Schlagwort: Geschichte

  • Paestum: Antike Tempelstadt mit Meerblick

    Paestum: Antike Tempelstadt mit Meerblick

    Das antike Paestum ist das beliebteste Ausflugsziel im Cilento. Die gut erhaltenen Ausgrabungen und ein archäologisches Nationalmuseum liegen in einer herrlichen Gegend.

    Paestum ist wegen seiner einzigartigen Lage mit langen Sandstränden und Kiefernwäldern nicht nur eine beliebte Badegegend, sondern birgt auch eine der am besten erhaltenen Tempelstädte Europas. Sie ist eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten Italiens und wird jährlich von vielen Touristen besichtigt. Zu sehen sind sehr gut erhaltene griechische Tempel, zu denen der Neptuntempel (er heißt auch „Tempel des Poseidon“), der Tempel der Hera und die Basilika gehören. Letzterer hat eine rechteckige Form. Sie wurden im 6. Jh. v. Chr. erbaut.

    In der archäologischen Stätte, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, gibt es außerdem ein Archäologisches Museum mit Fundstücken aus Paestum.

    Dank der Lage am Rio Sele war Paestum in der Antike ein bedeutendes Handelszentrum

    Leider wurden die meisten Pinienvorkommnisse von den Römern für ihre Flotte gerodet und zurück blieb eine sumpfige Landschaft. Zurückgedrängt durch Sumpf und Wasser gaben die Römer die Kolonie schließlich wegen Malaria ganz auf und konzentrierten sich auf Capaccio.

    Wiederentdeckt wurde Paestum durch Zufall von den Bourbonen. Sie wollten 1750 eine Straße durch das Gebiet bauen und stießen bei Ausgrabungen auf die Tempelruinen. Die meisten Gebäude blieben jedoch bis 1950 unentdeckt.

    Aus Poseidonia wurde Paestum

    Die berühmte Tempelstadt hieß ursprünglich Poseidonia und wurde 600 v. Chr. von Griechen aus Sybaris gegründet. Man nimmt an, der Name Poseidonia stammt von ihrem größten Haupttempel, dem Tempel des Neptun. Die Stadt der griechischen Kolonisten wechselte 400 v. Chr. zu den Lucanern, einem italienischen Volksstamm. 273 v. Chr. kam sie in Besitz des römischen Kaiserreichs, das die Tempelstadt kurzerhand in Paestum umbenannte.

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  • Paestum: Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Ausgrabungsstätte

    Paestum: Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Ausgrabungsstätte

    Das antike Paestum im Cilento birgt gut erhaltene griechische Tempel sowie Theater und Gebäude aus vorchristlicher Zeit. Im Archäologischen Nationalmuseum werden wertvolle Fundstücke ausgestellt.

    Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Paestum

    Tempel des Ceres (Tempio di Cerere)

    500 v. Chr. erbaut hielt man ihn lange Zeit für Ceres‘ Tempel, man fand jedoch heraus, dass er Athene gewidmet war. Außen sind seine Säulen massiv und mächtig im dorischen Stil errichtet, innen weisen sie jedoch Grazilität und kunstfeine ionische Säulen auf. Im zweitgrößten Haupttempel von Paestum ist der Opferaltar interessant.

    Tempel des Neptun (Tempio di Nettuno)

    Tempel des Neptun (© AAST Paestum)
    Tempel des Neptun (© AAST Paestum)

    Der größte der drei Haupttempel wurde 450 v. Chr. errichtet. Ursprünglich nahm man an, dass er der Hera, Schwester und Frau des Zeus, gewidmet wurde. Neue Hypothesen sagen aber, dass der Tempel Apollon oder Zeus gewidmet sein soll. Der im dorischen Stil erbaute Tempel ist einer der am besten erhaltenen in ganz Europa.

    Tempel der Hera, Basilika (Basilica)

    Paestum: Tempel der Hera (© AAST Paestum)
    Tempel der Hera (© AAST Paestum)

    Erbaut 530 v. Chr. ist der im 18. Jahrhundert von Archäologen entdeckte Tempel nicht nur der älteste, sondern auch der kleinste der drei Haupttempel. Weil keine religiösen Gegenstände gefunden wurden ging man davon aus, dass es sich um ein ziviles Gebäude handelte. In Wirklichkeit verbirgt sicher hinter der Fassade jedoch der rechteckige Tempel der Hera. Der Tempel ist in zwei Schiffe unterteilt.

    Archäologisches Nationalmuseum Paestum

    Das Museum mit Relikten aus längst vergangenen Zeiten liegt im nördlichen Teil von Paestum. Berühmt sind die Metopen, antike dorische Flachreliefs, welche Szenen des griechischen Lebens wiedergeben und die Tempel schmückten. Auch das Grab des Tauchers (Tomba del Tuffatore) lohnt einen Museumsbesuch. Die seltenen griechischen Grabmalereien zeigen altertümliche Bankettszenen und den Sprung über die Säulen des Herkules. Außerdem gibt es antike Gefäße aus der Meisterzeit der Bronzekunst zu sehen.

    Amphitheater

    Zentral in Paestum liegt das Amphitheater, das aus zwei Teilen besteht. Erbaut in der Übergangszeit zwischen Republik und Kaiserreich ist seine Lage im Zentrum der Stadt eher untypisch.

    Gymnasium, unterirdischer Tempel, Friedenstempel und Forum

    Das Forum wird von einer eindrucksvollen Säulenhalle und Geschäften umgeben. In unmittelbarer Nähe finden sich die Markthalle (Macellum) und das Comitium. Es wurde im 3. Jh. v. Chr. errichtete und war das wichtigste öffentliche Gebäude. Hier wurden die Magistrate gewählt.

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  • Wie die Tomate auf unsere Teller kam: Die „Rotlicht-Küche“ Süditaliens

    Wie die Tomate auf unsere Teller kam: Die „Rotlicht-Küche“ Süditaliens

    Wussten Sie, dass die Tomate einst ein magisches Mittel zur erotischen Luststeigerung war? Und später als Blume unter Liebenden verschenkt wurde? Erst eine Hungersnot brachte den roten Liebesapfel im 18. Jahrhundert auf die Tische der Neapolitaner und Neapolitanerinnen.
    Für einen Neapolitaner ist es unmöglich, sich eine Küche ohne die Farbe und den Duft der „pummarola“ („Tomate“ in Neapolitanisch) vorzustellen. Ich habe als Kind nicht verstanden, dass die traditionelle Speise des antiken Neapels, „la minestra maritata“, keine Spur von Tomaten enthält, wie sonst alle anderen Rezepte aus dem antiken Partenope des 18. Jahrhunderts.

    Die Entdeckung der Tomate hat für die Geschichte der Ernährung denselben Stellenwert wie für die Entwicklung des sozialen Gewissens die französische Revolution“, so feiert  Luciano de Crescenzo in seinem unvergleichbaren Stil das Erscheinen der Tomate auf unseren Tischen. Es ist offensichtlich, dass der neapolitanische Bestsellerautor dabei an die italienische Küche denkt, vor allem aber an die von Neapel. Er nennt sie „Rotlicht-Küche“, „wegen der leuchtenden Präsenz dieses wunderbaren Naturprodukts in Lampenform, allen bekannt als San Marzano-Tomaten“.

    Roter Liebesäpfel als Aphrodisiakum

    Den geheimnisvollen Früchten wurden anregende und luststeigernde Kräfte zugeschrieben. Alchimisten im 16. und 17. Jahrhundert haben sie für aphrodisierende Zaubertränke verwendet. „Love apple“, „pomme d’amour“, „Liebesapfel“ und „pomo (oder mela) d’oro“: In vielen Kulturen hat der Name der roten Frucht einen deutlichen Bezug zur Liebe. Später wurden die alten Bezeichnungen, mit Ausnahme der italienischen, durch Ableitungen aus dem originalen aztekischen Wort „Tomatl“ ersetzt.

    Die Tomate als hübsche giftige Zierpflanze

    Die ersten Tomatenanbauer waren peruanische Eingeborene. Sie haben die „Tomatl“ nicht verzehrt, sondern als Zierpflanze genutzt. Als „giftige Blume“ wurde sei nach Europa von den Spaniern im 16. Jahrhundert eingeführt. Schnell brachte es die hübsche Blume zu beachtlichem Ruhm: 1640 hat der Adel aus Tolone dem Kardinal Richelieu als Akt der Hochachtung vier Tomatenpflanzen geschenkt. In Frankreich war es Brauch, dass die Männer der Dame ihres Herzens eine Tomatenpflanze als Zeichen ihrer Liebe überreichten. So hat sich der Anbau von Tomaten als Zierpflanze von Spanien über Marokko im gesamten Mittelmeerraum ausgedehnt. Vor allem in Italien, zwischen Neapel und Salerno, hat sie das ideale Klima für ihr Gedeihen gefunden.

    Doch wann wurde die Tomate endlich gegessen?

    Es liegt im Dunkeln, wo die von Geheimnissen umrankte Zierpflanze im barocken Europa zuerst auf dem Tisch erschien. Wahrscheinlich wagte sich ein besonders mutiger oder hungriger Bauer als Erster an ihren Genuss.

    Man weiß nur wenig über den Liebesapfel als Nahrungsmittel. Die ersten sporadischen Aufzeichnungen über sein Nutzung als frische oder gekochte Frucht für die Zubereitung von Soße finden sich im 17. Jahrhundert im meridionalen Europa. Erst Ende des 18 Jahrhunderts bekam der Anbau der Tomate als Nutzpflanze einen starken Impuls in Europa, hauptsächlich in Frankreich und Süditalien. Während sie in Frankreich nur am Hof des Königs verspeist wurde, verbreitete sie sich in Neapel wegen einer Hungersnot schnell im Volk!

    Und eingekocht?

    1762 beschrieb Lazzaro Spallanzani Konservierungstechniken für Tomaten. Er entdeckte als erster, dass sie durch Abkochen und Verschließen in Behältern nicht verderben. Doch erst im 19. Jahrhundert wurde die Tomate in gastronomischen Abhandlungen in Europa eingeführt, etwa im „Cuoco Galante“ („Der raffinierte Koch“), geschrieben vom großen neapolitanischen Hofkoch Vincenzo Corrado 1819. Dort gibt es bereits viele Rezepte mit gefüllten und frittierten Tomaten.

    Viva Napoli: Pasta mit Tomatensoße

    Der Neapolitaner Don Ippolito Cavalcanti beschrieb 1839 in der zweiten Ausgabe der „Cucina Teorico Pratica“ erstmalig, was in Neapel bereits verbreitet war: die Zubereitung von Pasta mit Tomatensoße und das erste Ragù-Rezept, eine neapolitanische Tomaten-Fleischsoße.

    Schon gewusst?

    Die Tomatenpflanze wird an einer Rankhilfe bis zu zwei Metern hoch. Sie ist reich an Vitaminen (A, C, B1, B2, K, P und PP) und kommt ursprünglich aus Chile und Ecuador, wo sie dank des tropischen Klimas ganzjährig Früchte trägt. In unseren Regionen wird die Freilandtomate nur im Sommer geerntet.

    (gb)

  • Woher stammt der Ortsname von Massa Lubrense an der Sorrent-Küste?

    Woher stammt der Ortsname von Massa Lubrense an der Sorrent-Küste?

    Massa Lubrense, ein malerischer Küstenort an der Sorrent-Küste, birgt eine faszinierende Geschichte. Eine legendäre Erzählung von den Sirenen, die versuchten, Odysseus zu verzaubern, ist eng mit diesem schönen Ort verbunden.

    Im idyllischen Süden der Sorrent-Küste liegt die Gemeinde Massa Lubrense, die aus vielen verstreuten Ortsteilen besteht. Sie blickt auf eine lange Geschichte zurück, die sich auch in ihrem Namen spiegelt.

    Die ersten Bewohner stammten aus griechischen Kolonien

    und gründeten in der Gegend einen Tempel zu Ehren der Göttin Athene. Das ganze Gebiet wurde deshalb in der römischen Epoche Athenaion genannt. Erst nach der kurzen Anwesenheit der Longobarden im 6. Jh. ist zum ersten Mal der Name Massa aufgetaucht (von mansa, einem longobardischen Wort für bewirtschaftetes Land).

    Die Ländereien der Gegend gehörten wahrscheinlich dem sorrentinischen Staat, standen also dem Publikum offen. Deshalb hat man die Gegend damals Massa pubblica genannt. Etwa im 13. Jh. kam es zur aktuellen Namensgebung: das Adjektiv pubblica wurde auf Wunsch der Kirche durch Lubrensis zu Ehren der Madonna della Lobra ersetzt, die von den Bewohnern noch heute verehrt wird. So entstand schließlich aus Massa Lubrensis der heutige Name Massa Lubrense.

     

  • Unter den Straßen von Napoli: Geschichte der unterirdischen Stadt (Napoli sotterranea)

    Unter den Straßen von Napoli: Geschichte der unterirdischen Stadt (Napoli sotterranea)

    Unter Neapel gibt es ein kilometerlanges Labyrinth aus Höhlen, das heute eine vielbesuchte Sehenswürdigkeit ist. Die Höhlen entstanden beim Bau von Häusern und dienten im Lauf der Geschichte als Obdach für die Ärmsten und Luftschutzbunker.

    Die Geschichte des unterirdischen Neapels reicht lange zurück: Schon im fünften Jahrhundert v. Chr. nutzten die Griechen den weichen Tuffstein als Baumaterial. Beim Abbau des Tuffs entstanden unterirdische Höhlen, die später von den Römern in Zisternen umgebaut wurden. Dabei schufen sie zwischen ihnen ein hydraulisches Verbindungssystem. Durch Aquädukte wurden Wasserquellen der Umgebung in unterirdische Kammern umgeleitet und die Bevölkerung konnte aus verschiedenen Brunnenschächten Wasser holen.

    Im Mittelalter vergrößerte sich Neapel und man benötigte viel Baumaterial aus Tuffstein. Beim Abbau des Tuffsteins entstanden weitere Höhlen unter den Häusern, für deren Bau der Tuffstein benutzt wurde. Jedem Haus entspricht also „seine“ unterirdische Höhle. Auch diese Höhlen wurden wieder in Zisternen umgebaut, durch Kanäle verbunden und als Wassersystem genutzt. Beim Bau der neuen Zisternen wurden einige alte stillgelegt und im Laufe der Zeit durch ein modernes Wassersystem ersetzt. Die leeren Zisternen wurden von den Ärmsten der Armen bewohnt.

    Nach einer großen Choleraepidemie im Jahr 1885 wurde das Zisternensystem endgültig durch eine moderne Wasserleitung ersetzt.

    Im Zweiten Weltkrieg dienten die Höhlen als Luftschutzbunker

    Während der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg entpuppten sich die Höhlen als wahrer Segen: Man gebrauchte sie als Luftschutzbunker. Dank ihrer schnellen Erreichbarkeit unter jedem Gebäude retteten sie Tausenden Neapolitanern das Leben. Nach dem Krieg wurden die Höhlen mit dem Schutt der zerbombten Gebäude gefüllt und in den 50er und 60er-Jahren als Mülldeponie benutzt. So geriet das unterirdische Neapel langsam in Vergessenheit.

    Wiederentdeckung der Höhlen in den 1980ern

    Ende der 1970er gab es einen verheerenden Brand in einem Sägewerk, das in den vorangehenden Jahrzehnten seine Sägespäne in den unter dem Gebäude liegenden Höhlen entsorgt hatte. Der Brand erreichte auch diese unterirdischen Höhlen und sein Rauch verbreitete sich schnell durch die alte Tunnelverbindung in allen Kellern des Stadtteils Chiaia. Während der drei Tage andauernden Löscharbeiten entdeckte die Feuerwehr eine gemauerte Treppe zu einem Keller. Sie führte zu einem Bunker, voll mit beeindruckenden Wandzeichnungen aus dem täglichen Leben des zweiten Weltkrieges (z. B. eine italienische Fußballmannschaft der damaligen Zeit oder Mussolini-Karikaturen). Die interessanten Funde weckten wieder das Interesse der Bevölkerung für das unterirdische Neapel. In den 80er-Jahren konnten, dank der für diesen Zweck gegründeten Kulturvereine, schließlich viele der Höhlen für Besucher zugänglich gemacht werden.

    Im Jahr 2006 startete die Stadt Neapel ein Projekt zur Restaurierung des Bourbonentunnels (Galleria Borbonica). Dabei wurden die bourbonischen Mauern sowie einige „Oldtimer“ Autos restauriert, die man in den Höhlen fand. Die Tuffsteintunnel wurden szenografisch beleuchtet.

    Heute gehört das unterirdische Neapel zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Besichtigt werden können die Galleria Borbonica und verschiedene Abschnitte des unterirdischen Höhlenlabyrinths.

  • Geschichte Neapels: Zeitraum vor Christus – Gründung von Neapolis

    Im 8. Jh. v. Chr. begannen die Griechen mit der Kolonisation Süditaliens und gründeten erste Siedlungen im Gebiet des heutigen Neapels. Griechische Siedler brachten ihre Kultur in die Region und prägten somit maßgeblich die Entwicklung Neapels. Die Stadt wurde zu einem wichtigen Handelszentrum und blühte auf. Erfahre mehr über die Geschichte Neapels vor Christus.

    Alle Zeittafeln zur Geschichte von Neapel
    » Zeitraum vor Christus
    » Zeitraum 79. n. Christus bis 1815 (Königreich beider Sizilien)
    » Vereinigung Italiens bis heute

    8. Jh. v. Chr. Entstehung des Parthenope-Mythos

    In Süditalien beginnt die griechische Kolonisation, in deren Folge die ersten Siedlungen im heutigen Raum Neapel und Kyme (Cumae) gegründet wurden. Der antike Name der Stadt Neapel war Parthenope. Er ging auf den Mythos der gleichnamigen homerischen Sirene zurück.

    6. – 5. Jh. v . Chr. Gründung von „Neapolis“

    “Neapolis” (= Neapel – die neue Stadt) wurde von den Griechen aus Kyme gegründet. Sie war eine Erweiterung der alten Stadt „Palaeopolis“. Legenden zufolge entstanden die ersten Siedlungen zwischen dem Inselchen von Megaride (heutiges Castel dell’Ovo) und den Hügeln auf Pizzofalcone, einem heutigen Teil Neapels.

    326 – 304 v. Chr.

    Neapel wird von den Samniten bedroht. Rom eilt zur Hilfe.

    89 v. Chr.

    Das römische Bürgerrecht wird den Einwohnern von Neapel erteilt.

  • Geschichte: Pizza Margherita aus Neapel, ein königlicher Genuss

    Geschichte: Pizza Margherita aus Neapel, ein königlicher Genuss

    Die Farben der Pizza Margherita aus Neapel spiegeln die Farben Italiens. Sie ist zum Symbol für ein ganzes Land geworden. Entdecke, wie die italienische Königin Margherita der bekanntesten Pizza der Welt ihren Namen gab.

    Die süditalienische Hafenstadt Neapel ist die Wiege der Pizza: Dort meint man mit „einer Pizza“ fast immer Pizza mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum, auch bekannt als Pizza Margherita. Sie ist eine der drei ursprünglichen neapolitanischen Pizzasorten und sehr köstlich. Andere Klassiker sind Pizza Marinara mit Tomaten und Oregano bzw. Pizza Margherita al filetto, mit frischen Tomaten.

    Natürlich gibt es auf den Speisekarten der Pizzerien noch mehr leckere Pizzavarianten, die der Fantasie kreativer Pizzaioli entspringen. Aber in Neapel nimmt die Pizza “pomodoro, mozzarella e basilico” definitv den ersten Platz ein! Kein Wunder, denn sie ist leicht und überzeugt durch den köstlichen Geschmack ihrer einfachen Zutaten.

    Margherita war eine italienische Königin

    Der Name der Pizza Margherita hat viel zu tun mit der italienischen und neapolitanischen Geschichte. Die italienische Königin Margherita machte im Jahr 1889 einen Besuch in Neapel. Die Regentin hatte schon oft von der neapolitanischen Spezialität gehört und wünschte, eine Pizza zu essen. Aber weil sie eine Königin war, konnte sie nicht eine einfache Pizzeria, einen Ort des Volks, aufsuchen. Deshalb ließ man den besten Pizzaiolo der Epoche, Raffaele Esposito, Inhaber der Pizzeria “Pietro…e basta così”, in den Palazzo Reale di Capodimonte in Neapel kommen. Dafür wurde in ihrer Residenz extra einen Pizzaofen erbaut.

    Esposito bereitete drei Pizzen zu: Eine davon war die berühmte “pomodoro, mozzarella e basilico”, eine Pizza in den Farben der italienischen Fahne (rote Tomaten, weißer Mozzarella, grünes Basilikum). Der Königin hat diese Pizza so gut geschmeckt, daß sie dem Pizzaiolo einen Dankesbrief geschrieben hat. In kurzer Zeit wurde diese Pizza bei Adligen und im Volk berühmt. Plötzlich wollten alle „die Pizza der Königin Margherita“ essen, die schließlich nach ihr benannt wurde.

    Den Brief an Esposito kann man noch heute in der Pizzeria Brandi in Neapel lesen.

     

  • Grand Hotel Vesuvio in Neapel: Luxus und Geschichte

    Grand Hotel Vesuvio in Neapel: Luxus und Geschichte

    Das exklusive Hotel Vesuvio liegt direkt an der Promenade von Neapel. Von der herrlichen Dachterrasse haben schon viele Prominente und Staatsoberhäupter den Blick über den Golf von Neapel genossen.

    Direkt an der Promenade im schönsten Viertel von Neapel liegt das 5-Sterne Grand Hotel Vesuvio*. Von der herrlichen Dachterrasse blickt man direkt auf den Vesuv und über den Golf von Neapel. Direkt gegenüber liegt das Castel dell’Ovo, eine kleine Burg am Yachthafen.

    Residenz von Königen und Hollywood-Stars

    Lange ist die Liste der berühmten Gäste, die hier genächtigt haben: Hitchcock, Gwyneth Paltrow, Woody Allen, Giorgio Armani, Matt Damon, Grace Kelly und Luciano Pavarotti sind nur eine kleine Auswahl.
    Besonders Stolz ist das Hotel auf einen ihrer treuesten Gäste, den weltberühmten Tenor Enrico Caruso, der das Hotel „als sein neapolitanisches Heim“ bezeichnete. Caruso war auch ein leidenschaftlicher Koch. Das Hotel hat ihm das Restaurant Caruso im Dachgarten gewidmet, wo eine seiner Lieblingsspeisen, die Bucatini alla Caruso, serviert werden. Dort kann man auch als Nicht-Hotelgast speisen, am besten mit Reservierung.

    Luxuriöse Suiten und exklusiver Entspannungsbereich

    Neben schönen Zimmern mit Blick auf das Castel dell’Ovo gibt es großzügige Luxus-Suiten und eine Präsidenten-Suite. Im Echia-Club gibt es einen Indoor-Pool und Fitnessbereich.

    Die Geschichte des Gran Hotel Vesuvio ist eng mit der von Neapel verbunden

    Das Luxushotel kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die lange Promenade von der Regierung erbaut. Sie führt am Meer entlang und eröffnet herrliche Ausblicke auf die Insel Capri, den Vesuv und den Hügel des noblen Stadtteils Posillipo.
    Die Schönheit der Umgebung begeisterte auch den Finanzier Oscar du Mensil, der 1882 das “Grand Hotel du Vesuve“ erbauen ließ. Nachdem es während des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde, hat man es 1950 wieder unter dem Namen „Grand Hotel Vesuvio“ aufgebaut. Es gehört heute zur Gruppe der „Leading Hotels of the World“.

    Tipp

    Wer eine Reise nach Neapel zu einem besonderen Anlass plant und nicht auf den Geldbeutel schauen muss, ist hier an der richtigen Adresse. Besonders schön ist der nächtliche Ausblick vom Dachgarten auf die blinkenden Lichter unter dem Vesuv. In wenigen Gehminuten ist man schon an der Piazza Plebiscito oder im Opernhaus San Carlo. Im noblen Stadtviertel Chiaia gibt es viele Designer-Boutiquen.

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    Adresse:
    Grand Hotel Vesuvio, Via Partenope 45, Lungomare Caracciolo, 80121 Napoli

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  • Geschichte Neapels: Zeitraum nach der italienischen Vereinigung

    Die Geschichte Neapels nach der italienischen Vereinigung durch Garibaldi bis in die heutige Zeit ist geprägt von politischen Umbrüchen, wirtschaftlichen Herausforderungen und kultureller Vielfalt.

    Zeittafeln zur Geschichte von Neapel:
    » Zeitraum vor Christus – Gründung von Neapolis
    » Zeitraum nach Christus – 79 n. Chr. bis 1815
    » Vereinigung Italiens bis heute

    1860

    Am 7. September 1860 zieht Giuseppe Garibaldi in Neapel ein. Die große Mehrheit der Bevölkerung Neapels spricht sich am 21. Oktober 1960 für eine Vereinigung mit dem Königreich Italien (Sardinien-Piemont) aus.

    1865 u. 1885

    Neapel wird von einer verheerenden Cholera-Epidemien heimgesucht.

    1885

    Es wird ein Gesetz zur Sanierung der Elendsviertel erlassen.

    1943

    „Quattro giornate di Napoli“. Neapel wird für vier Tage von den Alliierten bombardiert. Durch die Bombardements werden zahlreiche Gebäude zerstört. Die Neapolitaner wehren sich gegen den Versuch der Deutschen, öffentliche Bauwerke zu zerstören, darunter auch die Brücke von S. Teresa. Die deutschen Besetzer verlassen Neapel.

    1946

    In einer Volksabstimmung spricht sich die knappe Mehrheit der Italiener für die Einführung der Republik aus, wobei die meisten Neapolitaner für den in Neapel geborenen König stimmen.

    1950

    Das Programm zur wirtschaftlichen Erschließung Süditaliens wird in Kraft gesetzt und besteht bis zum Jahr 1984.

    1952 – 1958

    Bauspekulationen. Viele Neubauten zerstören große Teile der Grünflächen von Neapel.

    1973

    Cholera-Epidemie

    1975

    Die Tangenziale, eine Autobahn-Stadtumgehung, wird eröffnet.

    1980

    Durch ein katastrophales Erdbeben in Kampanien sterben ca. 2700 Menschen.

    1986

    Der SSC Neapel gewinnt zum ersten Mal nach 80 Jahren die italienische Fußball-Bundesliga. Es wird sieben Tage an jedem Ort Neapels gefeiert. Am Friedhofstor wird ein Schild aufgehängt, auf dem die Toten bedauert werden, weil sie nicht dabei sein konnten.

    1993

    Antonio Bassolino (PDS – postkommunistische Partei) wird zum Bürgermeister Neapels. Unter ihm blüht Neapel auf und erfährt zahlreiche Verbesserungen und Neuerungen (z.B. Fußgängerzonen, Verbesserung des Transportsystems, touristische Attraktionen).

    1994

    Weltwirtschaftsgipfel (G7) in Neapel: Clinton, Chirac, Kohl u.a. besuchen die Stadt, die für diesen Anlass verschönert und renoviert wird. Neapel rückt wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.

    1995
    Das historische Zentrum von Neapel wird von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

    Ab Anfang der 2000er-Jahre
    Ausbau der U-Bahn und der „Kunststationen

    Ca. 2010 bis heute
    Starker Anstieg des Tourismus, Neapel etabliert sich wieder als internationales Reiseziel.

    2020
    COVID-19-Pandemie trifft die Stadt. Einbruch des Tourismus.

    2023
    Der SSC Neapel gewinnt die italienische Meisterschaft. Große Feiern und Dekorationen. Millionen Besucher aus aller Welt strömten in die Stadt.

     

  • Neapel: Museo di Etnopreistoria im Castel dell’Ovo – prähistorische Artefakte

    Neapel: Museo di Etnopreistoria im Castel dell’Ovo – prähistorische Artefakte

    Tauche ein in die faszinierende Welt prähistorischer Kulturen und erlebe Geschichte hautnah im Museo di Etnopreistoria. Das Museum befindet sich im malerischen Castel dell’Ovo am Borgo Marinari.

    Das Museum wurde in der eindrucksvollen Burg Castel dell’Ovo untergebracht, die auf einer kleinen Insel am Yachthafen Santa Lucia liegt. Die Insel ist durch eine schmale Straße mit der Via Partenope verbunden und gehört zu einer der schönsten Sehenswürdigkeiten in Neapel.

    Entdecke die vielfältige Sammlung von Keramik, Terrakotta, bearbeiteten Steinen, Metall und Knochenwerkzeugen, die die kulturellen Phasen der regionalen Vorgeschichte, insbesondere der Region Cilento, abdeckt.

    Im Jahr 1972 gab es die ersten Ausstellungen in der Burg Maschio Angioino am Hafen. Seit 1984 ist der Sitz des Museums im Castel dell’Ovo.

    Für die Öffentlichkeit ist das Museo di Etnopreistoria nur eingeschränkt geöffnet

    Unter der Woche gibt es didaktische Führungen für Schulgruppen. Führungen für Einzelpersonen und Gruppen werden nur mit vorheriger Buchung und in Italienisch angeboten. An wenigen Tagen ist das Museum für die Öffentlichkeit geöffnet. Überprüfe daher vor deinem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten auf der Website des Museums.

    Adresse

    Museo di Etnopreistoria im Castel dell’Ovo, 80121 Napoli
    Web: www.museoetnopreistoriacainapoli.it

    Infos über das Castel dell’Ovo:
    www.comune.napoli.it/casteldellovo