Schlagwort: Geschichte

  • Das Museum Filangieri: Kunst und Geschichte im Herzen Neapels

    In der Altstadt von Neapel liegt in einem antiken Palazzo das Museum Filangieri. Dort werden die Kunstsammlung des Fürsten Filangieri und eine Sammlung zur Stadtgeschichte ausgestellt.

    Das Museum Filangieri befindet sich im Palazzo Cuomo, der zwischen 1464 und 1490 vom reichen Händler Angelo Cuomo erbaut wurde. In den Jahren 1881 und 1882 wurde der Palazzo wegen einer Straßenerweiterung abgebaut und zwanzig Meter weiter hinten wieder aufgebaut.

    Bewundern kann man die Bibliothek und Kunstsammlung des Fürsten Gaetano Filangieri, der das Museum 1882 gründete. Die Sammlung besteht aus Gemälden, Gewändern, Waffen, Möbelstücken und einer Porzellansammlung. Das obere Stockwerk ist der Mutter des Principe Filangieri, Agata Moncada di Paternò, gewidmet.

    Ein weiterer Ausstellungsschwerpunkt sind Kunstwerke zur Geschichte von Neapel.

    Anreise zum Museum Filangieri

    Mit der U-Bahn: Mit der Linie 1 bis zur Station Museo fahren. Weiter etwa 800 Meter zu Fuß gehen. Oder mit der Linie 2 bis zur Station Cavour fahren und weiter etwa 800 Meter zu Fuß.

    Adresse
    Museo Filangieri,Via Duomo 288, 80138 Napoli
    filangierimuseo.it

  • Kunstmuseum Pagliara in Neapel

    Das Museum ist dem Universitätsinstitut Suor Orsola Benincasa angeschlossen. Es beherbergt eine vielfältige Kunstsammlung, die Gemälde, Keramikobjekte und Möbel umfasst.

    Die wertvolle Sammlung ist Teil der Pagliara-Stiftung, die 1947 von Maria Antonietta und Adelaide Pagliara ins Leben gerufen wurde. In Gedenken an ihren Bruder Rocco Pagliara, entschieden sich die Schwestern, sein künstlerisches Erbe dem Institut Suor Orsola Benincasa zu übergeben.

    Kunst und Geschichte erleben

    Das Museum öffnete seine Türen im Jahr 1952. Seitdem bietet es einen tiefen Einblick in die Kunstwerke und historischen Objekte der Sammlung.

    Für einen Besuch im Museum ist die Anmeldung beim Institut Suor Orsola Benincasa erforderlich.

    Adresse:
    Istituto Suor Orsola Benincasa, Via Suor Orsola 10, 80135 Napoli
    Web: www.unisob.na.it

  • Parthenope-Mythos: Die Entstehung Neapels

    Parthenope-Mythos: Die Entstehung Neapels

    „Parthenope“ ist der antike Name der Stadt Neapel. Erfahre mehr über die Ursprünge Neapels und wie Odysseus dem tödlichen Gesang der Sirene Parthenope entkam.

    Eine Legende besagt, dass Odysseus in den gefährlichen Gewässern vor der Küste Neapels segelte und vom Gesang der Sirenen bezirzt wurde. Doch clever wie er war, hatte er sich zuvor an den Mastbaum seines Schiffes binden lassen, um ihrem hellen Gesang nicht zu verfallen. Seine Matrosen verstopften ihre Ohren mit Wachs.

    Parthenope wurde an der Uferpromenade von Neapel angeschwemmt

    Unter den drei singenden Sirenen war der Legende nach auch Parthenope (Partenope), die sich nach ihrem Misserfolg gemeinsam mit ihren Schwestern ins Meer stürzte. Die Sirenen starben und wurden in einer Bucht in Neapel angeschwemmt, genau wo sich heute das Castel dell’Ovo befindet (Via Partenope).

    Am Eingang des Hafens wurde ein Denkmal errichtet, um das etwa im siebten Jahrhundert v. Chr. von den Griechen aus Kyme die Stadt „Palaeopolis“ gegründet wurde. Diese Stadt breitete sich immer weiter aus, bis schließlich etwa im fünften Jahrhundert v. Chr. die neue Stadt „Neapolis“ entstand. Von „Neapolis“ kommt der heutige Name der Stadt: „Neapel“.

    Der Dichter Vergil bezeichnete Neapel poetisch als „Parthenope“ und die Einheimischen werden noch heute „partenopei“ genannt.

    Tipp: Reisebericht „Wenn der Vesuv rosa leuchtet“ über einen Spaziergang auf der Promenade (und mehr über Parthenope)

  • Piazzetta Nilo in Neapel: Wo der Nilgott wohnt

    Piazzetta Nilo in Neapel: Wo der Nilgott wohnt

    Die Piazzetta Nilo ist einer charakteristischsten Plätze in Neapel. Bei einem Spaziergang durch die geheimnisvolle Altstadt wird man dort von der antiken Marmorstatue des Gottes Nil begrüßt.

    In der Altstadt von Neapel kann man sie nicht verfehlen: die Piazzetta Nilo. Sie liegt direkt am Anfang der Via San Biagio dei Librai.

    Nicht zufällig wird der kleine Platz auch „Corpo di Napoli“ (dt. „Leib von Neapel“) genannt, denn wir sind hier mitten im Herzen des antiken Stadtzentrums. Seine Besonderheit ist, dass er seit über 2000 Jahren den selben Namen trägt: Der Name „Piazzetta Nilo“ bezieht sich auf die Statue des Gotts Nil und wurde ihm einst von Ägyptern aus Alexandria verliehen. Die bildeten damals in diesem Stadtbereich eine große Gemeinschaft, weit weg von zu Hause. Mit der Statue des Dio Nilo (dt. Nilgott) wollten sie an ihre entfernte Heimat erinnern.

    Eine Skulptur mit abenteuerlicher Vergangenheit

    Der Gott wird als bärtiger alter Mann dargestellt, der an seinem rechten Arm ein Füllhorn (antikes Symbol des Überflusses) hält. Er liegt seitlich auf einem Stein, seine Füße ruhen auf einem Krokodilkopf. Die Statue hat über die Jahrtausende schon einiges erlebt: Im 15. Jh. ist sie für einige Zeit verschwunden und im 17. Jh. verlor sie sogar ihren Kopf. Der wurde aber damals aber wieder rekonstruiert. Trotz allem steht die Statue heute noch immer dort, wo sie die Alexandriner vor über 2000 Jahren platzierten.

    Doch damit nicht genug: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Kopf der Sphinx gestohlen, der vorher rechts auf dem Marmorblock war. Er wurde erst kürzlich bei einem Sammler wieder gefunden und restauriert. Im November 2014 hat die Sphinx nun endlich wieder ihren Platz auf dem Podest eingenommen, wie man auf dem Foto sehen kann.

    Von der Piazzetta erreicht nach wenigen Gehminuten ein Highlight: die berühmte Krippenstraße Via San Gregorio Armeno.

  • Pompeji: Freigelegt, zugeschüttet und wieder ans Tageslicht gebracht

    Pompeji: Freigelegt, zugeschüttet und wieder ans Tageslicht gebracht

    Die archäologischen Ausgrabungen von Pompeji begannen im 18. Jahrhundert. Nachdem sich der König Karl III. an den Schätzen von Pompeji bereichert hat, lies er den Fundort einfach wieder zuschütten. Erst ein Jahrhundert später wurde die ganze Tragödie ans Tageslicht gebracht.

    Nach dem schweren Erdbeben 62 n. Chr. konnten die Pompejaner nicht ahnen, was auf sie zukommt. Wer hätte gedacht, dass der Vesuv ausbricht und dabei ganz Pompeji unter sich begraben würde? Am 24. August 79 kam der Ausbruch so plötzlich, dass den Bewohnern von Pompeji keine Zeit mehr zum Fliehen blieb. Die, die flüchten wollten, wurden auf ihrem Weg von tödlichen Gasmassen erfasst.

    Der feurige Berg schloss mit gewaltigen Schlacke- und Aschemassen sämtliches Leben ein

    Nach der Tragödie war Pompeji unter einer acht Meter hohen Ascheschicht begraben. Auch die kleineren Nachbarorte Herculaneum und Oplontum traf das selbe Schicksal.

    Erst 1748 fanden erste Ausgrabungen unter dem Bourbonen Karl III. statt

    Angefacht von den gefundenen antiken Schätzen anderer freigelegter Orte sollte ihm nun auch Pompeji zu weiterem Reichtum verhelfen. Er wurde nicht enttäuscht und fand neben Kunstschätzen auch Schmuck und Münzen. Danach lies er den Ausgrabungsort wieder zuschütten.

    Nach der Gründung des italienischen Königreiches wurde der archäologische Fundort durch Giuseppe Fiorelli wieder freigelegt. Die wichtigsten Fundstücke wurden ins Archäologische Nationalmuseum in Neapel gebracht, aber leider fanden einige Teil auch ihren Weg in die Taschen privater Geschäftsleute.

    Bei seinen Grabungen erfand Fiorelli im Jahr 1863 die Methode, die mit Asche überzogenen Leichen mit Gips auszufüllen. Damit gelang es ihm, Menschen und Tiere für die Ewigkeit zu erhalten und so erhielt Pompeji seine traurige Berühmtheit. Ganze Familien, Mütter mit ihren Kindern, selbst Tiere kann man bei ihrem schrecklichen Todeskampf sehen. Eine der bekanntesten Szenen fand im Orto dei Fuggiaschi statt, wo man die Abdrücke von dreizehn Familienmitgliedern sieht. Auch Wohnhäuser und Werkzeuge der damaligen Zeit wurden unversehrt geborgen.

  • Was ist beeindruckender? Pompeji oder Herculaneum?

    Im Jahr 79 n. Chr. kam der Ausbruch des Vesuvs so plötzlich, dass die Einwohner von Pompeji und Herculaneum nicht mehr fliehen konnten. Der feurige Berg begrub beide Städte mit allen Bewohnern unter Schlamm und Aschemassen. Die archäologischen Ausgrabungsstätten von Pompeji und Herculaneum gehören zu den interessantesten Ausflugszielen am Golf von Neapel.

    Pompeji und sein kleiner Nachbarort Herculaneum (ital. Ercolano) ereilte beim Ausbruch des Vesuvs ein ähnliches Schicksal. Während die Pompejaner unter einer meterhohen Ascheschicht begraben wurden, fand Herculaneum unter einem riesigen Lava-Schlammfluss ein dramatisches Ende.

    Oft wird unsere Redaktion gefragt, welche Ausgrabungsstätte denn die interessantere oder schönere sei. Aber das kann man so pauschal nicht beantworten, denn die Atmosphäre in den beiden Ausgrabungen ist unterschiedlich. Während man im kleinen Dorf Herculaneum in das alltägliche Leben der Bewohner eintaucht, beeindruckt das größere Pompeji durch eine komplett erhaltene Städtestruktur mit Tempeln, Theatern, Thermen und Bordellen.

    Pompeji ist ein riesiges Freilichtmuseum

    Die Ausgrabungen von Pompeji zeigen eine komplett erhaltene wohlhabenden Stadt. Sie beeindruckt durch viele wunderbare Wohnhäuser mit Wandmalereien, Fresken, Läden mit Pizzaöfen und lange Straßen. Einige der wichtigsten Funde wurden in das Archäologische Nationalmuseum in Neapel gebracht.

    Antike Atmosphäre in Herculaneum

    Romantiker bevorzugen das sehr gut erhaltene Herculaneum, wo man noch heute die Atmosphäre des damaligen Lebens spüren kann. In der Villensiedlung am Golf von Neapel gibt es schöne Gärten mit Blumen. Teilweise ist sogar das obere Stockwerk der Wohnhäuser und die Holzmöblierung erhalten. Von einigen Villen hat man einen herrlichen Panoramablick auf den Golf von Neapel.

    Fazit: Wer Zeit mitbringt, sollte am besten beide Ausgrabungsstätten besichtigen

    Kreuzfahrttouristen und Erstbesucher des Golfs von Neapel bevorzugen meistens einen Ausflug zu den größeren Ausgrabungen von Pompeji. Als Ergänzung wird er gerne mit einer Besichtigung des Archäologischen Nationalmuseum in Neapel kombiniert. Wer Pompeji schon kennt, sieht sich bei einer zweiten Neapel-Reise dann oft Herculaneum an.

    Pompeji und Herculaneum können mit der Regionalbahn Circumvesuviana von Sorrent und Neapel schnell erreicht werden.

  • Nola, das prähistorische Pompeji

    Nola, das prähistorische Pompeji

    Nur durch Zufall wurde beim Bau eines Supermarkts eine Stadt aus der Bronzezeit entdeckt, die schon 1800 Jahre vor Pompeji beim Ausbruch des Vesuvs zerstört wurde. Diese faszinierende Entdeckung eröffnete neue Einblicke in das Leben und die Kultur der Menschen, die schon lange vor der römischen Zivilisation in dieser Region lebten.

    Erst im Jahr 2001 fand man in der Umgebung von Nola, einer Stadt im Norden des Vesuvs, die Reste einer Siedlung aus der Bronzezeit. Sie wurde bereits vor 3800 Jahren beim Ausbruch des Vulkans verschüttet und damit 1800 Jahre früher als Pompeji und Herculaneum.

    Bei den Ausgrabungen kam unter Schichten von Fango, Asche und Steinen ein perfekt erhaltenes Dorf zum Vorschein, das wahrscheinlich bei einer Eruption zwischen 1880 und 1680 v. Chr. begraben wurde. Gefunden wurden versteinerte Hütten, Haushaltsgegenstände und Fußabdrücke von Tieren. Die Ausgrabungen liegen nur fünf Kilometer entfernt vom Dorf San Paolo Bel Sito. Dort wurden bereits 1970 die Skelette eines vor der Lava fliehenden Paares ausgegraben.

    Die Funde von Nola haben eine große archäologische Bedeutung

    Sie zeigen, dass Menschen bereits 4000 Jahre v. Chr. in organisierten Gemeinschaften lebten und sich nicht durch Sammeln von Nahrung, sondern Produktion ernährten.

     

  • Lupanare: Antikes Freudenhaus von Pompeji

    Lupanare: Antikes Freudenhaus von Pompeji

    Das Bordell „Lupanare“ ist eines der bekanntesten Gebäude des antiken Pompeji. Nach schwierigen Restaurierungsarbeiten erstrahlt es nun wieder in seinem alten Glanz. Die kunstvollen erotischen Wandmalereien machen es zu einem Highlight einer Pompeji-Tour.

    Das antike Freudenhaus in Pompeji weckt die Neugierde vieler Touristen, die etwas über das erotische Leben der adligen Patrizier und Pompejianer in der römischen Epoche erfahren möchten.

    Im Lupanare konnte man sich am Golf von Neapel völlig der Wollust und dem exzessiven erotischen Vergnügen hingeben. Viele Kunden des Bordells hatten einen niedrigeren sozialen Stand. Sie waren Liberti (freigelassenen Sklaven), Sklaven und Gelegenheitshändlern, denn der Besuch im Freudenhaus war preisgünstig. Ihr „Alltagsvergnügen“ fanden die Männer damals also nicht nur im Palästra, Theater oder in den Thermen. Besonders die Orte, an denen die Menschen sich völlig dem Vergnügen ihrer Sinne hingeben konnten hatten einen enormen Zulauf: die Lupanare.
    Das Wort lupanare kommt übrigens von Lupa (Wölfin), dem lateinischen Wort für Prostituierte.

    Im Lupanare pompeiano wurden die architektonischen Komplexe und farbenprächtigen Dekorationen restauriert

    Die Wände des Gebäudes waren mit erotischen Gemälden in rot-braunen Farben, Mosaiken und Zeichnungen bedeckt, auf denen verschiedene erotische Positionen und obszöne Posen abgebildet waren. Die gewagtesten erotischen Gemälde befanden sich direkt am Zimmereingang. Sie dienten wahrscheinlich als Katalog der von der Prostituierten angebotenen Dienste.

    Manche der Lupanare waren klein und hatten nur ein Zimmer, oft im oberen Stockwerk einer Bottega oder Taverne. Es gab jedoch auch größere Bordelle mit zehn Zimmern auf zwei Stockwerken. Das Bordell verfügte über eine Osteria, eine Latrine und einfache fensterlose Zimmer mit gemauerten Betten und Matratzen. Damit die Kunden auch nachts ihren Weg zum Bordell finden konnten, wurde der Eingang durch eine Lampe in Form eines erigierten Penis beleuchtet.

    Der exzessive Realismus der erotischen Szenen wurde nicht nur in den Lupanare des antiken Pompeji, sondern auch auf vielen Mosaik-Fußböden, Gemälden und Gegenständen in Privatwohnungen dargestellt. Dadurch wird klar, welchen vitalen Teil der Eros am täglichen Leben der römischen und pompejanischen Gesellschaft des ersten Jahrhunderts nach Christus hatte.

    Die Pompejaner gingen sehr freizügig mit ihrer Sexualität um und haben offen über ihre erotischen Erfahrungen gesprochen. Die Männer waren stolz auf ihre erotischen Unternehmungen und die Frauen auf ihre erotischen Fähigkeiten.

    Das Archäologischen Nationalmuseum in Neapel zeigt Fundstücke und Malereien aus Pompeji

    Viele der Mosaike, Gemälde und Penis-Objekte kann man heute im Archäologischen Nationalmuseum in Neapel besichtigen. Dort sieht man im gabinetto segreto (Geheimkabinett) eine Sammlung, die früher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich war, z. B. Öllampen in Penisform, Marmorskulpturen in eindeutigen Positionen und großartige Fresken.

  • Die schönsten Villen in den Ausgrabungen von Pompeji

    Die schönsten Villen in den Ausgrabungen von Pompeji

    Ein Spaziergang durch die Villen von Pompeji ist wie eine Zeitreise. Säulenumrankte Innenhöfe und prächtige Wandmalereien zeugen von einer vergangenen Epoche.

    Die historisch wertvollen Wohnhäuser liegen im Nordwesten von Pompeji, zwischen der Via di Mercurio und der Via Stabianar. Typisch sind zwei Innenhöfe, Atrien und ein griechischer Blumengarten mit Säulen.

    Die Besichtigung folgender Villen in Pompeji sollten Sie auf keinen Fall verpassen:

    Casa dei Vettii

    Eines der berühmtesten Wohnhäuser. Errichtet durch zwei Freigelassene, die es zu erheblichem Wohlstand gebracht haben. Die Innenräume sind mit mythologischen Wandmalereien und Fresken ausgestattet. Ein Motiv zeigt zum Beispiel Hercules als Kind beim Erwürgen der Schlange. Im Innenhof befindet sich der Altar der Laren, der Hausgötter. Der Altar zeigt zwei Laren mit dem Geist des Pater familias über einer Schlange. Das Haus liegt direkt neben dem Casa degli Amorini Dorati.

    Casa degli Amorini Dorati

    Das Haus der Familie Poppäa weist entschiedene Merkmale der neronischen Zeit auf. Angeblich hat es der Geliebten von Kaiser Nero gehört. Durch Platzmangel ist es leicht ungleichmäßig gebaut. Der Name Amorini stammt von vergoldeten Amoretten, die man im Schlafzimmer findet. Ebenfalls sehenswert sind ein kleiner Larentempel und ein Tempel, welcher der ägyptischen Göttin Isis geweiht worden.

    Casa del Fauno

    Das Haus des Fauns ist das mit Abstand schönste Beispiel für ein antikes Haus. Es liegt auf der Via della Fortuna. Man nimmt an, es sei für Puplius Sulla errichtet worden, der sich als Organisator und Ratgeber für die Interessen Roms eingesetzt hatte. Der Name des Hauses stammt von einer Bronzestatue, die im Impluvium (dem Wasserbecken des Atriums) befestigt ist. Das Original steht im Museum Archeologico Nazionale in Neapel, ebenso wie viele berühmte Mosaiken des Hauses, etwa die Schlacht bei Issos. Das im zweiten Jahrhundert vor Christus erbaute Haus ist eines der größten Privatgebäude der Stadt.

    Casa di Menandro

    Das Casa di Menandro ist nach einem griechischen Dramatiker benannt, dessen Portrait man im Inneren des Hauses erblicken kann. Unter anderem schmücken auch weitere Bilder der griechischen Mythologie die Wände, unter anderem Odysseus im Trojanischen Krieg. Das Bad befindet sich auf der westlichen Seite des Säulenganges um ein säulenbestandenens Atrium. Ebenfalls kann man ein Caldarium (Wärmeraum) bestaunen. Um 1930 fand man in diesem Haus einen 115-teiligen Silberschatz.

    Casa del Labirinto

    Das Haus des Labyrinths liegt hinter dem Casa del Fauno. Es ist ein großer Wohnsitz aus der samnitischen Zeit. Es besitzt zwei Atrien, das Hauptatrium ist mit vier Säulen ausgestattet. Die Gemälde scheinen vom selben Maler wie die aus der Villa dei Misteri zu stammen. Besonders schön ist der dargestellte Rundtempel. Auf einem Fußbodenmosaik erkennt man Theseus in Labyrinth des Minotaurus, daher der Name.

    Villa dei Misteri

    Wegen ihrer Malereien ist diese Villa eine der wichtigsten der Antike. Vom zweiten Jahrhundert v. Chr. bis 67 n. Chr. wurde sie immer weiter vergrößert und umgebaut. Nach dem Erdbeben 67 n. Chr. fungierte sie sogar als Landgut. Ihr Haupteingang befand sich auf der gegenüberliegenden Seite vom Meer und war so prächtig angelegt, dass sogar Wagen hindurch fahren konnten.
    Die Dekorationen des Hauses orientieren sich an feinsten Miniaturen und einem ägyptisch angehauchtem Stil. Zum Teil waren die Wände auch architektonisch angemalt. Wunderschön anzuschauen sind die Portale, Bogengänge und Gemälde.
    Vor 2000 Jahren diente das Haus auch als Kultstätte für den Dionys-Kult, der damals in Italien verboten war. Zeuge ist ein Gemälde, in dem eine Frau in die „dionysischen Mysterien“ eingeführt wird.

    Mehr Infos: www.pompeiisites.org

     

  • Am Hafen von Neapel: Museum Civico im Castel Nuovo

    Am Hafen von Neapel: Museum Civico im Castel Nuovo

    Das Museo Civico in der imposanten Burg „Castel Nuovo“ (Maschio Angioino) beeindruckt nicht nur mit einer schönen Kapelle und einer wunderbare Panoramaterrasse, sondern beherbergt ebenfalls einer interessanten Ausstellung zur Stadtgeschichte Neapels.

    Die imposante Burg Castel Nuovo („neue Burg“) ist eines der Wahrzeichen von Neapel. Die Neapolitaner nennen das Bauwerk „Maschio Angioino“ wobei „Mastio“ oder „Maschio“ für den höchsten Turm einer Burg steht. Es liegt an der Piazza Municipio gegenüber vom großen Porto di Napoli. Wer mit der Fähre oder dem Kreuzfahrtschiff nach Neapel fährt, kann die Burg schon von Weitem sehen.

    Das Museum Civico zeigt Ausstellungen zur Stadtgeschichte und wurde im Jahr 1990 eingeweiht. Besonders schön ist die „Cappella di Palatina“ aus dem Jahr 1307 mit Skulpturen und Fresken aus dem 13. und 14. Jahrhundert n. Chr. Zu sehen gibt es u.a. Silber- und Bronzeobjekte aus dem 15. bis 19. Jahrhundert sowie Gemälde. Bei einer Führung kann man auch die Kerker besichtigen, in denen einst ein Krokodil gelebt haben soll. Einen wunderbaren Blick über das Meer und den großen Hafen hat man von der Panoramaterrasse auf dem Dach der Burg.

    Anreise

    Vor dem Maschio Angioino gibt es eine Bushaltestelle mit vielen Verbindungen, auch die roten Sightseeing-Busse halten hier. An der Piazza Municipio liegt die U-Bahn-Station Municipio.

    Adresse
    Museo Civico in Castel Nuovo, Piazza Municipio, 80133 Napoli
    Web: www.comune.napoli.it