Schlagwort: Pizza

  • Die Kunst des neapolitanischen Pizzabäckers ist UNESCO-Kulturerbe!

    Glückwunsch an Neapel! Im Dezember 2017 wurde die Kunst des neapolitanischen Pizzaiolo ins immaterielle UNESCO-Kulturerbe aufgenommen.

    Wer schon mal eine neapolitanische Pizzeria besucht hat, wird es sicher bemerkt haben: Die antike Kunst der Pizzaioli umfasst weit mehr als die bloße Zubereitung des leckeren Teigfladens. Sie ist Identitätsmerkmal der neapolitanischen Kultur. Das hat die UNESCO nun im Dezember 2017 offiziell bestätigt und die einzigartige Handwerkskunst der neapolitanischen Pizzaioli in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen.

    Sie begründet ihre Entscheidung damit, dass das kulinarische Know-how der Pizza-Produktion, verbunden mit Gesten, Liedern, lokalem Jargon und natürlich der Fähigkeit mit Pizzateig umzugehen, ein unbestreitbares kulturelles Erbe ist. Das Pizzabacken in Neapel wird zu einer Art Theater, in dem Pizzaioli und Gäste ein gesellschaftliches Ritual veranstalten. Dabei dienen Theke und Holzofen der Pizzeria als Bühne, in einer geselligen Atmosphäre und mit einem ständigen Austausch mit den Gästen.

    Mit der Auszeichnung belohnt die UNESCO die Arbeit des italienischen Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Forst, das bereits 2009 (gemeinsam mit der Pizzabäckervereinigung und der Region Kampanien) begonnen hat, den Antrag zu entwerfen.

  • Vico Equense: Pizza am laufenden Meter in der Università della Pizza

    Im hübschen Ort Vico Equense an der Küste von Sorrent gibt es leckere Pizza meterweise. Die Pizza der Pizzeria „Pizza a metro“ gilt als die beste auf der Halbinsel von Sorrent und ist am ganzen Golf von Neapel bekannt.
    Von außen ist die Pizzeria in Vico Equense unscheinbar, aber innen wird man überrascht. In einem großen Speisesaal mit Garten wird die riesige Pizza auf einem Wagen an den Tisch gerollt. Die Pizza kann zentimeterweise und mit verschiedenen Belägen bestellt werden. Ein Meter Pizza reicht etwa für fünf Personen.

    Die Erfindung der Pizza a metro geht auf Gigino Dell’Amura zurück

    Er stammte aus einer bekannten Bäckerfamilie und kam in den 1930er-Jahren auf die Idee, die traditionelle neapolitanische Pizzatradition mit dieser phantasievollen Variante zu bereichern.

    Die Pizza am laufenden Meter ist bis heute ein großer Erfolg und bei Einheimischen sowie Reisenden sehr beliebt. Viel Spaß macht das Pizzaessen besonders mit Kindern.

    Info:
    Restaurant & Pizzeria „Pizza a metro, Università della Pizza“
    Via Nicotera 15, 80069 Vico Equense
    www.pizzametro.it

  • Pizza fritta aus Napoli: Pizza einmal ganz anders

    Pizza fritta aus Napoli: Pizza einmal ganz anders

    Neapel ist berühmt für köstliche Pizza aus dem Holzofen. Aber die Neapolitaner lieben noch eine andere Pizza ganz heiß: pizzetta fritta. Diese knusprige Köstlichkeit sollte man unbedingt an einem Straßenverkauf in Neapel probieren!

    Fast jede Pizzeria in der Altstadt Neapels hat einen Straßenstand für „pizza da portare“. Dort wird die dampfende Pizza noch ganz heiß in weißes Papier gelegt und sofort an Ort und Stelle verspeist, direkt aus der Hand. Die klassische „Margherita a portafoglio“ (vier Mal zusammengefaltet) wird auch als frittierte Pizza verkauft, etwa gefüllt mit Ricotta und Salami.

    Sophia Loren frittierte Pizza auf Kredit

    Die „schnelle Pizza“ ist keine Imitation des amerikanischen Fast-Foods. Schon im Jahr 1954 frittierte die bezaubernde Sophia Loren im Episodenfilm „Pizza a credito“ aus „L’oro di Napoli“ kleine Pizzetten und kassierte erst später.

    Früher wurden die „pizzette fritte“ tatsächlich „a ogge a otto“ gekauft: heute verspeist, aber erst acht Tage später bezahlt. Sie war die Speise des popolino, des verschuldeten Volkes in den engen Gassen Neapels. Frittierte Pizza, gefüllt mit Ricotta, Salami, Mozzarella oder als ungefüllter Teig war schlichtweg günstiger als Pizza aus dem Holzofen.

    Die „Pizza a ogge a otto“ wurde in den sogenannten „bassi“ verkauft,

    kleinen Wohnungen ohne Fenster auf Straßenebene, noch heute ein Symbol des armen Neapels. Oft hat sich die Frau eines angestellten Pizzaiolo, der schon zu Hause den Teig für die Pizzeria zubereitet hat, um das Frittieren und den Verkauf gekümmert. Die Kunden aus den bassi konnten sich die Pizza aber nur leisten, weil die Pizzabäckerin einen Kredit in ihrem öligen Heft vermerkt hat. Für einen Tag wurde ihr Hunger gestillt, aber erst nach einer Woche die Rechnung beglichen!

    Die Basso-Pizzerien waren nur an einem Wochentag geöffnet, dem freien Tag des Pizzabäckers. So besserte er die mageren Familieneinkünfte durch den Verkauf frittierter Pizza auf, denn ohne eigenen Ofen war das die einzig mögliche Zubereitungsart.

    Heute gibt es diese Basso-Pizzerien kaum noch, auch wenn ich mich noch an ein basso in der Altstadt am Ende der 80er-Jahre erinnere: Dort wurde frittierte Pizzen in einer Pfanne auf dem Gehweg verkauft, genau wie im Film. Bezahlen musste man allerdings sofort, nicht erst nach einer Woche!

    Die Zubereitung von frittierter Pizza ist einfach

    Aus dem klassischen Pizzateig werden viele kleine Pizzen mit einem Durchmesser von 10-15 cm geformt. Die genaue Größe hängt von der Pfanne ab. Dann frittiert man sie in Sonnenblumen- oder Erdnussöl. Wichtig ist die Verwendung von viel Öl, die Pizzen müssen im Öl schwimmen. Besonders lecker schmecken sie mit einer Soße aus Tomaten, Knoblauch und Origano, einer einfachen Tomatensoße und Parmesan oder einfach nur einer Prise Salz.

    (gb)

  • Holzofenwunder: 90 Sekunden für eine Pizza

    Holzofenwunder: 90 Sekunden für eine Pizza

    Warum schmeckt Pizza aus dem Holzofen eigentlich so lecker? Und wie backt man hausgemachte Pizza im Elektro-Ofen?

    Pizzerien in Neapel backen Pizza nur im Holzofen bei 450 – 500 Grad. Durch die kurze Backzeit bekommt die Pizza einen knusprigen cornicione, einen schönen Teigrand.

    Die Pizza wird vom Pizzaiolo mit einer Holzschaufel direkt auf den Boden des Ofens gelegt, der traditionell mit Ziegeln ausgekleidet ist. Für das Beheizen des Ofens werden nur Hölzer verwendet, die beim Verbrennen wenig Rauch bilden (etwa Olivenholz). Durch die große Hitze geht der Rand der Pizza sofort auf und wird schön knusprig, während der Pizzaboden weich bleibt. Die Zubereitungszeit im Holzofen beträgt höchstens 90 Sekunden! So bleibt das Basilikum aromatisch, die Tomaten saftig und der Mozzarella schmilzt.

    Und im Ofen daheim?

    Beim Backen hausgemachter Pizza im Elektro- oder Gasofen sollte man immer die höchste Temperaturstufe wählen (mindestens 250 Grad). Im Vergleich zum Holzofen verlängert sich die Backzeit auf 16 – 18 Minuten (bei 250 Grad). Neuere Elektroöfen bringen es auf Temperaturen bis 300 Grad und backen die Pizza in etwa sechs bis acht Minuten.

    Tipps: Ein Schälchen mit Wasser in den Ofen stellen, damit der Pizzateig weich bleibt. Um eine höhere Hitze zu erzeugen, kann man die Pizza statt auf einem Backblech auf einem Pizzastein backen

  • Der leckerste Imbiss der Welt: Streetfood aus Neapel

    In der Weltstadt der Pizza wird der köstliche Teigfladen nicht nur am Tisch verspeist. Viele Pizzerien haben einen Straßenverkauf. Ob zusammengeklappt, frittiert oder als kleine Calzone: Neapel hat das köstlichste und abwechslungsreichste „Fast-Food“ Italiens.  Neben Pizza gibt es noch die leckeren Streetfood-Spezialitäten der Friggitorie wie zeppole oder Kroketten. Wir zeigen Ihnen die bekanntesten Imbisslokale für Streetfood in Neapel.

    Nicht nur eilige Passanten speisen in Neapel am Pizza-Imbiss. Pizza an der Straße zu essen, noch heiß und direkt aus der Hand, ist typisch für Neapel. Es gibt Pizza al Portafoglio (zusammengeklappt und in Papier gewickelt), Pizza al taglio (Pizzastücke) oder Pizzetta fritta (frittierte Pizza).

    Viele der besten traditionellen Pizzerien in der Altstadt betreiben vor ihrem Lokal einen Pizzastand.

    So vielfältig kann ein Imbisslokal sein: Pizzeria, Friggitoria oder Rosticceria

    In Neapel gibt es verschiedene Imbisslokale: Pizzerien mit Straßenverkauf, Friggitorie (für Frittiertes und meistens auch Pizza) und Rosticcerie. Auch manche Pizzerien haben eine Friggitoria, wo es neben Pizza köstliche frittierte Spezialitäten für den kleinen Hunger gibt.

    Frittierte Teigbällchen (pastacresciute), gefüllte Kroketten (crocchè), zeppolle (frittierter Hefeteig, z.B. mit Algen), Zucchiniblüten, Tintenfisch oder Auberginen und frittierte Nudeln (frittatina di Pasta) sind einfach unwiderstehlich. Köstlich sind auch Arancini di riso, Reisbällchen – natürlich frittiert.

    Die Rosticcerie bereiten neben Speisen wie gegrilltem Hähnchen und Pasta al forno auch frittierte Spezialitäten und kleine Pizzaecken zum Mitnehmen zu. In der Rosticceria kann man an Stehtischen oder Tischen essen. Manche Friggitorie haben Sitzplätze und betreiben noch eine Trattoria.

    Unsere Favoriten für Streetfood in Neapel

    Antica Pizzeria e Friggitoria di Matteo
    Via dei Tribunali 94, Napoli, anticapizzeriadimatteo.it
    Kleine Pizzeria in der Altstadt, die noch heute stolz auf ihren bekanntesten Besucher ist. Bill Clinton hat am kleinen Straßenverkauf eine Pizza direkt aus der Hand gegessen. Neben Pizza gibt es köstliche frittierte Leckereien. Oben ist ein kleiner Speiseraum mit wenigen Tischen.

    Antica Pizzeria Ristorante Port’Alba
    Via Port’Alba 18, Napoli, anticapizzeriaportalba.com
    In der Altstadt hat die Pizzeria Port’Alba einen beliebten Straßenverkauf. Die Via Port’Alba ist die Straße der Buchhändler. Vor jedem Geschäft stehen Buchstände und mittendrin am Tor, ist einer der besten Pizza-Straßenverkäufe Neapels.

    Friggitoria Fiorenzano
    Via Pignasecca 14, Napoli, gegenüber der Metro-Haltestelle Montesanto
    Einer der bekanntesten Straßenverkäufe Neapels für Pizza und frittierte neapolitanische Spezialitäten.

    Friggitoria Vomero dal 1938
    Via Domenica Cimarosa 44, 80127 Napoli
    Beim Shopping auf der Fußgängerzone des schicken Stadtteils Vomero kann man sich mit köstlichen Leckereien stärken. Die Friggotoria Vomero liegt an Ecke der Piazza Fuga (beim Ausgang der Funicolare). Köstlich sind die Zeppole.

    Il Cuoppo
    Via San Biagio Dei Librai 23 und Via Dei Tribunali 43, www.ilcuoppo.it
    In der Altstadt von Neapel hat der beliebte Straßenimbiss gleich zwei Läden, an denen man köstlich frittierte Teigbällchen in allen Variationen bekommt. Serviert werden sie in einem Papierkegel, dem „cuoppo“. Egal ob man den cuoppo mit Gemüse, Kartoffeln und friarelli oder mit Fisch bevorzugt – hier gibt es etwas für jeden Geschmack.

    Antica Pizza fritta da Zia Esterina Sorbillo
    z.B. Piazza Trieste e Trento und Via dei Tribunali 35, sorbillo.it
    Duftende frittierte Pizza gibt es in den traditionellen Imbisslokalen von Zia Esterina Sorbillo.

  • Tipps: Feinkostgeschäfte und Lebensmittelmärkte in Neapel

    Tipps: Feinkostgeschäfte und Lebensmittelmärkte in Neapel

    In Neapel gibt es viele gute Feinkostgeschäfte und Märkte, wo man leckere lokale Spezialitäten einkaufen kann. Wir haben eine kleine Auswahl zusammengestellt.

    In Neapel locken Feinkostgeschäfte mit kulinarischen Spezialitäten, Konditoreien und bunte Wochenmärkte zum Einkaufen.

    Auf Obst- und Gemüsemärkten werden im Winter süße Mandarinen, duftende Zitronen und saftige Orangen angeboten. Im Sommer locken fruchtig schmeckende Tomaten zu einer Kostprobe.

    Einige Tipps für beliebte Geschäfte und Märkte:

    Konditoreien und Schokolade in Neapel

    Gay Odin (www.gayodin.it)
    z.B. Via Toledo 214 und 427, Via Luca Giordano 21 A, Via Vetriera 12
    Traditionelle Schokoladenfabrik mit Geschichte und vielen Geschäften in Neapel. Schokoladenspezialitäten gefüllt mit Likör und Creme. An Ostern werden kunstvolle große Schokoladeneier hergestellt, die man nach Wunsch füllen lassen kann. Auch Torrone ist erhältlich.

    Scaturchio (www.scaturchio.it)
    Bekannte Pasticcheria, wo man seit dem 18. Jahrhundert. die neapolitanischen Dolci „Babà“ (in Rum getränkter Kuchen), „Zeppola“ (fritiertes Hefeteil) und „Sfogliatella“ (Blätterteiggebäck mit Ricottafüllung) kosten kann.

    Antico forno delle sfogliatelle calde (www.sfogliatelleattanasio.it)
    Warme Sfogliatelle frisch aus dem Ofen! Auf der Website wird in Videos die Herstellung von Sfogliatelle gezeigt.

    Lebensmittel- und Fischmärkte

    La Pignasecca

    Obst, Gemüse, Fisch, Streetfood, Bäckereien, Pizzerien
    Am Rande der Quartieri Spagnoli.
    Tgl. Obst- und Gemüsemarkt auf einer malerischen Piazza und viele Street-Food-Geschäfte, Pizzerien und Feinkostgeschäfte auf der Via Pignasecca.

    Mercato del Pesce a Porta Nolana

    Fisch- und Lebensmittelmarkt
    Bei der Piazza Garibaldi (Hauptbahnhof). Vormittags geöffnet.

    Hafen von Mergellina: Frischer Fisch

    Via Caracciolo (Uferpromenade)
    Hier verkaufen Fischer an Sonntagvormittagen ihren fangfrischen Fisch.

    Mercato di Porta Capuana (O‘ Buvere)

    Regionale Spezialitäten
    (im Borgo). Geöffnet täglich vormittags. Bekannt für Fisch und landestypische Lebensmittel.

    Mercato di Antignano

    Überdachter Lebensmittelmarkt und Außenbereich
    (im Stadtteil Vomero in der Nähe der Piazza degli Artisti; Metro Linie 1 bis Piazza Medaglie d’Oro, dann vier Minuten zu Fuß)
    Geöffnet täglich von 9 – ca. 14 Uhr außer So/Mo. Markt mit Kleidung, Haushaltsartikeln und überdachtem Lebensmittelmarkt. Dort gibt es Obst und Gemüse, Käse, Wurst und Brot.

     

  • Geschmacksgeheimnis der Pizza Margherita aus Neapel: So gelingt die Zubereitung

    Geschmacksgeheimnis der Pizza Margherita aus Neapel: So gelingt die Zubereitung

    Der neapolitanische Pizzaklassiker ist die Pizza Margherita mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum. Ihr Geheimnis liegt in der Qualität der Zutaten und Zubereitung im Holzofen. Aber auch im heimischen Ofen kann man eine köstliche Pizza backen, wenn man beim Kauf der Zutaten einige Tipps beachtet.

    Neapel ist bekanntlich die Stadt der Pizza. Nirgends schmeckt die Pizza so gut wie in den Pizzerien der Metropole am Vesuv. Es gibt zwar unzählige leckere Pizzasorten, aber nur zwei traditionelle Klassiker: Pizza Margherita mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum und Pizza Marinara mit Oregano, Knoblauch und Tomaten. Zwar hat man zu Hause in der Regel keinen Holzofen, doch mit ein paar Tricks kann man auch selbst eine leckere Pizza zaubern.

    Zutaten für den Belag einer Pizza mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum

    Tomaten

    Für neapolitanische Pizza wird nur die birnenförmige Tomatensorte San Marzano aus Kampanien verwendet. Beim Einkaufen sollte man unbedingt darauf achten, daß die Tomaten nicht zu viel Wasser enthalten. Der Teig könnte sonst durchweichen. Die gewaschenen Tomaten müssen gut abtropfen, bevor sie geviertelt auf den Teig gegeben werden.

    Man kann frische Tomaten durch geschälte Konserventomaten ersetzen. Sie können am Stück oder geviertelt verwendet werden. Ganze Tomaten werden mit der Gabel zerdrückt, bevor man sie auf den Teig gibt. Bitte auf eine gute Qualität der Konserven achten, denn einige haben einen sauren Geschmack. In Neapel werden Tomaten übrigens gerne selbst eingemacht, um auch im Winter nicht auf ihren köstlichen Geschmack verzichten zu müssen.

    Mozzarella

    Für Pizza kann entweder Mozzarella aus Kuh- oder Büffelmilch verwendet werden. Die Associazione Vera Pizza Napoletana, das ist der Verein für neapolitanische Pizza, ist mit beiden Variationen einverstanden. Man sollte auf jeden Fall auf Bio-Qualität und Herkunft achten.
    » Tipps zur Verwendung von Mozzarella

    Frisches Basilikum

    Die Basilikumblätter werden erst kurz vor Ende der Backzeit auf die Pizza geben, um ihr Aroma zu erhalten. Das Basilikum sollte abgepflückt und nicht geschnitten werden.
    » Tipps für die Verwendung von Basilikum

    Olivenöl extra vergine

    Man sollte nur qualitativ hochwertiges Olivenöl verwenden, kaltgepresst und extra vergine. Olivenöl extra vergine ist naturbelassen und unbehandelt. Es hat den geringsten Säuregehalt und bildet wegen seiner Hitzeverträglichkeit keine schädlichen Substanzen.

    Olivenöl wird vor dem Backen auf die Pizza gegeben. Die Menge sollte dabei zehn Gramm nicht übersteigen, weil der Ölgeschmack sonst die anderen Zutaten dominieren würde. In Neapels Pizzerien wird mit einer traditionellen Ölflasche eine 6 auf die Pizza “gemalt”.

    Zutaten für den Pizzateig

    Wasser

    Die Neapolitaner sagen, das Geheimnis ihrer leckeren Pizza liege im weichen Wasser. Es wird für einige Stadtteile aus einer Quelle in Avellino herbeigeführt. Der Kalkgehalt des Wassers hat tatsächlich Einfluss auf den Pizzateig: Sehr kalkhaltiges Wasser verlängert sein „Gehen“. Bei sehr weichem Wasser ist die Zugabe von etwas mehr Salz empfehlenswert. Das Wasser für den Pizzateig sollte lauwarm sein (etwa 28° Grad).

    Weizenmehl

    In Italien wird Weizenmehl vom Typ 00 verwendet. Das Rezept für echte neapolitanische Pizza lässt auch die Zugabe eines Teils Mehl vom Typ 0 zu. In vielen persönlichen Rezepten benutzt man eine Mischung der Mehltypen 00 und 0. In Deutschland kann man das Mehl Typ 405 verwenden.

    Frische Bierhefe

    Für ein Kilo Mehl benötigt man 10 Gramm Hefe, das ist etwa das Viertel eines Würfels. Die Hefe wird vor der Verwendung zerkrümelt und in lauwarmem Wasser mit etwas Mehl aufgelöst. Der Brei wird solange verrührt, bis er dickflüssig ist. Falls man eine schnelle Pizza machen möchte, muss mehr Hefe (bis zu 20 Gramm) verwendet werden. Die restliche Hefe kann übrigens problemlos eingefroren werden.
    » Rezept für Pizzateig

  • Schätze Italiens: UNESCO-Weltkulturerbe in Kampanien

    Schätze Italiens: UNESCO-Weltkulturerbe in Kampanien

    In Kampanien gibt es viele Sehenswürdigkeiten und Orte, die zum Welterbe der UNESCO gehören. Besonders bekannt sind die Amalfiküste, die Ausgrabungen von Pompeji und das Schloss von Caserta.

    Die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) verleiht den Titel Weltkulturerbe an weltbedeutende Stätten und Naturlandschaften. Nach Definition der UNESCO sind sie „Zeugnisse vergangener Kulturen, künstlerische Meisterwerke und einzigartige Naturlandschaften, deren Untergang ein unersetzlicher Verlust für die gesamte Menschheit wäre.“ Italien und die Region Kampanien erfreuen sich zahlreicher solcher wunderbarer Stätten.

    Diese Sehenswürdigkeiten, Regionen und Orte in Kampanien gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe (World Heritage):

    Altstadt von Neapel (centro storico)
    Schloss von Caserta und Schlosspark (Reggia di Caserta), Aquädukt von Vanvitelli und San Leuco
    Nationalpark Cilento mit Valle di Diano, Velia, der Certosa di Padula und die antike Tempelstadt Paestum
    Amalfiküste, eine der schönsten Küstenlandschaften der Welt
    Archäologische Ausgrabungen von Pompeji und Herculaneum (Ercolano). Die beiden antiken Städte wurden vor fast 2000 Jahren beim Ausbruch des Vesuvs verschüttet. Ihre Ausgrabungen zählen zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Italiens.
    Kirche Santa Sofia in Benevento

    Zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe gehört die großartige Kunst der neapolitanischen Pizzabäcker („pizzaiuoli“)!

  • Geschichte: Pizza Margherita aus Neapel, ein königlicher Genuss

    Geschichte: Pizza Margherita aus Neapel, ein königlicher Genuss

    Die Farben der Pizza Margherita aus Neapel spiegeln die Farben Italiens. Sie ist zum Symbol für ein ganzes Land geworden. Entdecke, wie die italienische Königin Margherita der bekanntesten Pizza der Welt ihren Namen gab.

    Die süditalienische Hafenstadt Neapel ist die Wiege der Pizza: Dort meint man mit „einer Pizza“ fast immer Pizza mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum, auch bekannt als Pizza Margherita. Sie ist eine der drei ursprünglichen neapolitanischen Pizzasorten und sehr köstlich. Andere Klassiker sind Pizza Marinara mit Tomaten und Oregano bzw. Pizza Margherita al filetto, mit frischen Tomaten.

    Natürlich gibt es auf den Speisekarten der Pizzerien noch mehr leckere Pizzavarianten, die der Fantasie kreativer Pizzaioli entspringen. Aber in Neapel nimmt die Pizza “pomodoro, mozzarella e basilico” definitv den ersten Platz ein! Kein Wunder, denn sie ist leicht und überzeugt durch den köstlichen Geschmack ihrer einfachen Zutaten.

    Margherita war eine italienische Königin

    Der Name der Pizza Margherita hat viel zu tun mit der italienischen und neapolitanischen Geschichte. Die italienische Königin Margherita machte im Jahr 1889 einen Besuch in Neapel. Die Regentin hatte schon oft von der neapolitanischen Spezialität gehört und wünschte, eine Pizza zu essen. Aber weil sie eine Königin war, konnte sie nicht eine einfache Pizzeria, einen Ort des Volks, aufsuchen. Deshalb ließ man den besten Pizzaiolo der Epoche, Raffaele Esposito, Inhaber der Pizzeria “Pietro…e basta così”, in den Palazzo Reale di Capodimonte in Neapel kommen. Dafür wurde in ihrer Residenz extra einen Pizzaofen erbaut.

    Esposito bereitete drei Pizzen zu: Eine davon war die berühmte “pomodoro, mozzarella e basilico”, eine Pizza in den Farben der italienischen Fahne (rote Tomaten, weißer Mozzarella, grünes Basilikum). Der Königin hat diese Pizza so gut geschmeckt, daß sie dem Pizzaiolo einen Dankesbrief geschrieben hat. In kurzer Zeit wurde diese Pizza bei Adligen und im Volk berühmt. Plötzlich wollten alle „die Pizza der Königin Margherita“ essen, die schließlich nach ihr benannt wurde.

    Den Brief an Esposito kann man noch heute in der Pizzeria Brandi in Neapel lesen.

     

  • Pizza-Kurs in Neapel: Lerne wie man eine neapolitanische Pizza backt

    Pizza-Kurs in Neapel: Lerne wie man eine neapolitanische Pizza backt

    Wo könnte man das Pizzabacken besser lernen als in Neapel, der Wiege der Pizza? Lass Dich bei einem Workshop oder Pizza-Kochkurs von einem neapolitanischen Pizzaiolo in seine Geheimnisse einweihen und lerne, wie eine perfekte Pizza auch zu Hause gelingt.

    Wenn Du in Neapel bist, solltest Du unbedingt eine echte Pizza napoletana probieren. Oder noch besser: Entdecke die Tricks ihrer Zubereitung, lege selbst Hand an den Teig und verspeise danach dein selbst gemachtes Backwerk!

    Pizza backen lernen bei einem neapolitanischen Pizzabäcker

    Pizzakurse und Koch-Workshops in Neapel sind beliebt und gehören wahrscheinlich zu den schönsten Urlaubserinnerungen. Direkt von einem Pizzabäcker bekommt man nützliche Tipps, lernt welche Zutaten man zum verwenden sollte und worauf man bei der Zubereitung des Hefeteigs achten sollte. Nach dem Backkurs folgt ein gemeinsames Essen, entspannt in netter Gesellschaft bei einem Bier (so mögen es die Neapolitaner). Zu Hause kann man das Erlernte dann ausprobieren!

    Pizzakurse werden von Pizzerien oder Pizza-Schulen organisiert

    Ein professioneller Pizzaiolo zeigt, wie man den Teigfladen im Steinbackofen zubereitet und verrät seine persönlichen Tricks. Anschließend wird die neapolitanische Pizza gemeinsam verspeist, oft gibt es auch eine Vorspeise und einen Nachtisch.

    Tipp: In Kombination mit einem Pizza-Workshop werden auch Führungen durch die Altstadt von Neapel, Ausflüge an die Amalfiküste oder Sorrent angeboten. So tauchst du noch tiefer in die Kultur und die Traditionen der Region ein.

    Tipps für Pizza-Kurse und Workshops in Napoli

    Pizza-Kochkurse sind bequem bei unserem Partner getyourguide buchbar. Vom einem Pizzabäcker lernt man, wie man eine authentische neapolitanische Pizza zubereitet:

    Neapel – 2-stündiger Pizzakurs

    Noch mehr Pizza-Workshops und Kochkurse in Neapel mit und ohne Ausflugsprogramm

    Worauf sollte man bei der Buchung eines Pizzakurses in Neapel achten?

    • Wenn Du kein Italienisch sprichst, solltest Du bei der Online-Reservierung darauf achten, dass der Kochkurs in Englisch angeboten wird.
    • Schaue genau, was im Preis inbegriffen ist: Workshop/Kochkurs, Essen: Vorspeise/Nachspeise und Getränke?
    • Ist die Abholung vom Hotel oder vom Hafen (für Kreuzfahrturlauber) zubuchbar oder sogar inklusive?
    • Bei kombinierten Stadtführungen vorher oder im Anschluss: Sind die Eintrittsgelder für Sehenswürdigkeiten im Preis enthalten?
    • Achte auch darauf, wie lange der Pizza-Kochkurs dauert: Kreuzfahrturlauber oder mit der Fähre anreisende Gäste sollten einen ausreichenden Zeitpuffer für die Rückkehr zum Schiff einkalkulieren
    • Wie groß ist die maximale Gruppengröße?