Schlagwort: Feiertage

  • Neapel: Blutwunder von San Gennaro hat sich ereignet – September 2022

    Am 19.09.2022, dem Festtag des San Gennaro, hat sich im Dom von Neapel wieder das Blutwunder ereignet.

    In Neapel ist man glücklich darüber, dass sich auch in 2022 am Festtag des San Gennaro das sogenannte Blutwunder ereignet hat. Am 19. September 2022, um 9.26 Uhr, hat sich das Blut des Heiligen im Dom von San Gennaro in seiner Ampulle verflüssigt.

    Vom Altar bestätigte es der Bischof unter dem Applaus von 2000 Gläubigen. „Viva San Gennaro“ riefen sie freudig! In der überfüllten Kathedrale waren unter anderem auch der Außenminister Luigi di Maio und der Kulturminister Dario Franceschini anwesend.

    Die Verflüssigung des Bluts des in Neapel innig verehrten Stadtpatrons San Gennaro (dt. Heiliger Januarius) bedeutet Glück für die Zukunft der Stadt Neapel. Bleibt es hingegen aus, gilt dies traditionell als schlechtes Omen.

  • Ostern in Neapel: Pastiera, Tortano und Picknick

    Ostern in Neapel: Pastiera, Tortano und Picknick

    Die Neapolitaner lieben ihre kulinarischen Traditionen. Nach einem leichten Fischgericht am Karfreitag, wird am Ostersonntag richtig aufgetischt. Der duftende Weizenkuchen Pastiera und deftiger Tortano dürfen dabei auf keinem Ostertisch fehlen.

    Am Golf von Neapel wird jeder Tag der Osterzeit durch andere kulinarische Spezialitäten charakterisiert.

    Gründonnerstag: Die Vorbereitungen beginnen

    Es gibt gekochte Artischocken mit Olivenöl, salzigen Ricotta und neapolitanische Salami (fellata). An diesem Tag wird traditionell der Osterkuchen Pastiera gebacken, der aber erst am Sonntag angeschnitten werden darf.

    Karfreitag: Frischer Fisch statt fasten

    Am Karfreitag wurde früher gefastet, doch diese Tradition hat sich verändert: Heute wird Fisch aus dem Golf von Neapel gekocht und mit Zitrone und Olivenöl angerichtet. Der Karfreitag ist übrigens in Italien kein Feiertag, sondern ein ganz normaler Arbeitstag. Viele Prozessionen finden an abends in ganz Italien statt. Sehr bekannt ist die Karfreitagsprozession auf der Insel Procida.

    Ostersamstag: Il tortano

    Nach dieser leichten Freitagsspeise wird am Ostersamstag „casatiello“, auch „tortano“ genannt, gegessen. „Il casatiello“ ist ein deftiger, nicht vegetarischer Kuchen aus Hefeteig mit Schmalz, Pfeffer und Salz. In den Teig kommen verschiedene neapolitanische Salamisorten, Speck, Parmesan, Pecorino, gekochte Eier, gekochter Schinken und viel Pfeffer. Als Dekoration werden vier rohe Eier in den Teig gesteckt und alles zusammen im Ofen gebacken (siehe Foto).

    Ostersonntag: Bühne frei für die Pastiera

    Nach einem ausgiebigen Menü kommt heute die berühmte pastiera auf den Tisch. Mit diesem Kuchen aus gekochtem Weizen, Ricotta und Zitronat verbindet man in Neapel das Osterfest; sein köstlicher Duft nach Orangenblüten begleitet die ganze Osterzeit.

    Neapolitaner schenken sich am Ostersonntag große Schokoladeneier, gefüllt mit einer Überraschung. Eine schöne Ostertradition ist die colomba, ein Hefekuchen in Taubenform. Er wird in großen Kartons verkauft, genau wie Panettone an Weihnachten. Osterhasen, Osternester und gefärbte Eier kennt man in Neapel nicht. In Supermarktketten werden in den letzten Jahren zwar auch Schokoladenhasen und kleine Schokoeier verkauft, sie gehören aber nicht zur Tradition Kampaniens.

    Ostermontag: Picknick mit Maccheroni

    Am Feiertag Ostermontag wird in Italien traditionell ein Ausflug ans Meer oder ins Grüne unternommen und ausgiebig gepicknickt. Für das Picknick wird eine frittata di maccheroni (frittierte Maccheroni) vorbereitet und übrig gebliebener casatiello oder pastiera eingepackt.

  • Danach hilft nur noch Diät: Weihnachtsmenü in Neapel

    Für traditionsbewusste Neapolitanerinnen und Neapolitaner stellt sich an Weihnachten nicht die Frage: „Und was kochen wir dieses Jahr?“ Seit Generationen gibt es ein festgelegtes Weihnachtsmenü, zu dem die ganze Familie eingeladen wird. Wir verraten Ihnen die Speisenfolge.

    Weihnachten in Napoli wird durch das traditionelle Menü der Festtage charakterisiert. Zu keiner Zeit des Jahres haben die Lebensmittelgeschäfte ein so großes Angebot wie vor den Weihnachtsfeiertagen. Die Einheimischen fühlen sich sehr stark mit ihren kulinarischen Traditionen verbunden. Deshalb werden die Zutaten für das traditionelle Menü in großen Mengen verkauft, mit entsprechend hohen Preisen.

    Jüngere Familien verändern das traditionelle Menü nach ihrem persönlichen Geschmack, es darf dabei auch mal fleischlos sein.

    Traditionelle Speisen an den Festtagen

    24. Dezember: Cena della Vigilia (oder Cenone di Natale)

    Der 24. Dezember wird nicht so besinnlich begangen, wie in vielen nordeuropäischen Ländern. Die Atmosphäre ist fröhlich und ungezwungen, eben typisch süditalienisch. Noch bis vor zwanzig Jahren gab es die Weihnachtsgeschenke erst am 25. Dezember, doch heute beschenken sich viele Familien schon am 24. Dezember. Die Geschenke werden vom babbo natale unter den bunt dekorierten Baum oder neben die traditionelle Krippe gelegt.

    Traditionell darf am 24. Dezember kein Fleisch gegessen werden. Das Abendessen besteht aus Spaghetti mit Venusmuscheln, frittiertem Aal (capitone), Stockfisch (baccalà fritto) und Blumenkohlsalat mit eingelegtem Gemüse (insalata di rinforzo).

    Als Nachspeise gibt es verschiedene Gebäcksorten: Roccocò (hartes Mandelgebäck), Susamielli (s-förmige Plätzchen) und den sehr dekorativen Struffoli. Struffoli ist ein bunt dekoriertes Gebäck aus vielen kleinen frittierten Teigkügelchen. Dazu wird besonders gerne ein Gläschen Limoncello getrunken.

    Nach dem Essen besucht man in Italien die Mitternachtsmesse oder sieht sich die Papstmesse im Fernsehen an. Erst in der Nacht auf den 25.12. darf die Figur des Jesuskindes in die wunderschöne neapolitanische Weihnachtskrippe (Presepe) gelegt werden.

    25. Dezember: Il pranzo di natale

    Am wichtigsten Weihnachtstag, dem 25.12., beginnt schon am frühen Nachmittag der pranzo di natale (Weihnachtessen).
    In Napoli folgt traditionell auf „minestra maritata“ (Hühnersuppe mit Gemüse) ein Nudelgericht, etwa Maccheroni al ragout, Cannelloni oder Tortellini. Als secondo gibt es das gekochte Suppenhühnchen. Beilage ist „broccoli di natale“, eine Art Blatt-Broccoli, den man nur am Golf von Neapel findet.

    Nachts wird mit Spumante und einem Stückchen Panettone oder Pandoro der Ausklang des Tages gefeiert. Panettone ist kein neapolitanisches Weihnachtsgebäck, sondern kommt aus Norditalien. Er ist aber auch am Golf von Neapel vor allem mit Mandeln oder Schokolade sehr beliebt.

    26. Dezember: Santo Stefano

    Am 26. Dezember gibt es kein festgelegtes Weihnachtsessen, aber es wird natürlich ausgiebig gekocht.
    Auf ein Nudelgericht folgt Fisch oder Fleisch. Broccoli und insalata di rinforzo sowie das Gebäck struffoli und roccocò werden auch am zweiten Weihnachtsfeiertag aufgetischt.

    Auch interessant
    » Weihnachten in Italien: Wortschatz und Traditionen
    » Rote Unterwäsche bringt in Italien Glück im neuen Jahr: Woher kommt der Brauch?

     

  • Süß, bunt und lecker: Weihnachtgebäck aus Neapel

    Süß, bunt und lecker: Weihnachtgebäck aus Neapel

    In Neapel und der ganzen Region Kampanien hat die Weihnachtbäckerei eine lange Tradition, deren Ursprünge in den Klöstern liegen. Roccoco‘, Mustaccioli und Struffoli versüßen die Weihnachtsabende und erfüllen die Straßen Neapels mit einem köstlichen Duft. Entdecke die leckersten Sorten!

    Weihnachtsgebäck aus Kampanien ist sehr vielfältig und darf auf dem Tisch keiner neapolitanischen Familie fehlen. Es gibt Plätzchen, lebkuchenartige Kekse und kunstvoll dekorierte Kuchen, die in der Weihnachtszeit in allen Konditoreien in Neapel verkauft werden. Viele „Dolci di Natale“ haben ihren Ursprung in neapolitanischen Klöstern, wo sie einst von Nonnen erfunden wurden.

    Bunt dekorierter Struffoli
    Bunt dekorierter Struffoli

    Die unschlagbare Nummer Eins: Struffoli

    Dieses sehr traditionelle Weihnachtsgebäck ist gleichzeitig lecker und hübsch anzusehen. Es besteht aus vielen frittierten Teigkügelchen, die mit Honig zusammengehalten werden. Dekoriert wird der Struffoli mit kandierten Früchten, bunten Zuckerperlen und Aniskugeln.
    Der Ursprung des Wortes „struffoli“ ist griechisch: Sein Name kommt von strongulos, das ist ein kugelförmiger oder hohler Teig. Viele Familien stellen ihn selbst her und dekorieren ihn sehr liebevoll.
    » Zum Rezept für Struffoli

    Roccocò: Nichts für Weichzähne

    Ein Muss auf jedem Tisch in Kampanien ist dieses ziemlich harte Mandelgebäck, das besonders für Personen mit guten Zähnen geeignet ist. Sein Name „Roccocò“ kommt von „roccia artificiale“ (dt. „künstlicher Felsen“). Das trockene Gebäck ist Donut-förmig und besteht aus einem dunkelbraunem Teig mit Mandeln und kandierten Früchten.

    Mustacciuoli: Die vielleicht leckerste Raute der Welt

    Die mit Schokoglasur überzaugenen Rauten sind aus einem Teig mit Honig und kandierten Früchten gemacht. Ihren Namen verdanken sie einem alten Bauernrezept. Darin wird Most verwendet (Latein: „mustacea“), um die Kekse süßer zu machen.

    Paste di mandorle: Jetzt wird’s bunt

    Die bunten Mandelplätzchen mit Marzipangeschmack haben ihren Ursprung in den Klöstern von Neapel. Ihre Farben reichen vom rosa über Grün bis zu leichtem Gelb. Ursprünglich waren sie „Dolci della vigilia di natale“, das heißt für den 24. Dezember bestimmt. An diesem Tag wird traditionell leicht gegessen. Deshalb haben die Ordensschwestern die Plätzchen nur aus Mehl, Zucker, Gewürzen und gehackten Mandeln zubereitet, ganz ohne tierische Fette. Der Teig wird auf kleinen runden Obladen verteilt.

    Susamielli: Ein „S“ zum Essen

    Die S-förmigen Plätzchen werden mit Honig und Mehl zubereitet. Eine leichte Variation der Susamielli sind „Le Sapienze“, die ihren Namen vom Kloster „S. Maria della Sapienza“ haben, wo sie von Klarissen gebacken wurden.

    Divinamore: Mit Liebe aus dem Kloster

    Wahrhaft göttlich schmeckt dieses Gebäck aus einem mit rosa Zuckerguss überzogenem Biskuit. Es wurde von den Nonnen des gleichnamigen Kloster in Spaccanapoli (Neapel) erfunden und besteht aus Mandeln, Zucker, Eiern, Aprikosenmarmelade sowie kandierten Früchten.

    Zeppole: Weihnachtskrapfen

    Typisch für die Küste von Sorrento sind frittierte Krapfen aus einem Teig mit Mehl, Wasser, Milch und Anis. Sie werden mit Honig versüßt und mit bunten Streuseln („diavulilli“) sowie Orangenschalen dekoriert.

  • Süßer die Worte nie klingen: Italienisch für die Weihnachtszeit

    Mal abgesehen von „Buon Natale“, dem italienischen Wunsch für „Frohe Weihnachten“: Welche Worte, Redewendungen und Traditionen sollte man noch kennen, wenn man in der Weihnachtszeit in Italien unterwegs ist? Wir verraten es Ihnen!

    Die gesamte Weihnachtszeit ist in Italien ein Familienfest. Es wird zusammen gekocht, gebacken und gegessen. Zur Familie gehört ein weiter Kreis, der durchaus nicht nur auf Eltern und Kinder beschränkt ist. In vielen Regionen sind die Weihnachtsmenüs traditionell geprägt und wiederholen sich jedes Jahr. Die Frage „Was kochen wir dieses Jahr an Weihnachten?“ stellt sich dann zwar nicht, aber die verschiedenen Weihnachtsessen mit mehreren Gängen wollen trotzdem gut geplant sein. Das gilt auch für die „cenone“ an Silvester, ein reichhaltiges Abendessen.

    In Italien gibt es zwischen Dezember und Januar viele Festtage

    Eingeläutet wird die Weihnachtzeit (periodo di natale) mit dem „Festa dell’Immacolata Concezione“ am 8. Dezember. Viele Italiener bauen an diesem Tag ihre Krippe auf (il presepe), ein großer Spaß für Kinder.
    Während man an der Vigilia di Natale (24. Dezember) nicht so üppig kocht, werden am 25. (Natale) und 26. Dezember (Santo Stefano) mehrere Gänge verspeist.

    „Buon Natale“ (Frohe Weihnachten) oder einfach „Auguri!“ („Glückwünsche“) rufen sich die Italiener an Weihnachten zu. Die Geschenke („regali“) werden erst am 25. Dezember ausgepackt, liegen aber schon vorher unter dem Baum oder neben der Krippe.

    Die Weihnachtszeit endet am 6. Januar, dem „Festa dell’Epifania“, das ein Höhepunkt für Kinder ist. An diesem Tag, der in Deutschland als „Dreikönigstag“ bekannt ist, fliegt die Befana in die Wohnungen und bringt Geschenke.

    Mehr über das Vokabular und die Weihnachtsfeste gibt es im Italien-Blog.
    » Zum Artikel „Wortschatz für Weihnachten in Italien: le parole del Natale“

  • Weihnachtstraditionen in Neapel: Familie, Krippenkunst und kulinarischer Hochgenuss

    „Weihnachten musst Du bei Deiner Familie sein, aber Silvester kannst Du verbringen mit wem Du willst!“ (Neapolitanisches Sprichwort)

    In Neapel ist Weihnachten das Fest der Familie, der Düfte, der Lichter und des kulinarischen Genusses. Die ganze Familie kommt zusammen, um zu kochen und zu schlemmen. Die knifflige Frage „Was kochen wir dieses Jahr an Weihnachten?“ stellt sich in Neapel nicht, denn das Feiertagsmenü ist seit Generationen gleich.

    Neapolitaner schlendern gerne durch die Krippengeschäfte in der Via San Gregorio Armeno, um nach neuen Figuren Ausschau zu halten. Die Weihnachtskrippe (auf ital. „il presepe“) wird bereits am 8. Dezember aufgebaut und hat in Neapel eine weitaus längere Tradition als der Weihnachtsbaum. Jede Familie erweitert ihr presepe im Dezember mit neuen Figuren, Lichtern, kleinen Brunnen oder Tieren.

    Bunte Fröhlichkeit statt Besinnlichkeit

    Weihnachtsbäume haben erst in den 50er-Jahren Einzug in die neapolitanischen Wohnzimmer gehalten. Sie sind meistens aus Kunststoff und werden mit buntem Schmuck dekoriert. Manche drehen sich sogar zu kitschig anmutender Weihnachtsmusik aus einer eingebauten Spieluhr. Überhaupt ist Weihnachten in Neapel kein besinnliches oder ruhiges Fest. Die Einheimischen feiern natale fröhlich und schmücken Geschäfte und Straßen gerne mit blinkenden bunten Lichtern.

    In den verwinkelten Gassen der Altstadt kann man noch heute die traditionelle Musik der Zampognari hören. Sie waren einst Schäfer, die aus den umliegenden Bergen nach Neapel gekommen sind und Weihnachtsmelodien auf einer Art Dudelsack gespielt haben.

    Geschenke gibt es für Kinder in Neapel auch im Januar

    Am 25. Dezember legt Babbo Natale liebevoll verpackte Geschenke unter den Weihnachtsbaum oder neben die Krippe. Babbo Natale ist ein rot gekleideter Weihnachtsmann und eigentlich ziemlich amerikanisch.

    Noch vor gar nicht langer Zeit wurden die Geschenke erst am 6. Januar, dem Tag der Epifania (Befana) überbracht. Die Befana ist eine alte Frau auf einem Besen, die in der Nacht auf den 6. Januar die Strümpfe der Kinder mit Süßigkeiten oder Kohle füllte. Kohle für die „unartigen“ Kinder und Süßes für die „braven“. Diese Form schwarzer Pädagogik gibt es glücklicherweise nicht mehr: Heute freuen sich die Kinder darüber, dass sie zwischen Dezember und Januar zwei Mal beschenkt werden. Und die Kohle ist mittlerweile essbar und süß.

    Schnäppchentipp fürs Shopping

    Viele Neapolitaner und Neapolitanerinnen kaufen nach dem 6. Januar ein, weil dann die Weihnachtszeit traditionell endet und der Winterschlussverkauf (“saldi”) beginnt. Dann sinken die Preise, vor allem bei Kleidung. Wer also sparen möchte und warten kann, sollte erst nach diesem Tag einkaufen.

    Auch interessant
    » Italien: Rote Unterwäsche bringt Glück im neuen Jahr
    » Italienisch lernen: Wortschatz für Weihnachten

  • Weihnachten in Neapel: Krippenkunst und Genuss

    Weihnachten in Neapel: Krippenkunst und Genuss

    Am Golf von Neapel ist Weihnachten das Fest der Familie und des Schlemmens. Im Zentrum steht die zauberhafte neapolitanische Weihnachtskrippe.

    Spazieren Sie mit Pulcinella durch die Altstadt Neapels und entdecken Sie die weltbekannte Straße der Krippenbauer, die Via San Gregorio Armeno. Die neapolitanische Krippe mit ihren außergewöhnlichen Figuren wird Sie verzaubern. Sie können nicht nach Kampanien reisen, möchten aber trotzdem gerne neapolitanische Krippen sehen? Im Bayerischen Nationalmuseum in München gibt es eine großartige Krippenausstellung mit prächtigen Krippen aus Neapel, Sizilien, dem Alpenraum und Süddeutschland.

    Im Mittelpunkt des Weihnachtsfestes in Süditalien steht natürlich das Essen. Am Vesuv wird jeder Weihnachtstag der Zubereitung eines traditionellen Menüs gewidmet. Erleben Sie die Weihnachtsmenüs und tauchen Sie in die Weihnachtsvorbereitungen einer neapolitanischen Familie ein. Auch an Silvester gibt es ein traditionelles Essen, die „cenone“. Silvester in einer süditalienischen Metropole ist etwas ganz Besonderes: Mit einem grandiosen Feuerwerk auf der Piazza Plebiscito begrüßt Neapel das neue Jahr, es wird Tombola gespielt und rote Unterwäsche getragen.

    Treten Sie ein in die neapolitanische Weihnachtswelt…

    Veranstaltungen

    » Weihnachtsveranstaltungen in Neapel

    Traditionen und Genuss

    » Neapolitanisches Weihnachtsmenü: Da hilft nur noch Diät
    » Neapolitanische Weihnachtstraditionen: Familie, Genuss und Krippenkunst
    » Am Weihnachtsbaume die Zitronen hängen

    Weihnachtskrippe und Kunst

    » Neapolitanische Weihnachtskrippe (presepe): Die schönste Puppenstube Italiens
    » Weltbekannte Krippenstraße Via San Gregorio Armeno
    » Bayerisches Nationalmuseum München: Krippen aus Neapel
    » Fotos von Krippen aus Neapel

    Silvester

    » Silvester in Neapel: Konzert, Feuerwerk und Tombola

    Italienisch lernen für die Festtage

    » Wortschatz für Weihnachten in Italien: le parole di Natale

  • Neapel: Fest des San Gennaro (Hl. Januarius) am 19. September

    Neapel: Fest des San Gennaro (Hl. Januarius) am 19. September

    Am 19. September jeden Jahres feiert Neapel seinen Stadtpatron San Gennaro. Im Dom von Neapel warten gespannt die Gläubigen auf das Blutwunder, das nach dem Volksglauben eine glückliche Zukunft für die Stadt verspricht.

    Das Fest von San Gennaro ist ein wichtiger Festtag für Neapel. Im Dom von Neapel beten die Gläubigen für das Eintreten des Blutwunders des Heiligen Januarius (ital. San Gennaro). Nach dem Volksglauben verspricht es Glück für den Golf von Neapel, sein Ausbleiben wird als schlechtes Omen gewertet.

    Der Stadtpatron San Gennaro ist die wichtigste Heiligenfigur Neapels

    Nach einer Legende wurde das Blut des im Jahr 305 enthaupteten Märtyrers von einer Frau direkt nach seinem Tod aufgefangen. Es wird in der größten Kirche Neapels, dem Duomo di San Gennaro, aufbewahrt.

    Vor dem Gottesdienst werden in einer Prozession Heiligenfiguren durch die Altstadt von Neapel getragen. Angeführt wird die Prozession von der Silberbüste des San Gennaro, gefolgt von der Heiligen Teresa, Lucia und Patrizia und anderen Heiligen. Die Neapolitaner versuchen die Reihenfolge der Statuen zu erraten. Dem persönlichen Lieblingsheiligen wird besonders laut applaudiert und man hofft, dass er so einen vorderen Platz in der nächsten Prozession einnehmen wird.

    Rund um den Dom gibt es Verkaufsstände mit Süßigkeiten, Maiskolben und Maronen. Zwischen allerlei Kuriosem und Kitschigem gibt es überall kleine Figuren des Heiligen. Beliebt ist süße Torrone, eine Gebäck aus gerösteten Nüssen und Mandeln in karamellisiertem Zucker.

    Der Gottesdienst wird sehr gut besucht. Wer daran teilnehmen möchte, sollte frühzeitig kommen.
    Der 19. September war früher ein offizieller Feiertag in Neapel. Heute schließen manche Geschäfte halbtags.

    San Gennaro wird auch in New York – Manhattan gefeiert

    Die italienischen Einwanderer des 20. Jahrhunderts haben ihre Traditionen mitgebracht – und San Gennaro durfte dabei auf keinen Fall fehlen! Im September wird seit 1926 in Little Italy mit Paraden, Musik und Festen dem Stadtpatron von Neapel gedacht.

    Adresse des Doms:
    Via Duomo 147, 80138 Napoli

  • Osterprozessionen auf der Insel Procida

    Osterprozessionen auf der Insel Procida

    Die religiösen Feierlichkeiten der Osterwoche haben für die Einheimischen eine große Bedeutung. Überregional bekannt ist die Karfreitagsprozession, die jedes Jahr viele Touristen auf die kleine Fischerinsel im Golf von Neapel zieht.

    Wer in der Osterzeit am Golf von Neapel Urlaub macht, sollte sich die charakteristische Osterprozession auf Procida nicht entgehen lassen. Procida ist nicht nur ein wunderbares Ausflugsziel, sondern eignet sich auch bestens für einen Entspannungsurlaub. Schon im April gibt es angenehme Temperaturen, so dass man auf Procida wunderbar entspannen kann. Die vom Massentourismus verschonte Insel kann mit mit vielen Ferienwohnungen und einem ausgesuchten Hotelangebot aufwarten, zu dem auch das exklusive La Suite Hotel & Spa gehört.

    Viele Procidaner kommen zur Karfreitagsprozession zurück auf ihre Insel

    Am Karfreitag zieht der bekannte Corteo dei Misteri (Umzug der Mysterien) von der Piazza d’Armi durch die Straßen Procidas. Die Mysterien sind plastische Darstellungen von Szenen aus dem alten Testament und Evangelium, die jedes Jahr in kunstvoller Handarbeit von den Einheimischen angefertigt werden. Sie werden begleitet von lebensgroßen Statuen des gekreuzigten Christus und der trauernden Madonna. Getragen werden sie von starken Männer in weißen Gewändern mit blauen Umhängen.

    Aber schon eine Woche vor Ostern beginnen auf der Procida die Festlichkeiten

    Gläubige Inselbewohner bringen am Palmsonntag Olivenzweige in die Kirche, um sie vom Priester segnen zu lassen. Nach der Messe führt der Priester eine Prozession zum Friedhof, wo die Gläubigen die Olivenzweige auf die Gräber ihrer Verstorbenen legen. Am Gründonnerstag findet die eindrucksvolle Prozession der Apostoli incappucciati (Apostel mit Kapuzen) statt. Sie wird von der Confraternita del Santissimo Sacramento veranstaltet, die nach dem Ritus der Fusswaschung eine Kapuze aufsetzen. Mit einem Kreuz auf den Schultern und dem Dornenkranz auf dem Haupt sind sie Mittelpunkt der Prozession, die von römischen Zenturionen eskortiert wird.

  • Chiacchiere, ein neapolitanisches Karnevalsgebäck – das Rezept!

    Chiacchiere, ein neapolitanisches Karnevalsgebäck – das Rezept!

    In Neapel feiert man Karneval mit einem besonderen kulinarischen Genuss: Chiacchiere. Das knusprige Gebäck taucht man traditionell in eine reichhaltige Schokoladensoße namens Sanguinaccio. Wir verraten dir das Rezept: Es ist nicht nur ein Fest für den Gaumen, sondern auch einfach zuzubereiten.

    An Fasching werden in Kampanien traditionell chiacchiere (gesprochen: kiackere) gebacken, die gerne in Schokoladensoße (Sanguinaccio) getaucht werden. Sie sehen sehr schön aus und sind einfach zuzubereiten.

    Die neapolitanische Karnevalsküche ist sehr bunt und vielfältig

    Neben süßen Speisen gibt es auch einige recht gehaltvolle, wie etwa Lasagne mit Hackfleischbällchen und Ricotta.

    Zutaten für Chiacchiere

    300 g Mehl
    1 Ei
    1 EL Butter
    1 EL Zucker
    1 Prise Salz
    Abgeriebenes einer Zitronenschale
    1 Spritzer Rum oder Cognac
    Öl zum Frittieren
    Puder- oder Vanillezucker zum Bestäuben

    Zubereitung

    1. Zucker mit dem Ei schaumig rühren und die anderen Zutaten hinzugeben. Mit einem Handrührgerät einen glatten und elastischen Teig kneten.
    2. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen kneten, bis er keine Blasen mehr bildet. Den Teig dünn ausrollen (2-3 mm). Mit einem Teigroller kleine Streifen ausschneiden (Größe: ca. 10-12 cm lang und 3 cm breit). Durch den Teigroller bekommen die Ränder des Gebäcks die typisch gewellte Form.
    3. Den Teig etwa ½ bis 1 Stunde gehen lassen.
    4. Die Chiacchiere in heißem Öl goldgelb frittieren, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Es ist empfehlenswert, nicht mehr als 5 – 6 Chiacchiere auf einmal zu frittieren.
    5. Nach dem Abkühlen mit Puder- oder Vanillezucker bestäuben.

    Dazu Schokoladensoße servieren.