest, probiere das Rezept Spaghetti Aglio e Olio mit Linguine – einer etwas breiteren Nudelsorte, die wunderbar die Sauce aufnimmt.

    So kocht man Spaghetti aglio e olio

    Zutaten (4 Personen)

    400 g Linguine oder Spaghetti
    2-3 Knoblauchzehen
    100 ml Olivenöl (kalt gepresst, extra vergine)
    Ein Bund frische glatte Petersilie
    Peperoncino (scharfes Pepperonigewürz aus Italien)
    Salz

    Zubereitung

    1. Setze einen großen Topf Wasser für die Pasta auf und bringe das Wasser zum Kochen
    2. Erhitze das Olivenöl in einer großen Pfanne auf niedriger Stufe (Stufe 1 Elektroherd) und brate den in nicht zu kleine Stücke geschnittenen Knoblauch darin an, bis er „blond“ wird – nicht braun! Zu kleine Stücke können schnell zu braun werden.
    3. Nun werden die Nudeln in das kochende gesalzene Wasser gegeben.
    4. Während die Pasta kocht, füge Petersilie, Peperoncino und eine Prise Salz zum Knoblauch in die Pfanne hinzu.
    5. Gleich danach entnimmst du aus dem Nudeltopf mit einem Löffel etwas Wasser und gibst es ebenfalls zum Knoblauch.
    6. Wenn die Nudeln gar sind (al dente), gießt du das Wasser ab und gibst sie in die Pfanne. In Napoli nimmt man die Nudeln mit einer Nudelzange direkt aus dem Wasser und gibt sie in die Pfanne.
    7. Dann alles etwa eine Minute lang gut vermengen und sofort servieren.

    Buon appetito!

    Zusätzlicher Tipp für die perfekte Zubereitung der Spaghetti Aglio e Olio

    Die Pasta muss „sciuliarelli“ sein (übersetzt aus dem Neapolitanischen mit „flutschen“ oder „glatt sein“), es darf also nicht mit Öl gespart werden. Verwende daher unbedingt ausreichend hochwertiges Olivenöl.

    Lust auf mehr italienische Klassiker? Probiere auch Spaghetti mit frischer Tomatensoße und Basilikum – ein weiteres schnelles und leckeres Rezept.

    Gut zu wissen: Das Rezept für Spaghetti Aglio e Olio ist perfekt für Veganer/Vegetarier geeignet. Mehr dazu im Italien-Blog: Vegetarisch unterwegs in Neapel

  • Pizzateig Grundrezept

    Pizzateig Grundrezept

    Bereite einen originalen neapolitanischen Pizzateig zu und erfahre mehr über die Geheimnisse einer echten Pizza napoletana! Wir verraten, wie du zu Hause eine selbstgemachte köstliche Pizza backen kannst.

    Der Hauptdarsteller einer Pizza ist der Teig! Manche Pizzerien belegen die Pizza mit einem Dutzend von Zutaten. Aber wenn der Teig gut zubereitet wird, kann sich sogar eine „Pizza in bianco“ (Pizza ohne Belag) mit einer Brise Oregano in ein Meisterwerk verwandeln. Das wissen auch die Neapolitaner und Neapolitanerinnen: Viele kosten gerne ein Stückchen des „cornicione“ (hoher Teigrand), um den Geschmack des Teigs zu genießen.

    Tipp: Für eine schnellere Zubereitung des Pizzateigs muss man mehr Hefe verwenden.

    Zutaten (für drei bis vier Bleche oder sechs bis acht Pizzen à 30 cm)

    1000 g Mehl 00 (alternativ Mehl vom Typ 405)
    0,55 Liter lauwarmes Wasser
    10 g frische Hefe
    25 g Meersalz

    Zubereitung

    Pizzateig kneten: Mit der Knetmaschine oder mit der Hand

    Mit der Knetmaschine

    Lauwarmes Wasser in den Behälter der Knetmaschine geben und die Hefe darin auflösen. 100 g Mehl hinzufügen und mit der Maschine auf niedriger Stufe ein paar Minuten kneten, bis eine flüssige homogene Masse entsteht. Die Maschine ausschalten und die Masse 10 Minuten ruhen lassen. Salz und restliches Mehl hinzufügen. Die Maschine wieder einschalten und weitere 20 Minuten mit geringer Geschwindigkeit arbeiten lassen, bis man einen kompakten Teig erhält. Der Teig sollte elastisch sein und nicht kleben.

    Pizzateig mit der Hand kneten

    Für das Pizzateig-Rezept die Hefe in einer Schüssel mit 100 ml lauwarmem Wasser auflösen und ca. 50 g Mehl hinzufügen. Solange rühren, bis die Mischung homogen und dickflüssig wird. Die Hefemischung für zehn Minuten gehen lassen. Den Rest des Mehls auf einer Arbeitsfläche anhäufen und eine Vertiefung in die Mitte drücken. Hefemischung, Salz und das restliche Wasser in die Vertiefung geben. Alles für mindestens zehn Minuten gut verkneten.

    Teig gehen lassen und Teigkugeln formen

    Den Teig in eine große Schüssel geben und mit einem feuchten Tuch abdecken, damit seine Oberfläche nicht hart wird. So bildet er keine Kruste, die durch das Verdunsten der Flüssigkeit vom Teig gebildet wird. Den Teig mindestens zwei Stunden gehen lassen.

    Nach zwei Stunden kleine Teigkugeln à 200 g formen. Die Kugeln bei Zimmertemperatur weitere vier bis sechs Stunden gehen lassen. Dann sind die Teigkugeln fertig und können in den nächsten sechs Stunden für die Pizzazubereitung benutzt werden. Jede Teigkugel ist für ein rundes Pizzablech (30 cm) für eine Person. Falls man die Pizza auf mehreren Ofenblechen zubereitet, formt man für jedes Blech eine größere Kugel.

    Schnelle Variante

    Wenn es schnell gehen soll, kann man den Teig auch in nur zwei bis drei Stunden zubereiten. Dazu erhöht man die Hefemenge auf 30 bis 40 g. Aber Vorsicht: Zu viel Hefe gibt dem Teig einen bitteren Hefegeschmack. Im Sommer kann man weniger Hefe verwenden. Den Teig mindestens zehn Minuten kneten und dann kleine Teigkugeln formen und zwei bis drei Stunden gehen lassen.

    Das richtige Mehl

    In Italien wird Weizenmehl vom Typ 00 verwendet. Das Pizzateig-Rezept für die echte neapolitanische Pizza erlaubt auch die Zugabe eines Teils Mehl vom Typ 0 zu. In Deutschland kann man das Mehl Typ 405 benutzen.

    Die richtige Wassermenge

    Für das Pizzateig-Rezept benötigt man 0,55 Liter lauwarmes Wasser. Der Teig sollte elastisch sein und nicht kleben. Manchmal ist es notwendig, die Wassermenge etwas zu verändern. Bei einer niedrigen Luftfeuchtigkeit im Sommer kann der Teig trocken werden und es sollte etwas mehr Wasser hinzugegeben werden. Umgekehrt kann er im Winter klebrig werden und es wird weniger Wasser benötigt. Falls der Teig zu klebrig ist, einfach etwas Mehl hinzugeben.

    Anmerkung: Pizzateig wird auf viele Arten zubereitet und große Pizzaioli haben ihr Geheimrezept.

    In Neapel hat die „Associazione Verace pizza Napoletana“ offiziell die Zubereitungsart einer echten neapolitanischen Pizza aus dem Holzofen festgelegt.
    Danach werden folgende Zutatenmengen verwendet: 1 Liter Wasser, 1800 g Mehl Typ 0,50 g Meersalz, 3 g frische Hefe.
    Zubereitungszeiten: 30 Minuten Knetzeit, zwei Stunden für das Gehenlassen und vier bis sechs Stunden für die „Panetti“ (kleine Teigkugeln).