Atrani: Kleines Paradies an der Amalfiküste

Ursprünglicher als sein Nachbarort Amalfi, verwinkelt und mit nur wenigen Hotels: Unter Kennern der Amalfiküste gilt das Städtchen Atrani noch als Geheimtipp. Obwohl es nur durch einen Felsvorsprung von dem Touristenmagneten Amalfi getrennt wird, geht es in Atrani wesentlich gemächlicher zu.

Nicht weit entfernt von Amalfi schmiegen sich die weißen Häuschen von Atrani an einen Steilhang. Der malerische Ort unterhalb von Ravello wird durch ein eindrucksvolles Labyrinth aus Gassen, Bögen und Treppen geprägt. Das Leben spielt sich hauptsächlich auf der malerischen Piazza Umberto I. ab, von der viele Gassen abzweigen. Im Gegensatz zur gleichnamigen Piazzetta auf Capri ist es hier aber selten überfüllt.

Traumhafte Wanderwege und eine kleine Badebucht

Atrani ist bei Wanderern sehr beliebt, die von dort über Treppenwege – vorbei an duftenden Zitronengärten – hinauf nach Ravello steigen oder über einen autofreien Weg nach Amalfi spazieren. Und wer lieber im Meer schwimmen möchte: Es gibt zwar keinen großen Strand, aber eine kleine Kiesbucht lädt zum Baden ein. Dort können im Sommer Sonnenliegen gemietet werden.

Allerdings gibt es direkt in Atrani nur wenige Hotels und Ferienwohnungen. Eine Ausnahme ist das Hostel ‚A Scalinatella mit der Rezeption an der Piazza Umberto I. und privaten Zimmern im ganzen Ort. Etwas weiter entfernt vom Zentrum, aber noch in Atrani, liegt das romantische 4-Sterne-Wellnesshotel Palazzo Ferraioli*. Eine tolle Lage hat das Hotel Luna Convento*, genau zwischen Amalfi und Atrani.

Köstliche kulinarische Spezialitäten in Atrani

Die Küche von Atrani wird durch frischen Fisch und Meeresfrüchte geprägt. Aber auch der Käse aus den Hügeln hinter der Küste, etwa Mozzarella, Fior di Latte oder Provola, ist sehr beliebt. Wie an der gesamten Amalfiküste wird auch in Atrani gerne ein Gläschen Limoncello getrunken. Aber nicht nur: Oft serviert werden auch Nocino (Nusslikör), Fragolino (Erdbeerlikör) oder Finocchietto (Anisschnaps). Gegen Ende August findet das „Festa del pesce azzurro“ statt (Fest des blauen Fischs). Während des einwöchigen Veranstaltung können typische Spezialitäten der Amalfiküste und Weine gekostet werden.

Im Mittelalter gehörte Atrani zur amalfitanischen Seerepublik

und war eine beliebte Residenz von Aristokraten. In der Kirche San Salvatore de‘ Birecto wurden die Dogen gewählt und bekamen die Dogenmütze „Berretto ducale“ überreicht. Damals war der Ort noch größer und hatte einige Hundert Sakralbauten. Heute stehen in der nur knapp einen Quadratkilometer großen Gemeinde immerhin noch sechs Kirchen. Eine der schönsten ist die Chiesa Santa Maria Maddalena, die am Ortsrand ans Meer gebaut wurde. Ihr Campanile und die grüne Majolikakuppel charakterisieren das Stadtbild von Atrani.

Anreise: So kommst du nach Atrani

Mit dem Auto: Atrani liegt an der traumhaften Küstenstraße SS 163, die erhöht zwischen Ort und Strand verläuft. Allerdings können Autos nicht in das enge Zentrum fahren.
Mit dem Bus: Atrani ist mit dem SITA-Bus erreichbar

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